#ScreenRecorders #ScreenRec #OBS #QuickTime #MacTools
Kooha 2.3 per registrare lo schermo su Linux
https://www.laseroffice.it/blog/2024/03/25/kooha-2-3-per-registrare-lo-schermo-su-linux/
#UnoLinux #screenrecording #ScreenRec #registrazioneschermo
#Kooha
Neulich habe die Smartphone-Link-App vorgestellt. Sie ermöglicht es unter Windows, auf einige Informationen auf dem Telefon zuzugreifen: Die Benachrichtigungen des Telefons erscheinen am PC, und wir können SMS-Nachrichten schreiben und Anrufe via Mobiltelefon führen. Und endlich ist das nicht nur mit Android-Modellen möglich, sondern auch mit dem iPhone.
Schön – aber noch nicht der Weisheit letzter Schluss: Eine nützliche Funktion wäre das Screensharing – also die Möglichkeit, den Bildschirm des Telefons auf ein anderes Gerät zu spiegeln. In Kombination mit einem Mac ist das kein Problem, ebenso wenig mit dem AppleTV: Wir öffnen das Kontrollzentrum, tippen dort auf das Icon Bildschirmsynchronisierung, das an zwei überlappenden Rechtecken erkennbar ist und wählen das Zielgerät – und dann läuft die Übertragung auch schon.
Ein paar Sekunden für den Verbindungs-AufbauIn der Airbeam-App am iPhone wird die Bildschirmübertragung gestartet.
Mit Windows geht es auch, aber nicht ganz so elegant und auch nicht ohne Extra-Software. Wir benötigen die App Screen Mirroring to Mac and PC, die es kostenlos im Store gibt. Nach der Installation instruiert uns diese App, wie die Übertragung funktioniert: Wir starten den Chrome-Browser, öffnen die Adresse start.airbeam.tv, geben die neunstellige Nummer ein, die die iPhone-App anzeigt und klicken auf Connect.
Nun meldet die App, dass die Verbindung steht und über den Knopf Spiegelung starten wird der Bildschirminhalt übertragen.
Diese Übertragung erfolgt mit erstaunlich wenig Verzögerung, allerdings mit deutlich sichtbaren Kompressions-Artefakten, die vor allem bei den Animationen sichtbar sind. Das schränkt die Nutzungsmöglichkeiten ein: Für einen Screencast würde ich Airbeam nicht verwenden wollen. Aber in Situationen, in denen es nicht auf maximale Qualität ankommt, ist das eine praktische Methode, Aufzeichnung direkt unter Windows durchzuführen.
Perfekt für Präsentationen, bedingt geeignet für ScreencastsDer Chrome-Browser dient unter Windows als Empfänger für die Übertragung.
Ein nützlicher Einsatzzweck für Airbeam sehe ich, wenn es darum geht, per Laptop eine Präsentation abzuhalten, bei der wir direkt am iPhone Demonstrationen vornehmen möchten. Das funktioniert einwandfrei und ist einfacher, als wenn wir versuchen, den iPhone-Bildschirm mit einer Kamera abzufilmen: Dabei bekommen wir es mit Spiegelungen und ungünstigen Winkeln zu tun, und während Steuerung sind unsere Finger im Weg.
Apropos: Es findet eine Einweg-Übertragung statt. Das bedeutet, dass es nicht möglich ist, via PC das iPhone zu steuern. Es gibt im Browser nur zwei Knöpfe, einen für die Vollbild-Darstellung und einen zum Aufhängen.
Fazit: Eine praktische Sache, die aber ihren Zweck erfüllt. Mit einer Einschränkung: Der Ton wird anscheinend nicht übertragen.
Mirroring mit dem Mac
Die Airbeam-Methode lässt sich nicht nur mit Windows, sondern auch mit dem Mac praktizieren, wenngleich sie dort nicht so elegant ist, wie Apples eingebaute Bildschirmsynchronisierung. Trotzdem kann es gute Gründe geben, sie auch in dieser Kombination zu verwenden: Zum Beispiel, wenn die Übertragung zwischen zwei Geräten stattfinden soll, die nicht die gleiche Apple-ID verwenden.
Airbeam lässt sich kostenlos verwenden. Dann gibt es allerdings Werbung und ein Limit von maximal fünf Minuten für die Übertragung. Für die Verwendung ohne Einschränkung braucht es ein Abo, das vier Franken pro Monat kostet und nach Bedarf gelöst werden kann. Das Jahresabo kostet 12.50 Franken und es gibt auch eine Einmal-Zahlung von 25 Franken.
Und bevor ihr fragt: Ja, ihr müsst leider Google Chrome verwenden. Ich habe auch Microsoft Edge probiert: Die Verbindung kommt mit diesem Browser zwar zustande, aber das Bild bleibt schwarz.
Beitragsbild: Fernsteuern geht leider nicht (Михаил Секацкий, Unsplash-Lizenz).
Windows 11 hat ein kleines Update erhalten, das eine längst überfällige Funktion hinzufügt: Mit lassen sich nun endlich auch Bildschirmfilme aufzeichnen – also das, was auf dem Bildschirm zu sehen ist. Das ist praktisch, wenn wir jemandem eine bestimmte Sache erklären wollen, die sich schlecht beschreiben lässt. Mit einer solchen Aufnahme lassen sich hervorragend Probleme dokumentieren. Und natürlich sind sie die Grundlage für Anleitungs-Videos, die auf Youtube, Tiktok oder wo auch immer veröffentlicht werden sollen.
Die neue Screencast-Funktion sitzt dort, wo wir sie erwarten: In der Snipping-Tool-App. Allerdings ist sie nicht ersichtlich, wenn die App über eine Tastenkombination starten. (Bei vielen Tastaturen, zum Beispiel bei meiner Logitech-Tastatur gibt es dafür eine separate Taste. Bei allen anderen Tastaturen betätigen wir Windows-, Umschalttaste und s.) Dann erscheint nämlich nur eine kleine Symbolleiste, über die wir entweder den ganzen Bildschirm oder einen Bildschirmbereich als Screenshot einfangen.
Vom Standbild aufs Bewegtbild wechseln
Stattdessen rufen wir Snipping Tool über das Startmenü auf. Nun erscheint die App mit Programmfenster, in dem es neben dem Knopf Neu nun auch eine Umschalt-Option gibt, mit der wir von der «Fotokamera», also den Screenshots aufs «Video», also den Screencast, umschalten.
Man beachte: Neben dem Kamera-Symbol für normale Screenshots gibt es nun auch ein Kamera-Symbol für Screencasts.
Um die Aufnahme zu starten, klicken wir auf Neu. Es erscheint eine kleine Symbolleiste, über die wir per Maus den Aufnahmebereich auswählen: Der kann den ganzen Bildschirm oder aber auch nur ein Programm umfassen. Sobald wir das getan haben, ist der Start-Knopf aktiv, mit dem die Aufnahme ausgelöst wird. Wenn wir ihn anklicken, erscheint ein Countdown von drei Sekunden, während dem wir noch letzte Vorbereitungen treffen und uns den Ablauf vergegenwärtigen, den wir im Video vorführen wollen.
Nach dem Auswählen des Aufzeichnungsbereichs wir die Aufnahme gestartet.
Während des Screencasts läuft in der Symbolleiste eine Uhr mit; und es gibt dort auch den Stopp-Knopf, über den wir die Aufzeichnung beenden. Gut zu wissen: Die Symbolleiste ist während der ganzen Aufnahme zu sehen, aber im Video erscheint sie nicht. Nach der Aufzeichnung speichern wir das Video.
In der falschen Framerate – und ohne Ton
Die Aufzeichnung erfolgt im MP4-Format in der Original-Auflösung. Die Bildwiederholrate ist dreissig Frames pro Sekunde (30 fps). Das ist für hiesige Zwecke nicht optimal: Wir produzieren normalerweise mit 25 fps, manchmal auch mit 24 fps. Einstellungen dazu gibt es nicht; was ein echtes Manko darstellt.
Das weitaus grössere Problem scheint mir indes, dass die Aufzeichnung ohne Ton erfolgt. Das ist kein Problem, wenn wir bloss kurz einen simplen Sachverhalt dokumentieren wollen. Aber es macht die Software für ernsthafte Erklärungs-Videos unbrauchbar: Ich habe für meine Patentrezept-Videos die Systemsounds immer mit aufgezeichnet. Es kam zwar vor, dass diese Spur im fertigen Video stummgeschaltet war. Aber diese Entscheidung will ich während der Postproduktion treffen, und darum muss die Tonspur im Rohmaterial unbedingt vorhanden sein.
Für Profi-Resultate braucht es Profi-Tools
Fazit: Die Screencast-Erweiterung des Windows-Snipping-Tools ist sinnvoll und eine Selbstverständlichkeit, zumal alle anderen grossen Betriebssysteme diese Möglichkeit schon längst bieten. Sie stellt aber nur so rudimentäre Funktionen zur Verfügung, dass ich für anspruchsvollere Zwecke nach wie vor eine spezialisierte Software empfehle. Mein Tipp ist Hypercam; hier ausführlich vorgestellt.
Denn es bleibt dabei: Eine gute Bildschirmaufzeichnung ist keine so triviale Sache, wie man glauben könnte. Meine gesammelten Tipps zum Thema finden sich im Beitrag So klappt es mit den Screencasts!
Beitragsbild: Per Screencast lassen sich seltsame Vorkommnisse am Computer dokumentieren und Anleitungen einleuchtend vermitteln (Elisa Ventur, Unsplash-Lizenz).
https://blog.clickomania.ch/2023/03/13/screencasts-mit-dem-windows-snipping-tool/
Es gibt eine tolle kleine Funktion am iPhone, iPad und der Apple Watch, die fast niemand kennt – die aber einen grossen Nutzen und auch beträchtliches Schabernack-Potenzial hat. Sie heisst Geräte in der Nähe steuern.
Sie findet sich in den Einstellungen bei Bedienungshilfen im Abschnitt Physisch und motorisch (auch bei der Uhr):
Die Knöpfe zur Fernbedienung eines anderen Apple-Geräts.
Die Platzierung in diesem Menü weist auf den Sinn und Zweck dieses Features hin. Es ist dazu da, Nutzerinnen und Nutzer zu unterstützen, die Probleme mit der Touch-Bedienung haben. Wir können für sie Aktionen auslösen, ohne ihnen das Gerät aus den Fingern zu nehmen – also diskret und so, dass es nicht bevormundend wirkt.
Für viele der Bedienungshilfen gilt, dass sie auch für Menschen ohne entsprechende Beeinträchtigung nützlich sein können: Schon vor bald zwanzig Jahren habe ich in einem Interview festgestellt, dass die Erfahrungen behinderter Nutzerinnen und Nutzer die Nutzerfreundlichkeit für alle verbessert.
Steuern lassen sich auf diese Weise andere iPhones und iPads, die via iCloud mit dem gleichen Account angemeldet sind. Es gibt sechs Knöpfe, die folgende Funktionen auslösen:
Praktisch: Die Befehle für die Medienwiedergabe, mit denen man am Kinder-iPad zum nächsten Video wechselt.Einfluss auf die Medienwiedergabe nehmen
Der sechste Knopf öffnet ein Menü, in dem es auch Knöpfe zur Steuerung der Medienwiedergabe gibt: Wiedergabe/Pause, Nächster Titel, Vorheriger Titel, Lauter und Leiser.
Stellt sich die Frage: Was können Nutzerinnen und Nutzer damit anfangen, für die die Funktion nicht gedacht ist? Ich sehe drei Möglichkeiten – mit fliessenden Übergängen zwischen Punkt zwei und drei:
An dieser Stelle ein Hinweis auf die Schaltersteuerung. Sie ist für Menschen gedacht, die mit dem Touchscreen oder auch mit einer Maus oder Trackpad nicht zurechtkommen. Sie können die Apple-Geräte (iPhone, iPad, Mac und Apple TV) über andere Eingabemethoden bedienen, zum Beispiel über eine Art Joystick. Auch via Kamera, d.h. mit Kopfbewegungen oder über die Stimme ist eine Bedienung möglich.
Jeder Knopf lässt sich auch aus der Ferne betätigenPer Schaltersteuerung stehen Befehle zur Auswahl, mit der das Gerät vollständig fernbedient werden kann.
Es ist beeindruckend, was Apple an Möglichkeiten bereitstellt. Es gibt auch die Methode, ein anderes Apple-Gerät für die Schaltersteuerung zu verwenden, was ebenfalls eine Art Fernbedienungs-Möglichkeit ergibt.
Wenn die Schaltersteuerung auf einem Gerät aktiviert ist, dann erscheinen bei den anderen Geräten im erwähnten Menü Geräte in der Nähe steuern weitere Befehle: Mit Zurück und Weiter wechseln wir von einem Bedienelement auf dem Bildschirm zum nächsten; das aktive wird jeweils durch einen blauen Rahmen markiert. Über Auswählen aktivieren wir es, worauf über ein Popup-Fenster die verfügbaren Aktionen erscheinen. Mit Aktivieren betätigen das selektierte Bedienelement. Auf diese Weise ist es möglich, das Gerät komplett fernzusteuern – allerdings natürlich deutlich langsamer als per Touch.
Weitere Informationen zur Schaltersteuerung finden sich im Beitrag Schaltersteuerung als Bedienungshilfe für dein iPhone, iPad oder deinen iPod touch in der Supportdatenbank von Apple. Die Option Andere Geräte für die Schaltersteuerung verwenden ist hier beschrieben. Eine ausführliche Anleitung gibt es auch hier.
So präsentiert sich die Schaltersteuerung am Zielgerät, hier am iPad.
Beitragsbild: Nein, es geht alles mit rechten Dingen zu (Alexandru Manole, Pixabay-Lizenz).
#apple-watch #screenrec #kinder
https://blog.clickomania.ch/2023/03/07/ios-geraete-in-der-naehe-steuern/
Windows 11 hat mit dem 22H2-Update (mehr dazu hier) auch ein neues Videoschnittprogramm. Clipchamp heisst es, was bei mir böse Vorahnungen weckt: Der Name klingt, als ob Microsoft die Absicht verfolgen würde, ein cooles und hippes Programm abzuliefern. Das ist bekanntlich keine der Stärken des sympathischen Windows-Konzerns: Wenn er sich an die Jugend heranwanzt, kommen Dinge heraus wie der Windows Media Player.
Nichtsdestotrotz wage ich einen unvoreingenommenen Augenschein dieses Clipchamps, der übrigens auch im Microsoft Store aufzufinden ist.
Nach dem Start erscheint ein Willkommensbildschirm, der mehrere Optionen bietet: Man kann seinem Projekt eine Vorlage zugrunde legen. Die Vorlagen heissen Gratis, Youtube, Gaming, Instagram, Social-Media-Anzeige, Nutzernamen und Veranstaltungen.
Die Vorlagen sind plakativ, aber nicht sonderlich geschmackvoll.
Das ist leider nicht selbsterklärend. Wenn man sich aufs Geratewohl durchs Angebot klickt, dann wird es etwas klarer: Die Vorlagen aus der Kategorie Youtube oder Gaming enthalten in meist einen Vorspann und einen Democlip. Die Vorlagen aus den Rubriken Instagram und den Social-Media-Anzeigen enthalten Hintergrundbilder und typografische Elemente, die man zu animierten Anzeigen ausbauen könnte.
Die Vorlagen sind nicht das Gelbe vom Ei
Die Auswahl an Vorlagen ist bescheiden, die Qualität ebenso: Die Gestaltung wirkt wie Privatfernsehen aus den 1990er-Jahren und es gibt einen wilden Stilmix. Neben einer Vorlage für ein geschäftliches Verkaufs-Video gibt es ein Emoji-durchseuchtes Meme-Fest, dann wieder eine flatternde Pride-Flagge und als Nächstes eine Klavier spielende Katze mit der Einblendung «Christmas Ad».
Mit anderen Worten: Mit diesen Vorlagen ein Video zu basteln, das nicht nach absoluter Dutzendware ausschaut, ist schwierig. Mir scheint auch Microsofts Herangehensweise falsch. Statt Projektvorlangen anzubieten, wäre es schlauer, eine Bibliothek an Gestaltungselementen bereitzuhalten: Texttafeln, Vorspänne, Abspänne, Bauchbinden und ähnliche Dinge – so, wie man sich das von Final Cut und anderen ernsthaften Schnittprogrammen gewöhnt ist.
Einen Vorteil haben die Vorlagen allerdings doch: Sie erzeugen ein Projekt, in dem schon einige Ressourcen enthalten sind. Mit denen lässt es sich herumspielen und ausprobieren, wie Clipchamp funktioniert.
Mit etwas Handarbeit sieht es gleich besser aus
Das Youtube Gaming Intro mit Raster beispielsweise legt einige Bilder, Videos und eine Hintergrundmusik ins Projekt. Nebst einer Videoaufnahme, die als Platzhalter dient, gibt es tanzende Kringel und Linien. Die sind in der Zeitleiste über einem Standbild mit einem bunten Hintergrund platziert, was eine simple, technoide Animation ergibt, auf der einige Textboxen für die Einblendungen platziert sind. Das dem eigenen Geschmack anzupassen, ist wiederum kein Hexenwerk – und wenn man hier mit einem gewissen Geschmackssinn ans Werk geht, kann man mit vertretbarem Aufwand seinem Video einen eigenen Stempel aufdrücken.
Der Editor macht einen aufgeräumten, aber auch spartanischen Eindruck.
Das Programmfenster zur Bearbeitung des Videos ist überschaubar und einleuchtend aufgebaut: Es gibt am linken Rand eine Leiste, über die man auf seine Ressourcen zugreift, die links eingeblendet werden:
Der Editor im rechten Bereich des App-Fensters hat eine Zeitleiste, in der man seine Ressourcen aneinanderreiht. Wie von anderen Videoschnittprogrammen bekannt, darf man Elemente auch übereinanderlegen, wobei die obenliegenden dann die unteren verdecken. Man kann die Elemente durch Schieberegler hinten und vorn verkürzen oder verlängern oder über einen Rechtsklick und den Teilen-Befehl in mehrere Segmente schneiden.
Ein Videofenster schliesslich zeigt das laufende Werk bzw. bei angehaltener Wiedergabe das Video an der Position des Playheads (Positions-Markers).
Die Eigenschaften der platzierten Elemente anpassen
Am rechten Rand schliesslich finden sich Bearbeitungsbefehle, die sich auf das ausgewählte Element beziehen:
Die Grösse des ausgewählten Elements lässt sich im Videofenster über Anfasser bestimmen.
Fazit an dieser Stelle: Clipchamp hält die grundlegenden Befehle für einfache Videoprojekte bereit. Die Bedienung erschliesst sich sofort, zumal wenn man mit den grundlegenden Funktionsweisen eines Videoschnittprogramms vertraut ist. Positiv aufgefallen sind mir die eingebauten Bibliotheken, mit denen man ohne Aufwand Zugriff auf Bilder, Videos und grafische Elemente hat – das ist praktisch.
Kein grosses Entwicklungspotenzial
Trotzdem empfehle ich dieses Programm nur für Anfänger, die keine weitergehenden Ambitionen haben. Denn Clipchamp stösst schnell an Grenzen: Es gibt insbesondere keine Keyframes, mit denen man einzelne Parameter über die Zeit verändern könnte. Mit dieser Technik ist es möglich, die Lage, Grösse, Deckkraft oder Ausrichtung eines Elements an der Position des Playheads zu ändern, sodass sich die ausgewählten Parameter während des Ablaufs ändern.
Das ist für etwas aufwändigere Bearbeitungen absolut unverzichtbar. Auch bei Audiobearbeitung orte ich Schwächen und von Dingen wie der Synchronisierung mehrerer Kamerawinkel oder Multicam-Schnitt kann man bei Clipchamp nur träumen.
Es scheint mir daher einleuchtend, eine Software zu wählen, bei der man diese Option hat. Auf der Hand liegen die simplen Adobe-Videoapps, bei denen die Übernahme nach Premiere Pro von Haus aus vorgesehen ist, zum Beispiel Adobe Rush (Videoschnitt-App für den durchschnittlichen Youtuber).
Die Gratis-Variante ist unbrauchbar und das Abo zu teuer
Clipchamp ist kostenlos, ist in der Gratis-Variante aber annähernd nutzlos, da Videos mit einem Wasserzeichen exportiert werden¹. Man hat eine Upgrade-Option: Mit dem Essentials-Abo erhält man Zugriff auf die Premium-Filter und Stock-Inhalte, aber 10.95 Franken pro Monat halte ich für zu teuer.
Eine lückenhafte Übersetzung und ein nicht zu Ende gedachter Preisplan – hier gibt es noch Luft nach oben.
Zumal der Export zäh vonstattengeht und die maximale Auflösung von 1080p (HD) nicht mehr zeitgemäss ist; 4k müsste es schon sein. Darum bleibt als Erkenntnis, dass Clipchamp noch nicht ausgereift und zu teuer ist. Es gibt definitiv bessere und günstigere Alternativen. Ich würde etwa Videoleap (Die beste Videoschnitt-App fürs iOS und Android) oder Splice (Die grossartigen Video-Apps von Go Pro) empfehlen, auch wenn letztere leider in meiner Gunst gefallen sind, weil sie inzwischen ebenfalls ein Abo benötigt.
Fussnoten1) Bei meinem Probe-Export habe ich kein solches Wasserzeichen vorgefunden. Allerdings ist es in der Beschreibung des kostenpflichtigen Abos als «Feature» des Gratisplans beschrieben.
Nachtrag dazu: Mit einem Microsoft-365-Abo ist die App gratis nutzbar. ↩
Beitragsbild: Immerhin – dem Auftritt auf der kleinen Bühne sollte diese neue Video-App gewachsen sein (Кирилл Абрамов, Pexels-Lizenz).
Ähnliche BeiträgeAls ich längst nicht mehr daran glaubte, hat mich Android 11 doch noch ereilt. Nicht mich persönlich – ich laufe nach wie vor mit meinem eigenen Betriebssystem –, sondern das Nokia 7.2, das ich für meine Berichterstattung zu Google-Smartphones einsetze.
Leider ist Android 11 auf diesem Gerät keine Freude. Es ist zu langsam und strapaziert meine Nerven. Doch darüber habe ich mich schon anderswo beklagt. An dieser Stelle soll es um eine Neuerung gehen, die mir gut gefällt.
Android 11 macht es jetzt möglich, ohne Zusatz-Apps Screencasts aufzunehmen: also den Bildschirm abzufilmen, um länger währende Ereignisse zu dokumentieren. Ich habe, als ich noch öfters solche Screencasts produziert habe, die (hier besprochene) Rec-App verwendet. Aber es ist ein unbedingter Vorteil, wenn das Betriebssystem eine solche Funktion bereitstellt. Erstens ist sie so optimal integriert und zweitens hat man sie auch in Situationen zur Verfügung, in denen man nicht erst eine App laden kann oder will.
Die Schnelleinstellungen anpassen
Um eine Bildschirmaufnahme zu starten, bemüht man bei Android die Schnelleinstellungen. Das ist das Feld mit den Steuerungselementen, das beim Wischen vom oberen Rand nach unten erscheint. Standardmässig dürfte das Symbol Bildschirmaufnahme fehlen. Um es hinzuzufügen, tippt man aufs Bleistiftsymbol in der linken unteren Ecke und zieht das fragliche Symbol an die gewünschte Stelle.
Ein Tipp am Rand: Es gibt weitere praktische Kacheln, die womöglich gelegen kommen. Man kann seinen Schnelleinstellungen nämlich auch folgende Dinge hinzufügen:
Hat man das Symbol für die Screencast-Aufnahme platziert und angetippt, erscheint eine Dialogbox, in der man angibt, ob Audio mitaufgezeichnet werden soll. Falls ja, hat man das Mikrofon, die Klangausgabe des Geräts (Audio über das Gerät) und ein Mix beider Quellen zur Auswahl.
Sichtbar machen, wo man tipptDie Aufnahme kann mit und ohne Ton und mit Markierung der Touch-Bereiche erfolgen.
Die Option Berührungen des Bildschirms anzeigen führt dazu, dass in der Aufnahme sichtbar ist, wohin man als Nutzer gerade tippt. Es ist in vielen Fällen sinnvoll, sie zu aktivieren, da man anders als bei Screencasts bei Desktop-Betriebssystemen keinen Mauszeiger hat und als Zuschauer nicht sieht, was der Anwender tut. Ich musste das bei meinen Screencasts mit dem iPhone und iPad jeweils visualisieren, indem ich in aufwändiger Kleinarbeit Pfeile im Video angebracht habe.
Ein Tippen auf Start lässt die Aufzeichnung beginnen, die durch ein kleines Symbol in der Adressleiste angezeigt wird. Um die Aufnahme zu stoppen, wechselt man wiederum in die Schnelleinstellungen, wo ein rotes Banner nochmals auf die Aufnahme hinweist und zum Beenden bloss angetippt zu werden braucht.
Krumme Bildwiederholfrequenz und StartverzögerungenDas Banner weist auf die Aufnahme hin und stoppt sie beim Antippen.
Die Aufnahme wird im Videos-Ordner (/storage/emulated/0/Movies) deponiert und z.B. über VLC zugänglich. Die Aufnahme erfolgt in voller Auflösung und mit einer guten Bitrate – allerdings mit einer sehr krummen Bildwiederholrate von 34,26 fps, was einen lästigen Pulldown unvermeidlich macht.
Und noch ein Problem gibt es: In meinem Test hat die Aufnahme mit einiger Verzögerung eingesetzt, sodass ich empfehlen würde, erst ein paar Sekunden abzuwarten, damit nicht der Anfang der Aufnahme fehlt. Wie lange der Sicherheitspuffer sein sollte, hängt sicherlich vom Gerät ab – bei meinem Nokia 7.2 würde ich mindestens fünf Sekunden empfehlen.
Beitragsbild: Ein Aufnahmeknopf für Android (Jonathan Farber, Unsplash-Lizenz).
Ähnliche Beiträgehttps://blog.clickomania.ch/2022/08/15/die-praktische-bildschirmaufnahme-von-android-11/
Die Powertoys von Microsoft habe ich vor zwei Jahren als Windows-Helfer mit Superhelden-Allüren vorgestellt. Jetzt komme ich auf dieses Softwareprojekt zurück, das nebenbei bemerkt quelloffen ist. Auf Github gibt es nämlich nicht nur das ausführbare Programm, sondern auch den Code zum Studium und Selber-Kompilieren.
Die Powertoys kommen nochmals zum Zug, weil die Versionsnummer seit meinem letzten Blogpost von 0.21 auf 0.59 hochgeklettert ist. Und nicht nur das: Es gibt inzwischen eine deutsche Übersetzung, und sind einige nützliche Funktionen dazugekommen – in meinem ersten Beitrag hatte ich den Farbwähler, die Fancy Zones, die Datei-Explorer-Add-ons, die Bildgrössenänderung, den Tastaturmanager, Power Rename und Powertoys Run vorgestellt – Details dazu bitte hier nachlesen.
Immer im Vordergrund
Zu den neuen Funktionen gehört eine, die ich überaus praktisch finde. Sie heisst Immer im Vordergrund und macht genau das, was sie verspricht: Sie sorgt dafür, dass das Fenster eines Programms nicht von anderen Fenstern verdeckt wird, selbst wenn es nicht den Fokus hat, d.h. nicht dasjenige Fenster ist, das Tastatureingaben empfängt.
Ich halte gern meine Notizen im Vordergrund und habe hier beschrieben, wie sich das mit dem Freeware-Programm PinWin und den Windows Kurznotizen bewerkstelligen lässt. Heute verwende ich statt die Sticky Notes Simple-Note (Die schnelle Notiz-App ohne Schnickschnack); aber auch die halte ich gern im Vordergrund.
Die «Immer im Vordergrund»-Funktion sorgt dafür, dass das Notizprogramm nicht verdeckt wird.
Mit den Powertoys geht das ganz einfach: Man betätigt die Windows-Taste, Ctrl und t (⊞ Ctrl t), und das gerade aktive Fenster wird im Vordergrund gehalten. Betätigt man die Tastenkombination ein zweites Mal, wird es losgelöst. Ausserdem signalisiert ein violetter Rahmen, der um das Fenster herum angezeigt wird, dass Immer im Vordergrund aktiv ist. Das ist eine gute Erinnerungshilfe, falls man zwischenzeitlich vergessen sollte, dass man die Option betätigt hat und sich wundert, weswegen andere Fenster nicht vollständig sichtbar werden.
Mausdienstprogramme
Auch die neuen sogenannten Mausdienstprogramme sind mehr als willkommen. Eines dieser Programme beseitigt ein Manko, das ich schon seit Längerem anprangere (Für Leute, denen gelegentlich der Mauszeiger abhanden kommt). Beim Mac vergrössert sich der Cursor, wenn man die Maus schnell hin- und herschwenkt. Das hilft, ihn auf grossen Bildschirmen (oder bei schlechtem Sehvermögen) wiederzufinden.
Bei Windows gibt es diese Funktion nicht. Doch mit den Powertoys braucht man bloss zweimal hintereinander die Ctrl-Taste zu betätigen, und schon wird der Zeiger hervorgehoben, indem sich die Umgebung um ihn herum abdunkelt. In den Einstellungen kann die Aktivierungs-Option auch von Zweimal linke Strg-Taste drücken auf Maus schütteln umschalten – dann funktioniert es exakt wie beim Mac.
Die Mausdienstprogramme helfen beim Aufspüren des Cursors.
In den Mausdienstprogrammen finden sich zwei weitere Module, die sich übrigens beide hervorragend für Screencast-Aufnahmen eignen:
Awake
Diese Funktion hält den PC wach, d.h. verhindert, dass er in den Ruhemodus geht. Das ist sinnvoll, wenn er für sich eine Arbeit erledigen soll. Für den Mac empfehle ich zum gleichen Zweck Caffeine, fürs iPhone die hier beschriebene Methode.
Videokonferenz-Stummschaltung
In dieser Rubrik richtet man sich Tastaturkürzel ein, um Kamera und Mikrofon oder nur Kamera bzw. nur das Mikrofon ab-/stummzuschalten. Die Standard-Tastaturkürzel, die in den Einstellungen abgeändert werden können, sind die folgenden:
Damit das funktioniert, müssen die Powertoys im Administratormodus betrieben werden. Er wird über die Rubrik Allgemein aktiviert.
Nachzutragen ist, dass die Datei-Explorer-Add-ons neu auch eine Vorschau für PDF-Dateien und G-Code anbietet.
Beitragsbild: Was auch immer in diesem Becher drin sein mag (Christina @ wocintechchat.com, Unsplash-Lizenz).
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