Ich habe mich in den letzten Jahren intensiv mit Beziehungsstörungen zwischen Eltern und Kindern beschäftigt: Machtkämpfe, Respektlosigkeit, Schweigen, gegenseitige Vorwürfe, Hilflosigkeit bis hin zum Gefühl, die Familie sei "gescheitert".

Hierzu können wir hier auf Mastodon gern ins Gespräch kommen. Habt ihr Fragen, eigene Erlebnisse, die ihr hier teilen wollt oder Anmerkungen zu diesen schwierigen Themen?

@kjpgehrden wichtiges Thema. Was ich mich spontan frage: wann ist eine Familie denn „gescheitert“ bzw. was ist schlimm daran? Reicht es nicht ggf., sich mit den einzelnen Mitgliedern irgendwie verständigen zu können? Und: welche Familie ist denn „wichtiger“ (Blut oder Heirat etc)?
@karin_jacob Familie sind die Menschen, die wir selbst als Familie definieren. Das Konzept "Blut" darf verlassen werden. Es gibt viele Eltern, die mit ihren Kindern nicht blutsverwandt sind. Und Partner sind sowie nicht blutsverwandt und trotzdem sehr Familie.
@karin_jacob Wann eine Familie gescheitert ist, lässt sich nicht definieren. Was viel wichtiger ist: Wie sehr bestimmen Ängste, dass die Familie scheitern könnte oder die Beziehungen kaputt gehen könnten, das eigene Fühlen und Handeln?
@kjpgehrden schwierig für mich ist v.a., dass ich „Scheitern“ völlig anders definiere als andere Familienmitglieder. Bin somit irgendwie das schwarze Schaf, das „die Familie kaputt“ macht, weil ich mich gegen „du musst aber …“ zur Wehr setze