Das #Versagen: Wie die deutsche #Russlandpolitik an der russischen #Realität scheiterte
https://www.l-iz.de/bildung/buecher/2025/11/das-versagen-deutsche-russlandpolitik-russische-realitat-scheitern-638236
#Rezensionen #Bücher #Ukraine #Russland #Putin
Unbedingte Sehempfehlung: Die #Lanz-Folge »über die Versäumnisse der deutschen #Russlandpolitik der letzten Jahrzehnte, über #Putins Machtkalkül und wie sich der Blick auf den Westen in der russischen Gesellschaft über die Jahrzehnte gewandelt hat.«
https://www.zdf.de/play/talk/markus-lanz-114/markus-lanz-vom-23-oktober-2025-102
Der ehemalige SPD-Fraktionsvorsitzende Rolf Mützenich hat Fehler beim Umgang mit Russland eingeräumt. "Ich hatte keinen Plan B", sagte Mützenich dem "Spiegel", angesprochen auf eine Äußerung vor Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Februar 2022. Damals hatte der Sozialdemokrat gefordert, man müsse Russland in eine europäische Sicherheitsarchitektur einbeziehen. Er habe dabei das Wort "perspektivisch" benutzt, so Mützenich.
Nach neuen Erkenntnissen zu Angela Merkels Russland-Politik fordern Oppositionspolitiker einen Untersuchungsausschuss, der ihre Billigung des Verkaufs deutscher Gasspeicher an den russischen Gazprom-Konzern und den Einsatz für das Pipeline-Projekt Nord Stream 2 untersucht. "Ohne ernsthafte parlamentarische Aufklärung werden die bis heute offenen Fragen nicht zu klären sein", sagte der Grünen-Vorsitzende Felix Banaszak der "Süddeutschen Zeitung".
「"Wir dürfen uns in der Nähe der Apokalypse nicht wohlfühlen"
Der Schriftsteller #MarkoMartin erboste mit Kritik an der deutschen #Russlandpolitik den Bundespräsidenten. Hier spricht er über J. D. Vance und die neue Lage Europas.
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#Martin: Es gibt keine Alternative zum Weiterbauen an einer freiheitlichen, sozial fairen und auch militärisch verteidigungsbereiten Gesellschaft. Ich habe von meinem viel zu früh verstorbenen Kollegenfreund Jürgen Fuchs, der als junger Mann in Stasihaft gesessen hat, ein Zitat des jüdischen Sozialpsychologen und Schriftstellers Manès Sperber mit auf meinen Weg bekommen, der vor den Nazis hatte fliehen müssen und dann im Pariser Exil mit dem Kommunismus brach: "Es trägt nicht zuvorderst der Wille zur Hoffnung, sondern die kategorische Zurückweisung der Mutlosigkeit." Und darum geht es, um etwas Konkretes, auch etwas Strenges: dass wir nicht das Recht haben mit unserer Mutlosigkeit, die uns natürlich immer wieder ergreift aus sehr konkreten Gründen, eine Art Verhängniskonzept zu konstruieren. Wir dürfen uns in der Nähe der Apokalypse nicht wohlfühlen. Das macht uns noch schwächer, als wir in Wirklichkeit sind.
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ZEIT ONLINE: Was folgt daraus für Europa?
Martin: Bei aller Konfusion und auch bei aller Niedergeschlagenheit gibt es so viel Klarheit und so viel Entschlossenheit, die mich ungeheuer beeindruckt. Ich sehe das in den skandinavischen Demokratien, ich sehe das in den drei baltischen Staaten, ich sehe das in der Republik #Polen: eine Klarheit, die natürlich kein "Säbelrasseln" ist, um den Herrn in Bellevue noch mal zu zitieren, letztmalig. Und ganz besonders freut mich, was ich aus #Großbritannien höre, aus dem Land von George Orwell und dem Land des "No Surrender". Das gibt ungeheure Kraft, und es bewegt mich auch emotional zutiefst, weil ich weiß, dass die Signale aus London, die ja mehr als nur Signale sind, in den bombardierten Städten und in den verheerten Landschaften der Ukraine sehr wohl gehört werden.
ZEIT ONLINE: Und die #Bundesrepublik? Ist mit der irgendein Staat zu machen? Auch mit den Deutschen selbst?
Martin: Abgesehen davon, dass ich zu dieser Bundesrepublik ein sehr gutes Verhältnis habe, seitdem ich 1989 hierhergekommen bin: Es muss mit der deutschen Politik zu machen sein. Es geht gar nicht anders. Und je mehr die Politik in der Lage ist, komplexe Dinge so darzustellen, dass sie weder ungut vereinfacht noch kryptisch bürokratisiert sind, umso mehr werden sie auch hier im Land, und zwar in Ost und West, auf Verständnis stoßen. 」
(kein Paywall, Geschenkartikel)
Ganz großartig:
Marko Martin bringt #Steinmeier in Bezug auf dessen herrschaftlich-selbstgefällige #RusslandPolitik der letzten Jahre völlig aus der Contenance .
Steinmeier übrigens der Meinung, man wäre ja *Gast* im Schloss Bellevue und hätte sich dementsprechend "zu benehmen". Wessen Geistes Kind ist der Typ eigentlich?!
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