Zwei der sieben Bein-Gelenke von Spinnen haben keinen Streckmuskel. Die Streckung der Beine erfolgt also hydraulisch, über die Regulation des Blutdrucks in den Beinen. Als "Pumpe", um den bis zu 480 mm/Hg hohen Druck aufzubauen, dient der gesamte Vorderkörper - mit Hilfe von Muskeln zwischen Carapax und einem Endosterniten, also dem Rückenschild und einem innenliegenden Skelettteil.
Der typische Blutdruck von 40-60 mm/Hg im Ruhezustand und 100 mm/Hg beim Laufen ist vergleichbar mit den typischen "120-zu-80" beim Menschen.
Daraus resultiert auch der sogenannte "death curl", bei dem die Beugemuskeln einer toten Spinne die Beine zur Körpermitte hin "einrollen", wenn der hydraulische Gegendruck fehlt.
(Quelle: Biology Of Spiders, 3rd ed., Rainer Foelix)
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