Love Vivian Shaw and her Dr. Greta Helsing series on a doctor for the supernaturals. I didn’t entirely expect more after the last book. Nor did I expect Bitter Waters to have Dracula in it. And so well written too. 🩇 http://wannabekingpin.substack.com | #dracember #dracula #vivianshaw #bookstodon

#VivianShaw is just so dang much fun

“I have to say I'm kind of impressed by how well [the National Transportation Safety Board crash investigators] are taking this whole situation, to be honest. I'm peculiarly well suited to believe the unbelievable, on account of I spend a lot of my time talking to dead people, but these kids are scientists; it's got to be at least a little challenging to go from Everything Makes Sense to What the Actual Fuck without much notice.”

@bookstodon

In KĂŒrze dann also Weihnachtsferien – ein guter Zeitpunkt, um nochmal drauf zu gucken, was ich seit dem letzten Post aus dieser Reihe gelesen (und angeschaut) habe.

Angeschaut eigentlich vor allem zwei Serien: Die Ringe der Macht, also die – naja – Verfilmung von Tolkiens Silmarillion. Mir hat das ganz gut gefallen, gab aber wohl auch ganz andere Reaktionen darauf. Und Babylon 5 – dazu hatte ich ja schon ausfĂŒhrlich geschrieben. Inzwischen bin ich gut eine Staffel weiter, die Geschichte hat mehrere unerwartete Wendungen genommen, sich fĂŒr eine Serie aus den 1990er Jahren aber erstaunlich gut gehalten. Falls jemand zwischen den Jahren nichts vor hat 


Dann zu den BĂŒchern.

B.L. Blanchards The Peacekeeper (2022) ist eine Detektivgeschichte mit allem, was dazugehört – nur dass sie ungefĂ€hr in der Jetztzeit mit entsprechender technologischer Ausstattung auf einem nordamerikanischen Kontinent spielt, der nie kolonisiert wurde. Hat mir sehr gut gefallen.

Auch The Spare Man (2022) von Mary Robinette Kowal ist ein Detektivgeschichte. Diese spielt auf einem Kreuzfahrt-Raumschiff (mit gewissen AnklĂ€ngen an Douglas Adams‘ Raumschiff Titanic), das sich auf der Reise von der Erde zum Mars befindet. Wie auch bei Kowals Lady-Astronaut-Reihe ist dieses Raumschiff recht realistisch gezeichnet, so gibt es etwa unterschiedlich schnell rotierende Schwerkraftbereiche. Auf dieser Luxus-Raumfahrt mit entsprechend wohlhabenden Charakteren gibt es einen Mord. Der Partner der nach einem Unfall körperlich beeintrĂ€chtigten ErzĂ€hlerin ist ein Detektiv, der sich zur Ruhe gesetzt hat – eigentlich ideal geeignet, um all das aufzuklĂ€ren. Nur wird er schnell selbst verdĂ€chtigt. Neben dieser Jet-Set-Detektivgeschichte spielen auch ein Hund und Cocktails eine große Rolle. Sehr unterhaltsam.

Bleiben wir im Weltraum: The Vela (2019) von Yoo Ha Lee, Becky Chambers, River Solomon und S.L. Huang ist eine zuerst als Serie herausgekommene Space Opera in einem interessanten Setting: ein Sonnensystem, in dem fehlgeschlagene großtechnische Experimente dazu gefĂŒhrt haben, dass die Sonne nach und nach ausgeht – und die eigentlich bewohnten und bewohnbaren Ă€ußeren Planeten lebensfeindlich werden. Deren Bevölkerung flieht ins innere Sonnensystem; hier wird das Schicksal der Ă€ußeren Planeten weitgehend ignoriert. Vor diesem Hintergrund kommen das Kind eines Politikers von einem der inneren Planeten und eine Ex-MilitĂ€r, die es schon lange von den Ă€ußeren zu den inneren Planeten verschlagen hat, zusammen – sie sollen ein fĂŒr eine politische Inszenierung gebrauchtes FlĂŒchtlingsraumschiff wiederfinden. Und natĂŒrlich steckt sehr viel mehr dahinter.

Ebenfalls Space Opera: The Red Scholar’s Wake von Aliette de Bodard. Rice Fish, die Frau der namensgebenden getöteten AnfĂŒhrerinnen des „Roten Banners“ (einer Gruppe von Weltraumpirat*innen) heiratet aus politischen GrĂŒnden eine bei einem der RaubzĂŒge aufgegriffene Schrottsammlerin oder TĂŒftlerin, XĂ­ch Si. Ach ja, Rice Fish ist ein intelligentes Raumschiff, genauer gesagt, ein Mensch-Raumschiff-Hybrid. Und aus der professionellen Partnerschaft wird schnell mehr. Nach und nach wird klar, dass die Pirat*innen zwischen den beiden das Xuya-Universium dominierenden MĂ€chten – die sich an vietnamesischen bzw. chinesischen UrsprĂŒngen orientieren – aufgerieben werden sollen. Die vorherigen Geschichten aus diesem Setting von de Bodard waren eher Novellen oder Kurzgeschichten – fĂŒr mich hat die Ausdehnung auf die lĂ€ngeren Raum gut gepasst.

Mit Invisible planets (2016) habe ich auch einen von Ken Liu herausgegebenen Kurzgeschichtenband gelesen – der Band versammelt einen Querschnitt durch die aktuelle chinesische SF-Szene mit stilistisch sehr unterschiedlichen Texten, die von eher cyberpunk-artigen Welten bis zu eher mĂ€rchenhaften Geschichten reichen. Ein interessanter Einblick, ergĂ€nzt durch Essays zur Rolle von SF in China.

Schwer zu beschreiben, was Rachel Pollacks Unquenchable Fire (1994) genau ist – jedenfalls außergewöhnlich genug, um als Masterwork of SF neu aufgelegt zu werden. Ich wĂŒrde sagen: eine humorvolle Allegorie auf die Geburt Jesu‘ in einer zumindest heidnischen USA, in deren VorstĂ€dten die jetzt verpflichtenden GebrĂ€uche und Rituale trotz aller bĂŒrokratischen Kontrolle aber doch eher OberflĂ€che sind. Die ganz gewöhnliche Jennie Mazdan findet nach einem Erweckungserlebnis heraus, dass sie vaterlos schwanger ist – und dummerweise sind sie und ihre ungeborene Tochter zu GrĂ¶ĂŸerem berufen. Neben ihrer Geschichte sind immer wieder surreale Mythenfetzen in das Buch eingewoben. Sehr seltsam, und fĂŒr meinen Geschmack etwas zu umfangreich. Auf die Fortsetzung habe ich dann verzichtet.

Ganz anders The Thousand Autumns of Jacob de Zoet (2010) von David Mitchell, ein minimal mit fantastischen Elementen angereicherter Roman, der den Weg des NiederlĂ€nders Jacob de Zoet im Japan des ausgehenden 18. Jahrhunderts beschreibt – die Ostindiengesellschaft ist die dominierende Weltmacht, Japan hat sich abgeschottet, der Handel findet ĂŒber die Exklave Dejima vor der Stadt Nagasaki statt. Die See- und Kaufleute sind ein wilder (und sklavenhaltender) Haufen, in dem der gottesfĂŒrchtige De Zoet erst einmal seinen Platz finden muss. Er lernt Orito Aibagawa kennen – eine Hebamme aus der japanischen Oberschicht, die beim Arzt der niederlĂ€ndischen Kolonie studiert. Die sich anbahnende Liebesgeschichte wird jĂ€h unterbrochen – und wir sind mittendrin.

Nicht zuletzt sehr unterhaltsam, aber eher leichte LektĂŒre: die drei BĂ€nde der Dr. Greta-Helsing-Reihe von Vivian Shaw, beginnend mit Strange Practice (2017) – urban fantasy ĂŒber London, Paris, Rom und Marseille, mit menschenscheuen Vampir-Adligen, den alltĂ€glichen Problemen von Mumien und Kobolden und Ă€hnlichem mehr. Greta Helsing ist als Ärztin auf die zwischen uns lebenden Monster und deren Leiden spezialisiert – und wird ein ums andere Mal in grĂ¶ĂŸere Geschichten hineingerissen. WĂŒrde sich auch verfilmt hervorragend machen.

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https://blog.till-westermayer.de/index.php/2022/12/20/sf-im-herbst-und-winter-2022/

"Babylon 5" neu entdeckt

Dass es die Science-Fiction-Serie "Babylon 5" gibt, war mir bekannt. In dieser 1994 bis 1998 von J. Michael Straczynski produzierten Serie wird ĂŒber fĂŒnf Staffeln hinweg die Geschichte der gleichnamigen Raumstation erzĂ€hlt. Mitte der 1990er Jahre hatte ich anderes zu tun, oft keinen Fernseher - jede

till we *)