Ein genialer Schachzug des Ölkonzerns BP, der bis heute funktioniert.

Wenn man ein moralisches FĂ€hnchenhissen initiiert und - wer es sich finanziell leisten kann - sich ĂŒber andere erheben kann um sein fragiles Ego zu streicheln.

So wird die Verantwortung fĂŒr die Klimakatastrophe privatisiert und politische Maßnahmen fallen aus oder greifen zu kurz.

Die Öl-Lobby macht weiterhin glĂ€nzende GeschĂ€fte, wĂ€hrend irgendwelche Sörens auf socialmedia glauben die Welt zu retten, weil sie Hafermilch trinken, sich darauf was einbilden und das andere auch wissen lassen.

Selbst wenn wir alle Sören sind und auf alles verzichten oder Alternativen nutzen, bleiben ca. 5/10t durchschnittlichem CO2 pro Nase ĂŒbrig.

Huch?!

https://uebermedien.de/115251/was-ich-einkaufe-sollte-fuer-journalisten-kein-thema-sein/

#PR #fossilLobby #klimakatastrophe #uebermedien

Moralische Debatten als Ablenkungsmanöver: Was ich esse, sollte fĂŒr Klimajournalisten kein Thema sein | Meinung

Im Klimajournalismus geht es oft um individuellen Konsum im Alltag, viel zu wenig um grĂ¶ĂŸere Strukturen. Dahinter steckt ein alter PR-Trick.

Übermedien

Frage: “Wann haben wir aufgehört ĂŒber positive Entwicklungen systematisch zu berichte ?”

These: “Medien können mit positiven Nachrichten kein Geld verdienen.”

Ja, oder nein? Gibt es dafĂŒr Beispiele?

Anlass folgender Text eines ehemaligen, sehr geschĂ€tzten Arbeitskollegen. Ich finde den Ansatz grundsĂ€tzlich sehr gut, aber es gibt wohl kein Business Modell dafĂŒr.

#uebermedien #medien #medienkritik

Rechte Konstruktion

Wie fast alle in die Falle der Rechten laufen

mit Update am Morgen

Einige kluge Köpfe haben schon hinreichend erklĂ€rt, dass die Medienoligarchen unserer Zeit sich nicht mehr fĂŒr Fakten interessieren, weil sie sie sich selbst machen. Logisch: wer die Medien beherrscht, beherrscht auch die herrschenden Wahrheiten. Die flutende Scheisse wird zum Fakt. Weil ihre Verbreiter es können. In unserem Zwergstaat haben das die meisten wichtigen Stellen und Leute immer noch nicht begriffen. Sie dackeln der Propaganda hinterher. Erst sind sie Wochen in RĂŒckstand, dann Monate, dann Jahre, um zu begreifen, was da vor sich geht.

Ein StĂŒck “shit”, das die Rechten in die Diskursarena geworfen haben, und an dem fast alle Medien, auch viele, die sich fĂŒr links halten, raufend zu nagen versuchen, ist dieses:

RenĂ© Rusch/uebermedien (seit gestern paywallfrei): “Jagd auf ein Phantom: Autor enthĂŒllt Anti-Woke-Wahnsinn in deutschen Medien – Kennt man einen, kennt man alle. Texte ĂŒber die angeblichen Gefahren von ‘Political Correctness’ oder ‘Wokeness’ klingen seit ĂŒber 30 Jahren gleich: maximal alarmierende Thesen, kaum Belege. Und jetzt sollen die ‘Woken’ auch noch am Rechtsruck schuld sein. Höchste Zeit also fĂŒr eine grundsĂ€tzliche Kritik an einem ewig jungen Trendgenre.”

Zweifellos ist es legitim, sich darĂŒber zu streiten, wie viel Kraft in Klassen- und andere soziale EmanzipationskĂ€mpfe zu investieren ist. Mann und Frau darf auch jederzeit hierzu zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Sich aber von Rechts in dieser Frage spaltend und blindwĂŒtig gegenneinander hetzen zu lassen – das ist vor allem ein desaströser Mangel an strategischer Intelligenz. Das gilt fĂŒr alle Demokrat*inn*en und Medien diverser politischer Spektren. Es ist sonnenklar, und da stimme ich dem uebermedien-Autor vollstĂ€ndig zu, wen das amĂŒsiert.

Doch damit sind der Fallen, in die vorzugsweise demokratische Medien tappen, nicht genug. Sie fallen sogar auf die Wahrheitskonstruktion von Rechts rudelweise herein.

RenĂ© Martens/MDR-Altpapier: “LĂŒgen haben lange Beine – Die Obsession deutscher Journalisten fĂŒr die Wirklichkeitsverdrehungen der US-Regierung hat in der Berichterstattung ĂŒber den Mord an der US-Amerikanerin Renee Nicole Good ein nicht fĂŒr möglich gehaltenes Ausmaß erreicht.”

“Nicht fĂŒr möglich gehalten”? Zzz, da tut der Autor wohl naiver, als er ist. Aber das Entsetzen ist berechtigt. Und ein Richtungswechsel zur Vernunft ist in den herrschenden deutschen Medien nicht wahrnehmbar.

So lange höre ich hier nicht auf.

Update am Morgen

Gestern verfolgte ich mit BVB-Fan Klaus Kleinöder das erste Bundesligaspiel der RĂŒckrunde zwischen der ambitionierten Eintracht aus Bankfurt (Deal mit der Deutschen Bank ĂŒber 100 Mio.) und dem Fussballkonzern aus dem westfĂ€lischen Raum. Die erste Halbzeit (1:1) bestand in 50 Minuten aus ganzen zwei Torszenen (eine war das 0:1 fĂŒr den BVB, ein schön gespielter Moment von One-Touch-Fussball). Das Kneipenpublikum war sich einig: keiner von beiden hatte bis dahin eine sportliche Qualifikation fĂŒr die Champions League gezeigt. Erst in der zweiten Halbzeit wurde das Spiel ansehnlich. Das genĂŒgt den deutschen Medien, die einstmals Sportjournalismus betrieben, das Spiel (Endergebnis 3:3 nach zwei Toren in der Nachspielzeit) hochzujubeln, als sei Schland schon wieder Weltmeister.

Es ist die Ökonomie, die diese schlechte PR antreibt. (objektiv-kritischer Spielbericht hier) Ein Vorgeschmack auf das, was noch kommt: die Trump-WM.

Sollte Schland die Gruppenphase gegen Ecuador, CĂŽte d’Ivoire und Curaçao sensationell sportlich ĂŒberleben (nur ein Team muss dafĂŒr schlechter sein), stellt sich einer Einverleibung der BRD als dann mutmasslich 55. oder auch 60. Staat der USA sicher kein deutschen Leitmedium mehr entgegen.

Rechte Konstruktion – Beueler-Extradienst

Logbuch der Kritischen Masse: Kerbel AI und GEMA-Bockigkeiten
https://www.kritische-masse.de/logbuch/2025/11/kerbel/

Kurzes Update: Gema, Musiktexte Online, Idagio, Hörbar, mf:fm – Magazin fĂŒr freies Musiktheater. Alle hören keine Podcasts. – Stichworte: #Altpapier #Musiktexte #OpenAI #uebermedien #GEMA #nmz

So wird die ZDF-Mehrheit fĂŒr Merz gemacht

mit Update 27.10. und 30.10.

Soso, 63% meinen angeblich, der Herr habe “damit Recht”. Friedenspolitik macht doch auch keine*r, obwohl die Mehrheit das will. Mal abgesehen davon, dass ich bei solchen Telefonanrufen immer sofort grusslos auflege, wg. der vielen BetrĂŒger*innen von Indien bis Nigeria (alles Schwarze klar, das hört mann doch). Wie kommen die alten TV-Zuschauer*innen zu dieser Ansicht? Nichts ist leichter zu beantworten, als diese Frage. Und zwar mit dem ZDF-TV-Programm.

Wer guckt denn heute noch lineares TV? Die Alten. Und die sind die Mehrheit. Die JĂŒngeren gucken was Anderes. Oder gar nichts. Weil sie raus in die Stadt gehen, mit und ohne Bild derselben, um dort was Netteres zu unternehmen, als auf den Flachbildfernseher zu glotzen. Manche machen sich sogar einen Spass daraus, Alte zu erschrecken. Mann gönnt sich ja sonst nichts 
 Und vieles ist in der Stadt auch zu teuer fĂŒr junge Menschen.

Die Alten, die zuhause vor der Glotze sitzen, was sehen die von der Welt da draussen? Ja klar: Krimis. Gerne auch im ZDF. Das ist in diesem Jahr mal wieder MarktfĂŒhrer mit einem Marktanteil von 15% (nur das Hauptprogramm, ohne die NebenkanĂ€le ZDFneo, ZDFinfo usw.). FĂŒr die abgelaufene Woche habe ich stichprobenartig nur das ZDF-Hauptprogramm durchgezĂ€hlt: an 7 Tagen 40 Morde (mindestens; Serienmorde nur einfach gezĂ€hlt). Zum Vergleich: hier die Wirklichkeit der Kriminalstatistik 2024.

Ich bin selbst bekennender Barnaby-Fan. Von dem laufen montags immer drei 10-20 Jahre alte Wiederholungen hintereinander auf dem Nischenkanal ZDFneo. Der schlĂ€gt montags mit 1,5-2 Mio. Zuschauer*innen pro Folge jede ARD-Talkshow im Einschaltquotenrennen in die Flucht, dass die sich auf den ZDF-FĂŒhrungsetagen kaum noch einkriegen vor Begeisterung. Als Barnaby-Gucker versichere ich Ihnen: wenn es pro Folge nur 2 Morde sind, in der mittlerweile leergemordeten fiktiven Grafschaft “Midsumer”, dann ist das echt wenig. Ich bin 68. Das ist der junge Rand der ZDF-Kernzielgruppe.

Wenn ich König von Deutschland wĂ€re, wĂŒrde ich ein Mediengesetz erlassen, dass deutsche Medienanstalten nur noch so viele Morde zeigen dĂŒrfen, wie es tatsĂ€chlich gibt. Das ZDF wĂŒrde also freiwillig zumachen, weil es gar kein Programm mehr hĂ€tte, das es zeigen kann. Dann wĂŒrde wohl auch das elende Politbarometer verschwinden. Denn beim ZDF – und nicht nur da – sind sie ĂŒberzeugt: keine Morde? Dann guckt auch keine*r mehr. Es sind angeblich die Zuschauer*innen, die es so wollen. Und sich dann nicht mehr nach draussen trauen, auf dunkle Strassen und in dunkle Parks.

Dabei ist der gefĂ€hrlichste Ort zuhause, da, wo die Glotze mit den Krimis steht. Auch bei UnfĂ€llen ĂŒbrigens. Sind Sie mit einem Mann verheiratet/zusammenlebend? Dann ist Ihr Risiko nochmal höher. Noch nicht mal mehr Autos können die verkaufen 


Draussen in der bösen Stadt ist es also sicherer als zuhause. Das ist sogar in Brilon so. Und in Mainz, wo das ZDF in seinem Raumschiff auf dem Lerchenberg sitzt.

Update 27.10.

Es ist umgekehrt, als das ZDF behauptet

Mehr ĂŒber das “manufacturing consent” des ZDF finden Sie hier.

In § 6 Absatz 1 des ZDF-Staatsvertrages heißt es: “Berichterstattung und Informationssendungen haben den anerkannten journalistischen GrundsĂ€tzen, auch beim Einsatz virtueller Elemente, zu entsprechen. Sie mĂŒssen unabhĂ€ngig und sachlich sein. Nachrichten sind vor ihrer Verbreitung mit der nach den UmstĂ€nden gebotenen Sorgfalt auf Wahrheit und Herkunft zu prĂŒfen. Kommentare sind von der Berichterstattung deutlich zu trennen und unter Nennung des Verfassers als solche zu kennzeichnen.”

Entgegen der ZDF-Merz-Propaganda ist bei ihm selbst zu finden (Slideshow durchklicken!), dass 74% (!!) aller Befragten, in der Gegend, in der sie wohnen, „nicht so große“ oder „keine“ Probleme mit GeflĂŒchteten haben. Und 66% aller Befragten stimmen der Aussage zu, sie fĂŒhlten sich an öffentlichen Orten und PlĂ€tzen in der Regel „sehr sicher“ oder „eher sicher“.

“Viele, die Journalismus machen, sollten den Beruf jetzt dringend lernen.” (Friedrich KĂŒppersbusch)

Update 30.10.

Martin RĂŒcker/uebermedien schrieb gestern mutmasslich (Paywall) was Ähnliches. In einer Woche frei zugĂ€nglich (dann folgt hier der Link). Wie wenig diese publizistische Kriecherei dem ZDF nĂŒtzt, hat KĂŒppi gerade gezeigt. These meinerseits: der schlimmste Feind ist der im eigenen Stall.

So wird die ZDF-Mehrheit fĂŒr Merz gemacht – Beueler-Extradienst

Eigentlich ein perfektes Beispiel fĂŒr Beobachtung erster, zweiter und dritter Ordnung:

- Printmedien beobachten die Gesellschaft
- Stefan Niggemeier (Übermedien) beobachtet die Printmedien
- Bluesky-Follower beobachten Niggemeier

Aber kann man in dritter Ordnung ĂŒberhaupt noch von beobachten sprechen? Im Sinne von etw. bemerken, erfassen, verarbeiten, begreifen? Ein Pawlowscher Reflex ist keine Bobachtung.

#luhmann #uebermedien #beobachtungdesbeobachters

Höchste Zeit, Manuel #Ostermann auf seine Verfassungstreue zu ĂŒberprĂŒfen! Ein rechter Hetzer als Vize der #DPolG? #Ostermann, "ein extremes Beispiel fĂŒr ein umfassenderes Problem“ so #Uebermedien. MĂ€ĂŸigungs- und #ZurĂŒckhaltungsgebot, #NeutralitĂ€tspflicht #VerhĂ€ltnismĂ€ĂŸigkeitsprinzip

RE: https://bsky.app/profile/did:plc:2d4i6jgzxpxuwsttkark575m/post/3lzjtvx463s2m

@holgi #uebermedien

Was ist denn heute bei der Tagesschau in 100 Sekunden passiert?

„Von der... Ja eben, das ist doch Blödsinn. Ja. Ja, eben, habe ich mich auch gefragt. ” 01:26

https://media.tagesschau.de/video/2025/0923/TV-20250923-0818-2300.webxxl.h264.mp4

#uebermedien:
"
.. Normalerweise wĂŒrdigen Gerichte oder der Presserat das „publizistische Wirken“ von „Bild“-Vizechefin Tanja May und „Bunte“-Chefredakteur Robert Pölzer. Nun .. mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet.
"
https://uebermedien.de/107346/ehre-wem-aechtung-gebuehrt/

11.7.2025

HĂ€tt ich einen solchen Orden erhalten, tĂ€t ich ihn spĂ€testens jetzt zurĂŒckgeben.

#Bayern #BayerischerVerdienstorden #Medien #Politik #Presse #Spezlwirtschaft

"Bitte machen Sie weiter so": Verdienstorden fĂŒr schrecklichen Boulevardjournalismus

Bayerns MinisterprĂ€sident Markus Söder zeichnet "Bild"-Vize Tanja May und "Bunte"-Chefredakteur Robert Pölzer fĂŒr ihre Arbeit aus.

Übermedien