Guten Morgen aus einem kleinen Flecke EU inmitten Londons.
Ich habe es geschafft und bin eingebucht für den 13:01-EST nach Brüssel. Hoffen wir mal, dass die Störung gut behoben ist, Pünktlichkeit würde mir nämlich gut taugen.
Der Weg nach London war aber sehr angenehm, das kann ich schon positiv vom heutigen Tage verbuchen.
Spontan zu entschieden, eine halbe Stunde früher zu fahren, wurde belohnt, denn Chiltern kam mit einem lokbespannten Zug in Birmingham Moor Street an. So geht es herrlich bequem bei klarem Himmel durch die angerauhreifen Chiltern. Herrlich, mal nicht die ganze Zeit auf einem Dieselmotor zu sitzen.
Von Marylebone spaziere ich rüber nach Paddington; dann geht’s althergebracht mit  Elizabeth Line und Thameslink nach St Pancras.
Die Schlange formt sich gerade und nach 25 Minuten hab ich es in bequeme Gefilde geschafft.

#postchristmas

Mangels besserer Alternativen und weil wir bis Shrewsbury auch wiedergut Verspätung aufgeholt haben, steige ich dort um in einen neueren 196 von West Midlands (hier strahlt das Orange so richtig schön) und fahre zurück nach Birmingham. Nur Diesel heute. Auch verrückt.
Hinten dran fährt 5 Minuten später ein Zug über Tame Bridge. Ich weiß nicht, ob und wie außergewöhnlich das ist, aber das wäre Streckenkarte im Dunklen und das ist doof.

#postchristmas

Die Fahrt nach Wales hatte zwei Gründe.
Erstens kann ich mit dem Abschnitt Newport–Hereford eine der letzten größeren Lücken im walisischen Streckennetz schließen.
Zweitens wird diese Leistung mit dem HST von Transport for Wales gefahren. Also gäbe es eine Lokomotive, einen Wagenzug mit erste Klasse Wagen und (und darum geht’s) ein Bordrestaurant, in dem man – im Gegensatz zu anderen Betreibern – zwar bezahlen muss, aber es sich wohl auch gut speisen ließe in den 3 Stunden bis Manchester.
Leider kommt dann kein HST sondern ein 197 mit 2 Wagen um die Ecke. Dementsprechend voll ist es, nach den ersten Halten kehrt aber zum Glück wieder Ruhe ein.
Ich überlege nun, wie weit ich im Dunkeln mitfahre, in Manchester hab ich auch keinen guten Anschluss an einen Avanti mit Versorgung, also kann ich auch einfach etwas eher abdrehen.
Positiv bleibt aber, dass ich im wieder schwindenden Licht des Tages noch die nette Strecke anschauen konnte. Hier stehen sogar Felder unter Wasser. Verrückt.

Das Anhalten ist auch immer schön. Zug hält an, Guard steigt aus dem hinteren Führerstand aus, schaut, ob alles ok ist, gibt dann die Türen frei.

Wedi sylwi, Wedi Sôn, Wedi Sortio.

#postchristmas

Ab Stourbridge wird die Landschaft ländlicher, aber sehr ansehnlich. Ein weiteres Mal dient eine West Midlands Class 172 der Weiterfahrt nach Worcester. Dank herausragender Pünktlichkeit hätte ich sogar in Droitwich Spa noch mal umsteigen können, in einen weiteren Zug direkt nach Worcester Foregate Street. Dafür muss ich auch wiederkommen. (Aber hab ich schon mal gesagt, dass ich UK und die Orange-violetten West Midlands Züge mag?)
Es geht also mit Richtungswechsel über Worcester Shrub Hill, in Foregate Street wird essen geholt, dann geht’s mit einer Class 158 von Great Western (äußert bequeme Sitze) über Shrub Hill erneut nach Gloucester und dort mit einer weiteren 158 von Transport for Wales(großer See auf dem Weg, voll cool) weiter nach Newport im Süden Wales.
Mit dem verpassten Anschluss hätte ich über Hereford fahren können, aber mit diesem Weg, den ich gestern erst herausfand, gibt es mehr neue Strecke.
Zum Glück ist der TfW Zug nicht überfüllt, denn der CrossCountry vorher nach Cardiff ist bereits ab Birmingham im Ausfall. Den hätte ich aber sowieso nicht bekommen.

#postchristmas

Aus Stratford-upon-Avon gibt es noch eine weitere Strecke, leider bei Hatton mit zwei Kurven, also muss ich noch mal wieder kommen, wenn Chiltern da wieder fährt. Mit einem aufgemöbelten West Midlands Class 172 geht es nun auf diesem Weg zurück durch Birmingham, dann weiter durch urbanisierte Gegend nach Stourbridge Junction. Bis in die Gegend soll auch noch viel an der Tram ausgebaut werden, ich bin gespannt!
Wenn eins schon mal hier ist, sollte eins unbedingt auch den Pendel nach Stourbridge Town mitnehmen. Man ist hier stolz auf diese kürzeste Stichstrecke mit ihrem dichten Takt auch wenn meist nur eine einstellige Anzahl Personen in dem Zug sind.

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Guten Morgen von der Shakespeare Line.
Heute steht ein bisschen West Midlands Railway zum Start des Tages auf dem Programm. Ich gehe zum dritten Bahnhof in Birmingham, der für mich gut zu Fuß erreichbar ist, Snow Hill.
Der Eingang liegt in einem Hochhaus, dann folgt eine längere Traverse, bis man am eigentlichen Stationsgebäude ist.
Es gibt dann zwei Mittelbahnsteige, das äußere Gleis südwärts ist allerdings abgezäunt. Beide liegen unter einem Parkhaus.
Die Strecke verläuft angenehm durch die Stadt und die Vororte, dann raus ins ländliche, wobei die Stationen immer noch dicht aufeinander folgen. Die meisten sind ehrenamtlich gepflegt und mit einem Shakespeare-Aufstellet geschmückt.
In The Lakes kann von 5 Wagen nur einer zum aussteigen genutzt werden. Das ist auch eher wild. Die eingesetzten Class 172 haben ihre beste Zeit aber leider auch schon hinter sich.

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Von Paddington geht’s auch gleich wieder mit der  Elizabeth Line zurück nach Farringdon, nach einigem Überlegen nehme ich den einfachen Weg mit interrailakzeptierenden Verkehren.
In Farringdon bin ich maximal ungünstig für den Übergang zum Thameslink, auch da verwechsel ich wieder die Fahrtrichtung. Manches ändert sich einfach nicht. Mit einem unfassbar langen 12-Wagen Zug geht es dann eine Station nach St. Pancras, über die Straße und dann auf zum Abendessen in einen LNER Azuma nach Leeds. Im Dunkel nutze ich da wieder bekanntere Strecke.

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Die eben erwähnte parallele Strecke ist die -Mildmay Line von Stratford. Dorthin wird mit Oberleitung gefahren, und es geht dahin. Ich lasse den ersten Zug ziehen, zu voll und wegen Verspätung kommt eh gleich der nächste. Dazwischen wurde natürlich noch eine Leerfahrt gedrückt.
In Stratford folge ich der Beschilderung durch eine ziemlich enge Unterführung bis zur Elizabeth Line . Der Bahnsteig ist geteilt mit der Tube, die macht dann sogar die Türen zu beiden Seiten auf.
Wieder ist viel los, liegt auch wieder an einer Verspätung. Ich lasse wieder einen Zug durch, der folgende bis Paddington reicht mir und der ist im Hauptabschnitt dann fast nur noch zum Ausstieg unterwegs.
Immer wieder krass zu sehen, was für Tempel hier errichtet wurden und wie viele Züge (zumindest östlich von Paddington) hier unterwegs sind.

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Die Windrush Line von  (London Oberground) hat praktischerweise einen Ast, der in West Croydon endet. Es geht dann einmal den kompletten Linienverlauf mit vielen Halten durch. Gerade in der Anfangsphase wird nicht mal richtig beschleunigt, Zeit ist trotzdem.
Dann geht’s in den Tunnel unter der Thames durch, hier sind die Bahnsteige alle zu kurz für die eingesetzten 5-Wagen-Züge.
Nach einer kurzen parallelen Streckenführung endet die Windrush-Line in Highbury&Islington. Genauso im Nichts, wie sie begann.
Das orthogonale Sitzen ist auf Dauer anstrengend und von der spannendes Strecke nördlich von Whitechapel bekomme ich wegen vieler Reisender nichts mit.

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Mit dem Gatwick Express, der sich doch ganz gut gefüllt hat, komme ich schnell und entspannt in London Victoria an. Ich lasse mir einmal die Gateline öffnen, um im Bahnhof die Toilette und den Salisbury für einen Meal Deal aufzusuchen.
Danach geht es zurück, diesmal ist der Southern auch ein echter grüner Souther. Er spielt den Suburb-Zug und fährt mit allen Halten zwischen Victoria und West Croydon. Der Fahrplan hat super viel Puffer, mehrfach stehen wir lang am Bahnhof (um dann einige Sekunden zu früh abzufahren).
Als Nächstes geht es mit etwas Overground weiter.

#postchristmas