"Ohne Haut, die man streicheln könnte, ohne Restaurantessen, das man riechen könnte, und ohne soziale Aktivitäten, die das Taktile und Olfaktorische verbunden hätte, scheint die Musik gewissermaßen als Ersatz eingesprungen zu sein."
Musikhistoriker und Geiger Mark Seow reflektiert, wie sich seine Wahrnehmung von Musik in einer Zeit verändert hat, als andere Sinne zurückstecken mussten ⬇️

Covid-19 berühren und riechen – durch das Schreiben über Musik
Als Geiger und Musikhistoriker bewege ich mich häufig zwischen zwei Zuständen. Da ist die Lebendigkeit des gegenwärtigen musikalischen Moments – des „Jetzt“ –, in dem die Finger hastig trillern, der Bogen zittert und der Schweiß von der Stirn auf den Bühnenboden tropft. Es ist ein Augenblick, der in einer Nanosekunde zerreißen könnte, die Luft durchschnitten...






