REPOST #SLKalender
Am 8. April ist der internationale Tag der Roma. Er soll an den ersten Kongress der Rom*nja von 1971 erinnern. Vertreter*innen aus 14 Staaten legten dort unter anderem die Bezeichnung „Roma“, die Flagge und die Hymne fest. Außerdem soll auf ihre Kultur, Diskriminierung und Verfolgung aufmerksam gemacht werden. (I)
Nach der Ermordung von mindestens 500.000 Sint*ezze und Rom*nja in der NS-Zeit (II), entschied der Bundesgerichtshof 1956, dass Überlebenden keinerlei Entschädigungen zuständen und befand, dass sog. „„Zigeuner“ (…) von den Nationalsozialisten zu Recht als „artfremd“ behandelt worden“ seien. (III) In einem Urteil vom 7. Januar 1956 heißt es: „Da die Zigeuner ... sich in weitem Maß einer Anpassung an die sesshafte Bevölkerung widersetzt haben, gelten sie als asozial. Sie neigen, wie die Erfahrung zeigt, zur Kriminalität, besonders zu Diebstählen und Betrügereien, es fehlen ihnen vielfach die sittlichen Antriebe der Achtung vor fremdem Eigentum, weil ihnen wie primitiven Urmenschen ein ungehemmter Okkupationstrieb eigen ist. Sie wurden deshalb allgemein von der Bevölkerung als Landplage empfunden". (IV)
Bis heute halten sich derlei Vorurteile hartnäckig. Sint*ezze und Romn*ja gelten als faul, arbeitsscheu, dreckig und ungebildet. Außerdem gemeinhin als Diebe.
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