Ich habe mich in den letzten Jahren intensiv mit Beziehungsstörungen zwischen Eltern und Kindern beschäftigt: Machtkämpfe, Respektlosigkeit, Schweigen, gegenseitige Vorwürfe, Hilflosigkeit bis hin zum Gefühl, die Familie sei "gescheitert".

Hierzu können wir hier auf Mastodon gern ins Gespräch kommen. Habt ihr Fragen, eigene Erlebnisse, die ihr hier teilen wollt oder Anmerkungen zu diesen schwierigen Themen?

@kjpgehrden

Ich hatte bis vor kurzem einen inneren Auftrag, meine (Herkunfts)Familie zu heilen. Seit ich die Verantwortung dorthin zurück mgebe, wo sie hingehört, geht es mir viel besser. Meinen Eltern nicht unbedingt, aber immerhin haben wir nach vielen Jahren wieder persönlichen Kontakt - sogar alle vier. Was ich mir über 30 Jahre lang gewünscht habe (zu viert am Tisch sitzen), ist im Sommer tatsächlich in Erfüllung gegangen.

@Alwaysjustme dazu kann ich nur gratulieren. Es geht ja oft nicht nur um Verantwortung, sondern auch um Schuldgefühlen: dafür, die eigenen Eltern nicht geheilt oder die Geschwister nicht gerettet zu haben.

Sich von dieser Schuld zu befreien und in erster Linie für sich selbst leben zu dürfen, kann der Beginn eines ganz neuen Lebens sein ...

@kjpgehrden stimmt. Auch wenn ich das bisher nicht auf dem Schirm hatte. Meine Grenzen klar zu ziehen, nicht für jedes Verhalten immer eine Entschuldigung finden, tut mir gut. Ich stehe mit beiden Beinen auf der Erde. Traumatherapie sei Dank. Es war ein langer Weg, der sich gelohnt hat.