Der Kulturkampf der Status quo-Pseudomitte (#merzrevolution) wird dann verständlich, wenn man akzeptiert, dass sich der prinzipienlose Opportunismus wie kein zweiter nach Gesten, Bildern und Identität sehnt - also nach Explizitmachungen seiner Privilegien, die implizit ohnehin immer fraglos weiter bestanden haben und bestehen.
Es geht im diesem Kampf gar nicht um eine eigene, vermeintlich bedrohte, Kultur - sondern nur darum, dass "die anderen" gefälligst auch kein expliziteres Set an Gesten, Bildern und Identitäten haben sollen, als man selber hat.
Die Tragik einer Hegemonie, die denen außerhalb auch noch ihre Copingmechanismen zerstören muss.
Dabei wäre es wirklich so einfach, konservativ zu sein, wenn man die nötige Coolness dazu mitbrächte.