Wir sind übrigens ein bisschen überwältigt was hier heute passiert 😶
Und es ist so schön zu sehen, dass viele Menschen datenschutzfreundlichen sozialen Medien eine Chance geben 🤗 / ÖA
Wir sind übrigens ein bisschen überwältigt was hier heute passiert 😶
Und es ist so schön zu sehen, dass viele Menschen datenschutzfreundlichen sozialen Medien eine Chance geben 🤗 / ÖA
datenschutzfreundlichen sozialen Medien
Mögt ihr mir mal erklären, inwiefern das Fediverse „datenschutzfreundlich“ ist?
Ich würde jetzt mal, ganz unbedarft, behaupten, dass die unverschlüsselte Übertragung von Daten zwischen Servern deren Besitzer oft wenig oder gar nicht als Personen und meistens ausschließlich als Pseudonym bekannt sind, und deren Daten oft auf S3 Servern und S3 kompatiblen Servern in den USA landen, da nicht ganz so viel Jubel hervorrufen würde, wenn’s nicht auf dem “Muck Fusk” Medium passieren würde.
Da alle Daten potenziell allen Servern zur Verfügung stehen, Software wie Misskey jeden Aufruf von bestimmten Seiten auch an eine unbekannte Domain in den USA übermittelt, und mehr, finde ich so eine Aussage sehr… gewagt.
Ach? Sicher? “ist nutzbar” und “zumindest Mastodon” zeugt aber schon davon, dass Ihr den irrwitzigen Marketinglügen aufgesessen seid, dass Mastodon = Fediverse und dass alle Mastodon Admins sich für Datenschutz interessieren.
Eine Aussage wie “datenschutzkonformes Netzwerk” wenn ein nicht unerheblicher Teil des Netzwerks weder auf Mastodon noch in DE stattfindet, ist hyperbol wenn nicht sogar gefährlich.
Ich kann auch Lynx verwenden, wenn ich Webseiten abrufe. Würdet Ihr also das World Wide Web als “datenschutzkonformes” Netzwerk bezeichnen? Oder kommt es stark auf den Server und den Client an, ob es das ist? Sollte man dann nicht von solchen Aussagen absehen, die nur der Hyperbole dienen, und stattdessen differenzierter denken?
Den ersten Punkt streite ich nicht ab.
Dann wird’s schon etwas dünner. Jeder Admin kann, potenziell, die DM seiner:ihrer Nutzer einsehen. Wir hatten jetzt zwei Fälle, in denen die Admins einer Instanz in den USA genau das getan haben, um “problematische Nutzer” zu identifizieren. Damit ist man im Fediverse auch dann nicht “datenschutzkonform” unterwegs, wenn man von social.bund.de mit Menschen auf, sagen wir mal, badactor.com, per DM kommuniziert.
Das Netzwerk kann, aus Gründen, nicht “datenschutzkonform” sein, und die einzelnen Instanzen sind es, bis zum Beweis des Gegenteils bei jeder der 12k Instanzen mit mehr als 100 Nutzern, auch nicht.
Dem muss man sich bewusst sein, dann kann man entsprechend handeln. Aber wenn eine Bundesbehörde ein solches Statement publiziert, dann ist das Zündstoff in einer, durch Unsicherheit, Fremdeln, Missinformation, und dem “new kid” Syndrom, schon ohnehin sehr wackeligen Situation.
Hmmm, OK. Freut mich zu hören, dass eine der sehr großen Instanzen mit dem Google Analytics, welches man nirgends erwähnt findet, und den eingebundenen Adobe Typescript Fonts, und den Cookies ohne Cookie Banner, und dem fehlenden Impressum, DSGVO-Konform ist.
Weil ich ja kein Jurist bin, und da dem BdDI vertraue, wenn die das sagen.
@patrick @mikka @bfdi @EDPS @lfdi
Mir scheint da aktuell ein Grundsatz irgendwie abhanden zu kommen...
#Mastodon oder allgemeiner das #Fediverse ist kein Netzwerk für vertrauliche Kommunikation. In der Regel dienen die Systeme der VERÖFFENTLICHUNG von Informationen. Wenn ich also einen Beitrag verfasse, um ihn zu VERÖFFENTLICHEN, liegt es wohl in der Natur der Sache, daß dieser ÖFFENTLICH einsehbar ist.