Das Hirschberger Tal war ja im 19. Jahrhundert die Sommerresidenz des hier in
exorbitanten Fincas urlaubernden preußischen Hofes und dessen Dunstkreis. Da will man heute nicht hinten anstehen. #WotNysyDoNisy
I´ll never forget him, the leader of the pack. #WotNysyDoNisy
Auf den #Sudetenwegen zieht der Tag und die #Schneekoppe langsam vorbei.
#WotNysyDoNisy
Toll finde ich, wie das sozialistische Polen in den Gebirgsausblick vom
"Schlesischen Elysium" aus diese Esse geflantscht hat. So etwas leisten auf diesem Niveau sonst nur tschechische Plattenbausiedlungen der gleichen Epoche. Respekt. #WotNysyDoNisy
Der Weg senkt sich hinab nach #Kowary und zum Landeshuter Kamm.
#WotNysyDoNisy
Und er gibt auch noch ein bisschen Kunsterlebnis dazu. #WotNysyDoNisy
Von der Beschissenheit der Dinge in #Kowary. #WotNysyDoNisy
Eine These am Ende des dritten Tages: Im Hirschberger Tal richten alle Villentürme sich nach der #Schneekoppe aus. #WotNysyDoNisy
Leider war diesseits des Landeshuter Kamms keine Übernachtung aufzutreiben.
Im letzten Licht hinüber nach #Czarnów. Wo es einen Ausblick auf die Berge des
nächsten Tages gab. Der Ort erwies sich als videoüberwachte Krishna-Siedlung. Zeit für die Isomatte. Draußen. #WotNysyDoNisy
Die Draußennacht im Schlafsack am Ortseingang von #Paczkowice war schön.
Allerdings wurde ich im Morgengrauen von einem Rehbock aus dem nahen
Unterholz wüst angepöbelt. Dank an die freundliche Lärche, die mich in der Nacht
beschirmt hat. #WotNysyDoNisy
Da hinten, das ist das Liebauer Tor, einer der ganz wenigen fast ebenen Übergänge von Schlesien nach Böhmen. Was über die Jahrunderte hinweg immer wieder auch diverses Kriegsvolk anzog. #WotNysyDoNisy
Unten am #Bobr in #Janiszów dann der Moment, wo man einfach bleiben möchte.
Dem Flüsschen beim Plätschern zuschauen. Hinten im sklep immer wieder ein
Radler holen. Wenn Sommer, Geld und sklep alle sind, sich in die Wellen legen und in die Ebene forttragen lassen. #WotNysyDoNisy
An den #Sudetenwegen unterwegs nach #Lubawka. #WotNysyDoNisy
Von #Lubawka selbst bleibt mir wohl nur die Erinnerung an die Kellnerin des "Lubavia" am Rynek, die mich wortlos der Tür verwies, weil ich ihr zu sehr nach Straßenstaub und Dusche-Vorgestern roch. Geh ich halt. #WotNysyDoNisy
Ich ließ dann das Liebauer Tor Tor sein und schlug mich links über das kleine #Rabengebirge ins Paralleltal hinüber, wo das Kloster Grüssau liegt. Und da im Rabengebirge, da habe ich die besten Heidelbeeren meines Lebens gegessen.
Danke, liebes Rabengebirge! #WotNysyDoNisy
In diesen schlesischen Sudenstädtchen da lungert immer einer rum, der Fremde
anquatscht und so tut, als wäre er ortskundig. Man unterhält sich mit ihm in dem
westlawischen Kreolisch, das man halt kann, fragt nach einem gospoda. Und er
bringt einen zur Apotheke. #WotNysyDoNisy
Wird wirklich Zeit, wieder rüber nach #Böhmen zu machen! Klar geht es noch mal
über ein Hügelkette. Diesmal unter Begrüßung durch den Tschechoslowakischen
Wall. Auch so eine Sudetengeschichte, stimmts @jaroslavrudis?
Oben, drüben, jenseits wieder die #Sudetenwege. #WotNysyDoNisy
Dieser führt hinab ins herzallerliebste #Adršpach, das alles verkörpert, was das
tschechische Urlauberherz begehrt. Deswegen ist Adršpach vollkommen
ausgebucht und man kann vergessen, hier einfach so ein Zimmer zu bekommen. Aber es gibt NATÜRLICH EINEN BAHNHOF! #WotNysyDoNisy
Hui, flott geht die Reise unter zweimaligem Umsteigen hinüber nach #Broumov ins
Braunauer Ländchen, über das bei der Ankunft schon der Abend herabgefallen ist. Und hier gibt es wider Erwarten ein kleines Übernachtungswunder. Dobru nóc!
#WotNysyDoNisy
Liebes Hotel "Veba" in #Broumov! Stinkend und verschwitzt hast Du mich kurz vor Zehn des Nachts noch aufgenommen. Ich durfte in einer Deiner Wannen liegen. In
Deinem Bettchen schlafen. Und morgens von Deinem reichgedeckten Tellerchen
essen. Ewig der Deine. Wirklich. #WotNysydoNisy
Neuer Morgen, neue Talschaft, neue Gebirge. Rechts, das ist das #Falkengebirge, da geht es hinauf und darauf entlang zum #Heuscheuergebirge, das schon wieder im Schlesischen liegt. Und dahinter ist der Glatzer Kessel und die andere Neiße. Letzte Etappe! #WotNysyDoNisy
Wie man die Dinge in #Křinice im Braunauer Ländchen sieht: "Den Opfern des Bösen 1948-1989". #WotNysyDoNisy
Na shledanou, #Broumov! #WotNysyDoNisy
"Und in dem Falkengebirge, da fließt ein Brünnlein kalt ...". Ernsthaft, das hier war das beste Wasser auf der ganzen Wanderung. Danke, liebes #Falkengebirge!
#WotNysyDoNisy
Und oben drauf gibt es einen natürlichen Ausguck, wie es nur einen geben kann!
Und ein Bild von der Aussicht da gibt es hier nicht. Geht gefälligst selber gucken.
#WotNysyDoNisy
Die Zwei zum Beispiel waren ganz ergriffen. #WotNysyDoNisy
Wo #Falkengebirge und #Heuscheuergebirge ineinanander übergehen, halten die Grenzsteine im Wald eine Beratung ab. #WotNysyDoNisy
Ganz da hinten im Dunst, das wäre übrigens das tatsächliche "Schneegebirge" aus dem bekannten Gassenhauer von H. von Fallersleben. Aber soweit müssen wir diesmal nicht. #WotNysyDoNisy
Woran man merkt, dass man wieder auf der polnischen Seite ist? Karol Wojtyla
steht am Waldrand rum und unterhält sich mit einer Wiese. #WotNysyDoNisy
Weil es ungerecht wäre, das #Falkengebirge für seinen Sandstein abzufeiern und
das #Heuscheuergebirge nicht, hier die Błedne Skały/Wilden Löcher.
#WotNysyDoNysi
Ganz am Schluss auf den #Sudetenwegen, oberhalb von #Kudowa-Zdrój hat mich
das Gewitter, das mir schon seit vorgestern von Westen her nachfolgte, dann erreicht. Hallo, lieber Regen! #WotNysyDoNisy
Erkenntnis in #Kudowa-Zdrój (ob die Einheimischen manchmal im Zorn Kurwa-Zdrój sagen?): Tomaš Kočko ist sich, seit ich ihn zum letzten Mal 2003 in Brno und
Ostrava sah, komplett treu geblieben. Schön für ihn. #WotNysyDoNisy
Leider gab es von Kurwa-Zdrój nur einen Busersatz für den Zug. Und in #Kłodzko musste ich meinem Schwur untreu werden. Es war dunkel, ich war müde, kein Hotel in Sicht, der Bahnhof sudetentypisch 3km vor der Stadt. Und so ließ ich mir ein Taxi rufen. #WotNysyDoNisy
Der Fahrer wusste nix von irgendwelchen Hotels im "verfickten Glatz", fragte mich
immerzu, wieso ich denn nicht in den tschechischen Bergen geblieben sei. Sachsen-Anhalt-Gefühle. Ich ließ mich von ihm am Stadtrand am Sportlerheim
rauswerfen und zückte die Isomatte. #WotNysyDoNisy
Die Draußennacht im Schlafsack in der Neißeaue in #Kłodzko war schön.
Allerdings wurde ich im Morgengrauen von einem Rehbock aus dem nahen
Unterholz wüst angepöbelt. Dank an die freundliche Erle, die mich in der Nacht beschirmt hat. #WotNysyDoNisy
Besagte Neiße. Witaj! #WotNysyDoNisy
In #Kłodzko selbst guckt dann die preußische Festungsarchitekut finster in die Straßenzüge, wie das Festungsarchitektur in Festungsstädten eben so macht.
#WotNysyDoNisy
Na ja, und die polnische Geschichtsdoktrin der späten 1960 war halt teilweise
auch blöde. #WotNysyDoNisy
Also einfach in den Zug gesetzt und immer schön mit Blick aufs Gebirge die
Heimreise angetreten. Und unterwegs noch Gedanken in die Kladde geschrieben.
#WotNysyDoNisy
In Jelenia Góra war noch etwas Zeit. Also kurz in die Stadt gebummelt. An einer
Plastik des Bullen der Europa ließ dort ein Testosteron-Testikel seinen schmalen,
zehnjährigen Sohn fürs Familienfoto feixend hitlern. Auch ansonsten ist die
Krankheit angekommen. #WotNysyDoNisy
Ich hab mich SO gefreut, als ich zuerst "Okultista" gelesen habe!
#WotNysyDoNisy
Ich möchte hier nicht schließen, ohne hervorgehoben zu haben, dass es in diesem
sklep neben dem Bahnhof von Jelenia Góra ganz hervorragende Hot Dogs gibt!
#WotNysyDoNisy
Und dann ist man fast wieder daheim und sieht aus dem Zugfenster einmal mehr,
wie klein und milde doch die #Lausitz mit ihrem "Bergland" so ist.
#WotNysyDoNisy
Machts gut, liebe Leute. Danke fürs Mitlesen. Nehmt Euch ab und an mal einen Zug und fahrt für ein paar Tage los. Ist unglaublich erfüllend. K strowosći!
#WotNysyDoNisy