Stmk

Künstliche Schneebänder zwischen wildem Frühling. Beruflich Köstliches, privat Schwebendes.

Wie der Frühling schon wieder an mir vorbei geht, denke ich. Es wäre doch… aber halt. Muss ja.

#fragmente #imZug #steiermark

So oder so

So ein Tag ist das also, dachte ich, als ich nach nicht ganz 6 Stunden Schlaf morgens um halb 8 am Bahnhof vor der wegen Umbau geschlossenen Bäckereifiliale stand, nachdem ich den Kaffeekauf bei der anderen wegen langer Schlangen verworfen hatte, die sich wohl deshalb gebildet hatten, weil die zweite Filiale eben nicht geöffnet hatte. Neben der geschlossenen Bäckerei die Rolltreppe nach […]

#arbeitsausflug #imZug #wels

Immerhin Sonne

Auf dem Weg zum Zug in aller Früh wohlwollend die Sonne gelobt, doch rund um St. Pölten ist der Nebel so dicht, dass man kaum über das andere Gleis drüber sieht. In Oberösterreich ist er etwas dünner, aber nicht sehr.

Beruflich hochinteressanter und nur leicht anstrengender Termin, während ich telefonisch private Probleme schaukle und gleichzeitig versuche, doch noch was zum […]

#imZug #Linz #wetter

Stuttgart 26

Das muss ich malen, denke ich morgens beim Blick aus dem Fenster, der Anblick ist BAWÜ durch und durch. Vielleicht noch einen Kirchturm dahinter setzen, der wie die Häuser selbst mit müden Augen die Beobachtenden beobachtet. Schwarz, weiß, beige, ein paar rote Highlights für die Häuseraugen.

Zu packen ist nicht viel nach 2 Tagen, ich fühle mich hocheffizient und doch verloren. Das […]

#deutschland #imZug #stuttgart
Zwei jungsche Business-Schlipsis neben mir. Sie unterhalten sich erstmal darüber, wie sweet es ist, dass ihre Kinder jetzt krabbeln und laufen können.
Nichts ist schöner, als die eigenen Vorurteile widerlegt zu sehen 😏
#imZug

Am Wasser

Es war Zeit, endlich mal den Sommerfrischler zu besuchen. Zuvor noch ein Ausflug zum Markt, weil sowohl seine als auch meine Küche noch Leerstellen hatte. Der Mann mit dem Sauerkraut war allerdings auf Urlaub, zum Glück wurde ich diesbezüglich im polnischen Supermarkt fündig.

Dann auf zum Bus. Alles war brennheiß, und ich war dankbar, dass die Haltestelle im Schatten liegt. Befürchtungen […]

#genuss #imZug #Menschen #niederösterreich

Viel Gegend im Vorüberfahren

Dieses Burgenland hat überhaupt so viel Gegend, dass ich erstmals in vielen Jahren an die Anschaffung eines Fahrrads gedacht habe. Im Vorüberfahren. Vielleicht mach ich das wirklich. Oder ich miete mir im August eins, für ein paar Tage.

Der burgenländischen Hauptstadt sind sogar neue Viertel gewachsen, seit ich das letzte Mal dort war. Das ist natürlich auch Jahrzehnte her.

Die […]

#Burgenland #Eisenstadt #imZug #öbbHäusldeko

Wochenenden in Zügen. Und so viel weiter weg.

#iceleseliste #imzug #gehdenkenunterwegs #summerreads #dergottdeswaldes #lizmoore

Daheim in fremden Welten

Als ich in den Zug nach Frankfurt stieg, war ich geistig schon vorab erschöpft von der bevorstehenden Messe. Ich hatte nicht genug Zeit gehabt, mich wie gewohnt ausführlich vorzubereiten, neben beruflichen zerrten auch private Themen an meiner Aufmerksamkeit, und die Aussicht von zwei Riesenmessen in nur einem Monat, natürlich neben all den normalen Anforderungen, war nicht besonders prickelnd.

Immerhin konnte ich diesmal guten Gewissens mit dem Zug fahren, das Fliegen ist offenbar teurer geworden, der Bahn-Preis führte zu keinen beruflichen Diskussionen. Sechseinhalb Stunden wurden zu siebeneinhalb, bis zur Grenze war der Zug pünktlich gewesen, danach sammelte er minutenweise Überzeit. Die Fahrt war sonnig.

Nach etwas Arbeit gönnte ich mir rollende Strickzeit, mit Hörbuch im Ohr. Der ICE blieb durchgehend voll, am Schluss war ich rech froh, aussteigen zu können. Mir fehlte dann sogar die Geduld, den beeindruckenden Frankfurter Hauptbahnhof ohne Autos abzulichten.

Gegen Mitternacht im Hotel, das, besonders aus Sicht des Reisebegleiters, eher ein Fehlgriff. Mir ist sowas ja weitgehend egal, solange es sauber, halbwegs ruhig und gut erreichbar ist.

Am nächsten Tag die Messe. „Ich brauche 10 Minuten, um anzukommen,“ sagte ich zum Begleiter, es dauerte aber dann nicht einmal eine halbe, bis mir der erste zu fotografierende Kontakt überden Weg lief. Noch unsortiert, ließ ich das Notizbuch auf der Suche nach der Kamera fallen, während ich gleichzeitig ein offenes Schuhband bemerkte. „Kann ich ihnen was abnehmen?“ fragte der Kontakt, – „Höchstens mei påtscherte Art“, sagte ich, „Na danke, ich hab selber schon 2 linke Händ“, sagte der Kontakt. Ein nebenstehender, hier Einheimischer nahm das zum Anlass, einem jungen Kollegen die Feinheiten der österreichischen Sprache zu erklären.

Frisch sortiert und mit dem ersten Foto im Kasten ließ ich mich dann von der Messe verschlucken, zu meiner Überraschung zickten in den folgenden Tagen weder die Füße noch Kreuz oder Schultern, und der Geist schon gar nicht. Diese unerwartete Wendung verblüffte mich auf positive Art und Weise.

Nur die Hoffnung auf Nach-Messe-Arbeit blieb auf der Strecke; hier ein Abendessen, dort eine Standparty, kann man auch nicht auslassen, sonst ist zum Schluss noch jemand beleidigt. Das Wetter dabei durchgehend ungewohnt kühl, nur einmal in einem Sonnenblick zwischen den Wolken das Gefühl, dass der Sommer doch langsam kommt.

4 Tage, 80298 Schritte, 659 Fotos (von denen anderswo noch Professionelleres zu sehen sein wird) und ungezählte Gespräche später stand ich wieder am Bahnhof. Die Fahrt diesmal mit umsteigen in Hanau, warum hatte ich nicht hinterfragt, ich merkte erst im ICE, dass der ja auch direkt in Frankfurt gehalten hätte.

Die Auslastung des Zuges erlaubte nur einen Teil der Arbeit, die ich unterwegs gerne machen wollte, der Rest hätte mehr Ausbreitung benötigt, als Platz zur Verfügung stand. Ich griff also ohne schlechtes Gewissen bereits vor Nürnberg wieder zum Strickzeug und gönnte mir später, als der Speisewagen endlich aufmachte, noch ein Starnberger Helles.

#arbeitsausflug #Frankfurt #imZug #stricken

Südwärts, nur kurz

Eine Veranstaltung, die ich in Wien verpasst habe, wird in Graz wiederholt. Ich leiste mir den Luxus, ohne Laptop loszufahren, und lade schon vorab „Joy in the Morning“ auf den Kindle1.

Der Zug ist halbleer, obwohl er als so gut wie ausreserviert angezeigt wurde. Das ist mir auf der Südstrecke schon mehrfach aufgefallen, reservieren da Menschen auf gut Glück oder steckt ein Fehler im System?

Die Veranstaltung ist nett und schnell abgehandelt, dann noch durch die Grazer Innenstadt spaziert. Das gut sortierte englische Buchgeschäft ist nicht mehr, das sympathische kleine Wollgeschäft geschlossen. Dafür vom Hauptplatz ein gutes Brot und im Kunsthaus ein paar Ansichtskarten und das Jahresprogramm mitgenommen.

Unerwartet langes Warten auf den Zug zurück nach Hause. Im Wagen hört jemand Hiphop ohne Kopfhörer, und als ich am Semmering schließlich in den Speisewagen flüchte, eine Meta-Beziehungsdiskussion am Nebentisch, die sich duch und durch bekifft anhörte, aber ich fürchte, das blutjunge Pärchen war einfach so.

Dafür, immerhin, ein kleines Pilsner vom Fass.

  • Die Lektüre zieht mich nicht ganz so in den Bann wie das Vorgängerbuch, vielleicht weil junges Familienleben im Midwest nicht so interessant für mich ist, oder vielleicht liegt es einfach an der Kürze. ↩︎
  • #gelesen #graz #imZug

    Joy in the Morning (Smith novel) - Wikipedia