Olaf Scholz‘ Mitleid mit den russischen Angreifern

Was älteren Herren wohl so durch den Kopf geht, wenn sie ins Plaudern kommen?

Olaf Scholz hat mal wieder etwas gesagt. Etwas, das hängen bleibt. Im TV-Duell mit Friedrich Merz kam das Thema Ukraine auf – und Scholz betonte, dass hunderttausende Menschen durch den russischen Angriffskrieg gestorben sind. In der Ukraine und, ja, auch auf russischer Seite.

Nun könnte man meinen, das sei eine ausgewogene Aussage. Klingt ja fast neutral, fast staatsmännisch. Aber warum überhaupt diese Neutralität? Warum die extra Erwähnung der „mehreren hunderttausend Russen“, die als Angreifer gefallen sind?

Es ist der alte Scholz-Reflex. Möglichst vorsichtig, möglichst abwägend, möglichst nicht zu deutlich. Bloß nicht den Eindruck erwecken, dass Deutschland Partei ergreift – obwohl es genau das längst tut. Hilfe für die Ukraine? Erst, wenn der Druck zu groß wird. Leopard-Panzer? Erst, als nichts mehr anderes ging. Taurus-Marschflugkörper? Bis heute nicht.

Dabei ist die Lage doch eigentlich ziemlich klar. Die ukrainischen Streitkräfte verteidigen ihr Land. Die russischen Streitkräfte? Sie haben das Ziel, die Ukraine zu zerstören.

In den sozialen Netzwerken brachte es jemand auf den Punkt:

„Die ukrainischen Streitkräfte verteidigen ihr Land und ihre Menschen gegen die russische Invasion.
Die russischen Streitkräfte haben sehr klar die Vernichtung der Ukraine als Ziel definiert.

Nicht das erste Mal, dass Scholz Verteidiger und Aggressoren gleichsetzt.

Dagegen klingt Scholz‘ Wortwahl fast schon versöhnlich. Dabei ist dies kein „Konflikt“ zwischen zwei gleichwertigen Parteien, die halt ein bisschen Ärger miteinander haben. Es ist ein Vernichtungskrieg. Ein großer Teil der russischen Bevölkerung steht derart stark hinter dem russischen Angriffkrieg, dass man hier doch etwas vorsichtig mit seiner Wortwahl sein sollte, besonders wenn man sich als besonnener Kanzler inszenieren möchte.

Schon wirklich auch sehr betrüblich, dass so viele russische Angreifer ihren Angriff nicht überlebt haben.

Und wenn der deutsche Kanzler sich immer wieder so neutral gibt, dann stellt sich die Frage: Warum eigentlich?

Unverantwortlich. Punkt.

Nach dem Krieg, sollte er irgendwann einmal vorbei sein, da wird die Zeit kommen, wo man dann um jedes Menschenleben trauern kann und muss, unabhängig von seiner Herkunft. 

Aber momentan, wo man nicht weiß, ob die Ukraine in ein paar Monaten überhaupt noch existiert und der russische Imperialismus vielleicht auch das Baltikum oder andere Länder angreift, ist einfach nicht die Zeit für solche unbesonnene und unreflektierte scheinbare Neutralität.

Aber gut, man kann es ja Herrn Scholz nicht zum Vorwurf machen. Was weiß ein einfacher Bundeskanzler schon davon. Er wird ja nicht jede Nacht in Charkiw von den russischen Soldaten, um die er so trauert, bombardiert.

So, Herr Scholz, fällt einem „Besonnenheit“ sehr leicht. Schlafen Sie sanft in Ihrem – derzeit noch – sicheren Berlin, dem sich die russischen Angreifer bislang noch nicht zugewandt haben.

Ja, Herr Scholz, der Krieg ist für beide Seiten nicht so toll. Für die Opfer ist er schlimm. Und die armen Angreifer leiden auch, weil die Opfer sich so unerhört wehren. Wie gut, dass Sie auf diese Problematik aufmerksam machen.

Haben Sie eigentlich mitbekommen, dass die Russen, die Angreifer, die, deren Leid Sie ja auch immer gerne erwähnen, keineswegs vorhaben, aufzuhören?

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https://twitter.com/BohuslavskaKate/status/1888990002761408891?t=XI4YbywbBrlMLolnjCCCOw&s=19

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Dieter (@lefthand_69) on X

die ukr. streitkräfte verteidigen ihr land und menschen gegen die russ. invasion. die russ. streitkräfte haben sehr klar die vernichtung der ukraine als ziel definiert. nicht das erste mal, dass scholz verteidiger und aggressoren gleichsetzt. unverantwortlich. punkt.

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Die Halbherzigkeiten des „Friedenskanzlers“

Symbolbild: Olaf Scholz

Die Bundesregierung unter Olaf Scholz präsentiert sich auf der internationalen Bühne mit einer eigenwilligen Mischung aus Symbolik, Rhetorik und Zögerlichkeit. Trotz groß angekündigter „Zeitenwende“ bleibt Deutschland unter Scholz in der Ukraine-Politik weit hinter seinen Möglichkeiten zurück – eine Politik der Halbherzigkeit, die weder den geopolitischen Realitäten noch Deutschlands Verantwortung als führende Industrienation gerecht wird.

Die Unterstützung der Ukraine: Zahlen im Kontext

Auf den ersten Blick erscheinen Deutschlands Unterstützungsleistungen für die Ukraine beeindruckend. Laut offiziellen Angaben hat Deutschland seit Kriegsbeginn militärische, finanzielle und humanitäre Hilfe in Milliardenhöhe geleistet. Im europäischen Vergleich rangiert die Bundesrepublik nach absoluten Zahlen auf einem vorderen Platz, doch im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) und zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit bleibt Deutschland weit hinter seinen Möglichkeiten zurück.

Länder wie die baltischen Staaten, Polen oder auch das kleinere Norwegen leisten, gemessen an ihrem BIP, eine weitaus größere Unterstützung. Auch Großbritannien und die USA haben deutlich mehr geliefert, was sowohl Waffen als auch politische Entschlossenheit angeht. Scholz’ Regierung verweist gern auf qualitative Aspekte, etwa die Bereitstellung moderner Luftverteidigungssysteme wie IRIS-T. Doch es fehlt an Geschwindigkeit, Konsequenz und strategischer Klarheit.

Die Halbherzigkeit eines „Friedenskanzlers“

Scholz versucht, sich als „Friedenskanzler“ zu inszenieren – ein Titel, der ihm angesichts der aggressiven Expansionspolitik Russlands und des andauernden Leids in der Ukraine nicht zusteht. Seine Entscheidung, der Ukraine keine Taurus-Marschflugkörper zu liefern, wird von der Bundesregierung mit „Eskalationssorgen“ begründet. Doch diese Logik steht auf tönernen Füßen: Es ist Russland, das seit Kriegsbeginn immer wieder und ununterbrochen eskaliert, nicht die Ukraine oder der Westen.

Die zögerliche Haltung wird oft damit erklärt, dass Scholz Rücksicht auf den russlandfreundlichen Flügel der SPD nimmt, der tief in einer „Entspannungspolitik“ des Kalten Krieges verhaftet bleibt. Doch diese Realitätsverweigerung wird den gegenwärtigen Umständen nicht gerecht. Angesichts eines russischen Regimes, das imperialistische Ambitionen offen zur Schau trägt und faschistische Züge angenommen hat, wirkt Olaf Scholz‘ Zaudern nicht nur unangebracht, sondern geradezu gefährlich.

Die moralische Verantwortung Deutschlands

Als europäische Führungsnation trägt Deutschland eine besondere Verantwortung. Die Zeitenwende, die Scholz in einer historischen Rede ausrief, sollte ein Paradigmenwechsel sein: weg von der Zurückhaltung, hin zu einem klaren Bekenntnis für Frieden und Sicherheit. Doch bislang bleibt diese Zeitenwende überwiegend ein rhetorisches Konstrukt.

Die moralische Verantwortung Deutschlands ergibt sich nicht nur aus seiner wirtschaftlichen Stärke, sondern auch aus seiner historischen Rolle. Der Holocaust und die Verbrechen des Zweiten Weltkriegs mahnen, Diktaturen und ihre Verbrechen nicht zu tolerieren. Dass Scholz in der Unterstützung der Ukraine kontinuierlich auf der Bremse steht, während Russland die europäische Friedensordnung systematisch zerstört, ist ein Verrat an dieser Verantwortung.

Fehlender strategischer Weitblick

Die zögerliche Ukraine-Politik offenbart einen eklatanten Mangel an strategischem Weitblick. Scholz scheint die Bedeutung eines klaren Sieges der Ukraine für die Zukunft Europas und die globale Sicherheitsarchitektur zu unterschätzen. Die westliche Unterstützung ist nicht nur moralisch geboten, sondern auch im ureigenen Interesse Deutschlands. Ein Sieg Russlands würde nicht nur weitere russische Aggressionen wahrscheinlicher machen, sondern auch Deutschlands Sicherheitslage nachhaltig destabilisieren.

Die Kanzlerschaft der kleinen Schritte

Scholz’ Führungsstil ist geprägt von Kompromissen, Abwarten und einer fast reflexhaften Aversion gegen entschlossenes Handeln. Seine Kanzlerschaft gleicht einem Stolpern von einer Notlösung zur nächsten. Doch diese Haltung reicht in einer Zeit multipler Krisen nicht aus. Führungsstärke erfordert Mut, klare Entscheidungen und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und kommunikativ dem Volk zu vermitteln. Scholz zeigt all das nicht – und gefährdet damit nicht nur Deutschlands Ansehen, sondern auch die Stabilität Europas.

Die Zeitenwende bräuchte Rückgrat

Olaf Scholz hat eine historische Chance, Deutschland als verlässlichen Partner und strategischen Akteur zu positionieren. Doch seine zögerliche Ukraine-Politik und die gebremste Zeitenwende offenbaren ein gravierendes Defizit: fehlende Zivilcourage. Deutschlands Unterstützung mag in absoluten Zahlen groß erscheinen, doch im Verhältnis zu seiner Verantwortung und seinen Möglichkeiten bleibt sie klein. Die Geschichte wird Scholz nicht für seine Vorsicht bewerten, sondern dafür, ob er den Mut hatte, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Was er jetzt braucht, ist nicht mehr Taktieren, sondern eines: Rückgrat.

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Ukraine-Krieg - Bilaterale Unterstützung für die Ukraine 2022/2025| Statista

In der bilateralen Unterstützung der Ukraine zählen die USA zu den größten Geldgebern. Im Ländervergleich zahlten die USA bereits rund 119 Milliarden Euro.

Statista

Deutschlands zögerlicher Kanzler in Kriegszeiten

Symbolbild: Olaf Scholz in einem Sessel

Olaf Scholz steht in der Kritik, und zwar nicht nur innerhalb Deutschlands, sondern auch bei internationalen Verbündeten. In einer Zeit, in der Europas Sicherheit und Stabilität durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine massiv bedroht wird, wird die Rolle der deutschen Regierung genau beobachtet. Dabei erweckt Scholz immer wieder den Eindruck, als sei er von der strategischen Bedeutung der Krise und dem Ausmaß der Bedrohung für Europa nur schwer zu überzeugen. Norbert Röttgen, CDU-Politiker und ehemaliger Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, fasst die Stimmung vieler deutscher und internationaler Kritiker so zusammen: „So denkt der ehemalige britische Verteidigungsminister über Olaf #Scholz: Der deutsche Kanzler als schwächstes Glied und ohne strategisches Verständnis. So einen Kanzler kann Deutschland sich in Zeiten des Krieges in Europa allemal nicht leisten.

Die Worte Röttgens bringen die Frustration auf den Punkt. Immer wieder hat Scholz, so scheint es, gezögert, dort zu handeln, wo andere Nationen bereits Klarheit gezeigt haben. Dies zeigt sich besonders deutlich in der Unterstützung für die Ukraine. Seit Beginn der russischen Invasion waren viele von Scholz‘ Ankündigungen von Vorbehalten geprägt, und die Maßnahmen seiner Regierung wurden oft als halbherzig wahrgenommen. Dass Deutschland eine zentrale Rolle als wirtschaftliches und politisches Schwergewicht in Europa zukommt, scheint bei Scholz eine untergeordnete Rolle zu spielen. Doch genau hier liegt das Problem: Wenn der Kanzler eines der mächtigsten Länder der EU zögert, schwächt dies das gesamte Bündnis, das sich gegen Russlands Aggression stellen möchte.

Auch der ehemalige britische Verteidigungsminister Sir Robert Ben Lobban Wallace findet deutliche Worte: „Let’s not forget this is a man who thought giving any lethal weapons would be an escalation. Even short range NLAWS! At every turn he was last NOT first in helping. He has no judgement and no understanding of how deterrence works. He is the weak link in Germany’s chain.

Auf deutsch: „Vergessen wir nicht, dass dies ein Mann ist, der dachte, die Bereitstellung tödlicher Waffen würde eine Eskalation bedeuten. Sogar Kurzstreckenwaffen! Er war immer der Letzte, NICHT der Erste, der half. Er hat kein Urteilsvermögen und kein Verständnis dafür, wie Abschreckung funktioniert. Er ist das schwache Glied in Deutschlands Kette.“

Wallace betont damit ein strategisches Problem: Ein europäisches Bündnis, das auf Abschreckung basiert, kann sich keine Schwachstellen leisten. Zögern und Unentschlossenheit untergraben die Glaubwürdigkeit aller Beteiligten und gefährden den Zusammenhalt der europäischen Verteidigungsstrategie.

Für viele Beobachter steht Scholz als Symbol für eine gewisse deutsche Unfähigkeit, Verantwortung in Krisenzeiten schnell und klar zu übernehmen. Statt klare Schritte zu setzen, sah man den Kanzler eher in Erklärungen, Bedenken und rechtfertigenden Reden. Die Frage, die sich immer wieder stellt, lautet: Hat Olaf Scholz ein grundlegendes Verständnis für die geopolitische Bedrohung und die Rolle, die Deutschland in dieser neuen europäischen Sicherheitsordnung spielen sollte? Die bisherigen Entscheidungen seiner Regierung deuten darauf hin, dass er sich schwer damit tut, in dieser Zeit der Unsicherheit und Bedrohung eine klare Position zu beziehen.

Strategisch betrachtet hat Scholz’ Zögerlichkeit nicht nur die Solidarität mit der Ukraine belastet, sondern auch die Stabilität Europas insgesamt. Während die Ukraine für Freiheit und Selbstbestimmung kämpft, steht Deutschlands Rolle in der Welt auf dem Prüfstand. Ein starkes und verantwortungsbewusstes Deutschland könnte dazu beitragen, Europa zu einen und Russland abzuschrecken. Doch ein zögerlicher Kanzler, der die Risiken einer entschlossenen Haltung gegenüber Russland scheut, droht Deutschland zu einem Unsicherheitsfaktor in Europa zu machen – eine Rolle, die weder die deutsche Bevölkerung noch ihre europäischen Partner langfristig akzeptieren können.

In diesen krisenhaften Zeiten wird es darauf ankommen, dass die deutsche Führung ihre Position klärt und Verantwortung übernimmt.

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Norbert Röttgen (@n_roettgen) on X

So denkt der ehemalige britische Verteidigungsminister über Olaf #Scholz: Der deutsche Kanzler als schwächstes Glied und ohne strategisches Verständnis. So einen Kanzler kann Deutschland sich in Zeiten des Krieges in Europa allemal nicht leisten.

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