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Die 32. Ingolstädter Literaturtage laden von 4. bis 13. April in die Donaustadt. Ab sofort gibt es Tickets für das hochkarätig besetzte Festival mit u.a. Ingeborg-Bachmann-Preisträger 2024 Tijan Sila und und der Trägerin des Deutschen Buchpreises 2024, Martina Hefter (»Hey guten Morgen, wie geht es dir?«). Dazu: ein Festival im Festival, kuratiert von Lena Gorelik.

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Ingolstadt lädt zum Lesefest - auxlitera ★ literatur, buch & bildung • ᴀᴜɢsʙᴜʀɢ & ʙᴀʏᴇʀɪsᴄʜ-sᴄʜᴡᴀʙᴇɴ ɴᴏʀᴅ

Literatur und Buchkultur in Augsburg und Region. Termine, Neuerscheinungen, Video- und Fragebogen-Kolumne.

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*Es gibt Fehler im Leben, die man nicht wiedergutmachen kann. Obwohl man alles dafür tun würde.*

*Manchmal ist es schwer, an das Gute danach zu glauben. Und vielleicht gibt es das nicht, das Gute danach.*

*Die ewige Frage ist doch die: Ob Liebe alles übersteht?*

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Live on Stage #RainaldGrebe und #LenaGorelik am 26.4.23 bei der interaktiven #Live #Cosmic #Radioshow von #theaterrampe. Weitere Veranstaltung von @LVBWBerlin unter🔎 https://t1p.de/u05bd
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Ihr Event. Ihre Zimmer. Unsere Sonnenseiten. Herzlich willkommen in Baden-Württemberg. Um Ihnen entgegen zu kommen, haben wir einen Teil des Landes an den Berliner Tiergarten verlegt. Dort machen wir aus Ihrem Anlass eine unvergessliche Veranstaltung. Atemberaubende Architektur. Amtliches...

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Abtreiben. Etwas in die andere Richtung treiben, ins Zurück. Ins als wäre es niemals passiert. Und weil das häufig genug nicht gelingt, selbst abtreiben, vom Kurs des „Normalen“, von einer Vorstellung in der richtig das Gegenteil von falsch ist, in der es eindeutige Antworten gibt.
Ich habe Charlotte Gneuß mit einem sehr lesenswerten Text in der aktuellen Ostragehege entdeckt und weil mich die Person interessierte, die hinter diesem besonderen Text steckte, habe ich ein wenig recherchiert. So kam es, dass wenig später „Glückwunsch. 15 Erzählungen über Abtreibung“ auf meinem Lesestapel lag. Ich hatte schwere und traurige Berichte erwartet, darüber wie Frauen freiwillig oder gezwungenermaßen abtreiben. Das Buch ist aber ganz anders. Viel besser und viel mehr.
Den Herausgeberinnen geht es mit dieser Anthologie darum, ein Tabu zu brechen, indem man als Leser:in mit möglichst vielen Menschen darüber ins Gespräch kommt, was Abtreibung ist, was die Entscheidung für oder gegen eine Schwangerschaft bedeutet. Darum steckt hinter dem Umschlag mit den Regenbogenfarben eine ebenso bunte Mischung aus fiktiven und dokumentarischen Geschichten. 15 Stimmen, die sich einmal näher an den Tatsachen orientieren und ein anderes Mal auf mehr oder weniger fiktive Weise versuchen sich dem Thema zu nähern und/oder eine Verbindung zu schaffen, die Erfahrungen in all ihrer Vielschichtigkeit zu teilen. Gegen die Vereinzelung.
Gneuß selbst hat einen Text beigetragen, der sich Interviews verdankt. In Toiletten von Cafés und an anderen Orten hat sie ihre Adresse hinterlassen mit der Bitte, dass man ihr die eigenen Geschichten von Abtreibung erzählt, aus diesen Interviews setzt sich ihr Text zusammen. Andere Autor:innen gehen ganz anders an das Thema heran. Yael Inokai z.B. erzählt von einer Vertreterin von Absauggeräten für den häuslichen Gebrauch, in Daniel Schreibers Geschichte erzählt ein Freund, der vielleicht den falschen Ratschlag erteilt hat. Das Ausmaß der Entscheidung, die Tatsache, dass es kein richtig oder falsch gibt wird hier schmerzhaft deutlich. Vor allem aber die Einsicht, wie eine Entscheidung für ein noch nicht geborenes Lebewesen, die eigenen Zukunftspläne zerstören kann. Wie aus einer Entscheidung für das Kind eine gegen den eigenen Lebensentwurf werden kann.
Lena Goreliks Geschichte bringt in berührender Weise erschütternde Fakten mit dem Bewusstsein für das Fehlen eines Wissens um die Geschichten hinter diesen Fakten zusammen.
Jede Geschichte erzählt auf ihre Weise, weil es schier unendlich viele Möglichkeiten gibt, darüber zu schreiben, so viele wie es immer noch und immer wieder Gründe gegeben hat und gibt, darüber zu schweigen. Und so ist jede dieser Geschichten zumindest auch das: die Möglichkeit das Schweigen zu brechen, dem Tabu eine Geschichte entgegen zu setzen. Eine eigene oder eine ausgedachte, eine die gut ausgeht, oder wenigstens endlich Worte dafür findet, was nicht gut ausgehen konnte und warum.
Es sind Geschichten in denen Frauen allein gelassen werden mit der Entscheidung für oder gegen ein Kind, und die spürbar machen, wie sich die Ohnmacht gegenüber Ärzten, Behörden, Freunden und Verwandten anfühlen kann.
Für „Glückwunsch 15 Erzählungen über Abtreibung haben Charlotte Gneuß und Laura Weber beeindruckende Geschichten versammelt, kurz oder lang, faktenreich oder voller Möglichkeitssinn.

Weiterführend: ein Podcast über die Geschichten und mit Charlotte Gneuß, einer der Herausgeberinnen.

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