International Safe Abortion Day 2021

Heute findet unter dem Motto „150 Jahre Widerstand gegen § 218 - es reicht!“ der bundesweite Aktionstag zum „Safe Abortion Day“ am 28.September statt. Der Aktionstag soll auf Missstände bei Schwangerschaftsabbrüchen aufmerksam machen und sich für ihre Entkriminalisierung und Entstigmatisierung und kostenlosen Zugang zu sicheren Abbrüchen einsetzen. 1/x

Hierzu verlinken wir unseren Blog-Artikel zu Schwangerschaftsabbrüchen weltweit: https://schwarzlicht.org/p/blog/2020-10-17-abtreibungen-weltweit.html

Auch in Deutschland sind Schwangerschaftsabbrüche verboten. Unter bestimmten Umständen bleiben sie lediglich straffrei. Bis vor kurzem war die reine Information, dass eine Praxis Abbrüche durchführt strafbar. 2/x

Diese Rechtslage kombiniert mit dem Stigma „Kinder zu töten“ und mangelnden Kursen im Medizinstudium bewirkt, dass kaum noch Ärzt*innen einen Abbruch durchführen und die Zahl in den letzten Jahren dramatisch sank. Ungewollt Schwangere müssen teilweise mehrere Autostunden Fahrt in Kauf nehmen, um legal und sicher abtreiben zu können. Doch auch weitere Faktoren kommen hinzu. 3/x
Schwangerschaftsabbrüche gelten als „schmutzige“ Arbeit, als ethisch mindestens fragwürdig, als aus religiöser Sicht zu verdammen. Fanatische und fundamentalistische Lebensschützer*innen – meist aus dem konservativen bis rechten Spektrum – machen regelrecht Jagd auf Abbrüche durchführende Ärzt*innen, zeigen sie an, bedrohen sie, betreiben Einschüchterungsversuche und veröffentlichen Namen und Adressen auf einschlägigen Websites. 4/x
Umso wichtiger ist es, dass sich die Pro-Choice-Bewegung vernetzt und gemeinsam auf das Thema aufmerksam macht! Menschen mit Uterus müssen das Recht haben selbst und frei über ihren Körper zu entscheiden! Keine andere Person und noch weniger der Staat haben ein Mitspracherecht, ob eine Schwangerschaft ausgetragen wird oder nicht! Schwangerschaftsabbrüche sind ein Menschenrecht! 5/x