„Softdrinks sind das Alltagsgetränk der sogenannten Unterschicht, und durch die Abgabe sollen sie endlich kapieren, was für einen Mist sie da trinken.“
Gunnar Hick argumentiert genauso wie der Prof. in der Woche davor, als es um das #Rauchen ging, dass die Steuern nur der Unterschicht schaden würden.
Nun ist es aber so, dass die #Zuckersteuer dazu führen wird, dass die Hersteller weniger Zucker in die Getränke machen, denn dadurch ist ihr Produkt billiger und wird dann gekauft. So war es in anderen Ländern. Ich hatte das auch erst nicht verstanden und es hat mir hier jemand erklärt.
Gunnar Hick fand es unfair, dass die Fruchtsäfte nicht betroffen sind, denn in denen ist auch viel #Zucker enthalten. Dazu muss man sagen, dass viele Bioladeneinkäufer*innen wohl Schorlen trinken, d.h. der Zuckergehalt wird halbiert.
Ich habe als Student übrigens immer Fruchtsaftgetränk getrunken. Das war mit 60 Pfennigen billiger als der Apfelsaft, der 1 Mark kostete. Obwohl ich Mathe studiert habe, ist mir spät aufgegangen, dass ich auch den Apfelsaft hätte kaufen und zu Hause verdünnen können.
Irgendwann hatte ich das aber zu Ende gedacht und habe den Apfelsaft in unendlicher Verdünnung getrunken. Der kommt bei mir nämlich aus der Leitung: #Leitungswasser. Kein Zucker, keine Transportkosten, kein Schleppen. Einfach schön.
Kan die Unterschicht, die Mittelschicht und die Oberschicht trinken. Noch.
Ansonsten würde ich gern wissen, wie die taz-Kommentatoren sich das denn sonst vorstellen würden: Wie bringt man Menschen dazu, sich nicht selbst auf Kosten der Allgemeinheit umzubringen.


