An alle nicht-vegan lebenden Menschen hier:

Was ist für euch der größte Grund nicht vollständig auf Tierprodukte zu verzichten?

Ethisch nicht problematisch genug
8.4%
Zu aufwändig (soziale Umstände, Zeitliches)
45.3%
Macht keinen Unterschied
3.2%
was anderes (siehe Kommentar)
43.2%
Poll ended at .
@Ahrdie von meiner Seite eindeutig Punkt 2, insbesondere die sozialen Umstände.
Grillabend bei Freunden/Verwandten? Problematisch.
Hier auf dem Land "essen gehen"?
De facto unmöglich.
Schon unsere vegetarische Ernährung (seit mehr als 10 Jahren) stößt oft auf ein "wie ihr esst kein Fleisch", vegan mag ich mir gar nicht vorstellen.
@Ahrdie Punkt 2, vor allem der soziale Umstand, wenn man andere mitbekocht, die gerne Fleisch essen, oder bei Leuten eingeladen ist zum Essen.
Es wird aber besser. Ich beobachte sogar in der tiefsten bayerischen Provinz dass alte Wirtshäuser vermehrt richtig gute vegane Gerichte auf der Karte anbieten.
@esopriester @Ahrdie ich koche fast ausschließlich für Omnis. Gehen immer alle satt & glücklich nach Hause
@Seitansbraten meine Senioren werden werden sehr unleidlich wenn sie nicht wenigstens Sonntags einen Braten serviert bekommen. @Ahrdie
@esopriester @Ahrdie und? Seitanbraten, Sojarouladen & Co haben hier noch alle überzeugt.
@Seitansbraten nein... weil es nicht nach Schäufele aussieh, keine Kruste hat und man den Knochen nicht mit dem Messer nach fleischresten absuchen kann @Ahrdie
@esopriester @Ahrdie na klar, die essen nur das. Bis eins sie umgewöhnt. Aber angehen muss eins das dann halt auch

@Seitansbraten Was bitte verstehst du nicht? Ich hab das alles ohne Erfolg probiert. Es gibt 2x im Monat Braten, aus genau diesem Grund. den Rest der Zeit sind sie mit fleischloser Kost glücklich.

@Ahrdie

@esopriester @Ahrdie also lebst du vegan, kochst aber für andere 2x im Monat totes Tier, das du dann aber selbstverständlich nicht mit konsumierst?
@Seitansbraten ich muss es mindestens abschmecken. @Ahrdie
@Ahrdie Es fehlen noch einige ganz wenige Nahrungsmittel, für die es noch keinen Ersatz gibt. Topfen/Quark zum Backen zB. Milch kaufe ich keine mehr, seit es die Hafermilch in Barrista-Qualität gibt. Auch für Käse gibt es für mich genug Alternativen. Genauso für Fleisch, mit der Ausnahme von Hartwürsten. Aber die brauche ich nicht zwingend.
Ich kaufe allerdings Bio-Honig, um die Bienenzüchtenden zu unterstützen.
@roland @Ahrdie Quark zum backen lässt sich bequem durch die vorhandenen Produkte ersetzen. Ich hab grad Käsekuchen gebacken, es gab schon Quarkbällchen etc

@Ahrdie

Bei mir sind es schon seit 2006 Histamin und Fructoseintoleranz und wir trinken ausschließlich Biomilch. Meine Tochter und verwenden diese sehr viel. Ich sehe auch keinen Grund warum ich nicht mehr regionale Biomilch verwenden soll.

Jedenfalls mit den Unverträglichkeiten fallen sehr viele Dinge weg. Sojaprodukte & alles was vergoren ist, also ich bekomme von vielen Dingen Probleme. Daher schau ich genau was ich koche. Zukkini und Kartoffeln gehen immer mittlerweile auch Tofu wieder

@CDlabaja Gründe gegen Tiermilchkonsum wären ja z.B. die Tierhaltung mit allem was damit verbunden ist (permanente Schwängerung, Kalb-Wegnahme, Stress, Schlachtung, evtl. schlechte Haltung) oder die gesundheitliche Fragwürdigkeit (womit ich mich nicht wirklich auskenne).

@CDlabaja @Ahrdie es gibt zig Milchalternativen. Wieso eins die nutzen sollte? Weil dauerhafte Euterentzündungen, frühzeitiger gewaltsamer Tod, Dauerschwangerschaft mit anschließendem Babyentzug & tote männliche Kälber einfach nicht unseren Genuss rechtfertigen.

#govegan

PS: Butter & Käse sind üble Klimakiller

PPS: vegan funktioniert auch mit Unverträglichkeiten prima. Hier Histamin, Fructose, Erbsenprotein & diverse andere Dinge wie zb Hafer

@Ahrdie Histaminintoleranz macht das Ganze schwieriger. Und, ich gebs ganz offen zu, viele der Ersatzprodukte schmecken mir auch nicht. Wir probieren uns da so langsam quer durch. Wir essen jedoch wenig Tierisches und wenn, dann nach Möglichkeit Bio.
@Ahrdie
Kinder und Jugendliche, sollten nicht gänzlich auf Fleisch/Milch... verzichten. Aber die Menge ist entscheidend. Wenig. Und wenn, dann für Tier und Umwelt angepasste Aufzucht . Deshalb gibt es das bei uns, aber wir haben den Verbrauch stark reduziert. Für mich "Alte" wäre vegan ok. Koche aber nicht extra. Trotzdem gibt es vermehrt leckere vegane Gerichte.
@Ahrdie vegetarisch wäre ja schon mal ein guter Anfang.

@Ahrdie

Nun ja, wenn man weis woher das Viechzeug kommt dann ist das doch in Ordnung sprich Artgerecht gehalten. Ok da kostet ein Kilo Fleisch 30 - 50 Euro aber das dann Sonntags ..... ein Gedicht.
Oder Samstags beim Grillen.

Es ist eh ne qual gutes Flesch zu bekommen, auch mal Brust /Bug oder Bäckchen

"Wurst" da hakt es gewaltig. Erinnert ihr euch noch an den Gammeldöner ..... das ist mit der Wurst nix anderes, fein gehackt gekuttert und viele Gewürze 🤣🤣🤣 Veredeln nennt der Metzger das 🤮

@Ahrdie "was anderes" = meine Sozialleistungen reichen kaum aus für eine nachhaltigere Ernährung und veganes bis vegetarisches finde ich selten beim containern (lebe nicht inner Großstadt) 

@Ahrdie Eigentlich ist es recht einfach für mich aber für meine Eltern nicht und statt Reste wegzuschmeißen hole ich mir die immer ab. Schlimmer als Tierprodukte zu essen finde ich Fleisch & Co. und generell Essen wegzuschmeißen.

Meine goldene Regel ist Fleisch selbst nicht zu kaufen.

Leider sind die da absolut beratungsresistent, ich kann da noch so viel dazu sagen.

Ist das gleiche mit Alu- und Frischhaltefolie benutzen statt Vorhandenen Frischebehältern.

@Ahrdie mein Grund ist Einsparung von Treibhausgasen und möglichst klimafreundliches leben. Ganz darauf zu verzichten hat nicht den Ertrag an Einsparungen die im Verhältnis zum Mehraufwand stehen.
@Ahrdie Irgendwie vertrage ich kaum was. Wenn ich das Mal geklärt habe, gerne. Experimentiere gerade mit Tempeh, und das scheint ganz gut zu funktionieren.
@Ahrdie ich liebe den Geschmack einiger Fleischprodukte.
@Ahrdie
"Aufwand" im weiteren Sinne. Einzelne Zutaten/Produkte ersetze ich gern nach und nach, wenn ich Alternativen finde die:
- problemlos beim Einkaufen zu kriegen sind (ohne 5 Läden dafür abklappern oder auf Verfügbarkeit hoffen zu müssen), und
- sich für mich eignen (aka die mein Magen verträgt, und für die ich nicht meine Rezeptroutine einmal umschmeißen muss).
Aber im Fall dass das nicht funktioniert oder Herumprobieren grad nicht drin ist, bleibt es nachrangig / wird aufgeschoben.

@Ahrdie Weil ich nicht auf Milchprodukte verzichten kann. Weil ich für mein Leben gerne Käse esse. Weil ich ab und an gerne ein gutes Steak esse.

Bin ich deshalb ein schlechter Mensch? Und ja, ich habe vegane Alternativen probiert. Und nein, sie schmecken mir einfach nicht.

@BelAndora Ich denke nicht, dass man allein aufgrund der nicht-veganen Lebensweise jemanden als schlechten Menschen bezeichnen kann!

Mich interessiert was das Verständnis von Veganismus ist, und was die Beweggründe dagegen sind.

Denkst du man könnte in deinem Fall sagen, dass dir die ethischen Probleme von Tierhaltung unwichtiger sind, als der Geschmack für dich?

@Ahrdie
mein fehlender Wille mich auf grauslich schmeckende Fleisch-u. Milch-Surrogate um zu stellen.

Es esse schon gerne vegetarisch, aber vegan? Ohne Kaese und Joghurt? NoWay.

@Ahrdie Die Umfrage ist echt interessant.
Bei mir ist es eher die Gewohnheit und das ich gern koche. Dazu gehört bei mir seit Kindestagen auch Fleisch zu essen, in welcher Form auch immer...
Ich werde dabei bleiben.
@Ahrdie Low carb bis no carb, Lebensmittelpreise, Gewohnheit

vorneweg: ich glaub', das ist der erste thread über V/NV, den ich lese, der ohne untergriffigkeiten auskommt.
großartig, so angenehm! Danke!

Gründe: Inhaltsstoffe, Kosten, Biobauern, -fleischer.

Wir haben einen eher wissenschaftlichen Zugang zu Ernährung, essen fast 80% "Vegggie", weil schmackhaft, gesund, gute Mengen/Nährwert/Nährstoff-Balance.

Allerdings keinesfalls vegan: Die meisten Inhalts-Rohstoffe halte ich für verwegen (zB. Soja, Kokos, Mandeln kommen nicht gerade von um die Ecke) bzw. zu chemielastig, die Waren sind mir viel zu teuer (echt frech!) und mir sind "meine" Biobauernquellen sehr, sehr wichtig.
Tierleid vermeide ich durch Einkauf, mir dem Essen korrekt geschlachteter Tiere habe ich kein Problem.

Wir wursten bzw. fleischen tw. selbst.
Milch kommt hier ausschließlich in den Kaffee, sonst brauchen wir keine. Hafer ist ok, Hafermilch boostet mir den Blutzucker immens. Nix für mich.
Worauf ich nicht verzichten will, ist Käse, allerdings in geringen Mengen, manches selbstgekäst.

In Klimabelangen liegen unsere persönlichen Strategien bei Energie, Mobilität und Landschaft/Naturerhalt. Erst danach kommt Ernährung.