Herbststurm im Mai. Der Wind zerzaust die jungen Linden an der Straße. Wieder nix mit "ich hab die Haare schön". #RemoteView
Trüb und kalt draußen, trüb und warm drinnen. Die Bauleute vor dem Fenster lachen über den großen Kater und spucken auf den Gehweg. Das macht meine Laune nicht besser. #RemoteView
Die dicken Ringeltauben duschen. Sie spreizen die Flügel, lassen die Regentropfen unter das Gefieder. Dass denen nicht kalt ist … Die Nachbarin gießt ihre Balkonkästen – sicher ist sicher. #RemoteView
In den Häusern auf der anderen Straßenseite leben in sechs Wohnungen Katzen. Oft sitzen sie auf dem Fensterbrett, mit hoheitlich leerem Blick. Man ignoriert das Gegenüber geflissentlich. #RemoteView
Auf der anderen Seite des langgestreckten Hofs, genau am Ende des schmalen Wegs, der sich mittig hindurchzieht und das Auge leitet, leuchtet jeden Abend ein goldenes Licht in einem Garten, wie das Echo auf meine vielen Elfenlichter. Ich nenne es Daisys Laterne.
#RemoteView
Gegenüber steht ein Fenster offen und die Gardinen bewegen sich, als würde jemand atmen. Jetzt geht das Nachbarfenster auf. Für einen Moment wirkt das wie ein Gespräch zwischen Unsichtbaren. #RemoteView
Der kleine und der große Kater teilen sich widerwillig den Fensterplatz. Endlich Sonne! Und wenn dann noch der Fanclub vor der Scheibe gurrt … #RemoteView
Drinnen tobt der Tag, draußen passiert alles in Zeitlupe. Ich weiß gerade nicht, wohin ich besser passe. #RemoteView
Kaugummitag - so grau und zäh wie tagelang im Mund gehabt. Die Fahrradfahrer sehen auch nicht glücklich aus. Wenn wenigstens eine Kerze brennen würde in einem der Fenster gegenüber. #RemoteView
Nass auf dem Fenster. Draußen rauscht die Stadt vorbei. Und hinten im Garten tropft langsam das Wasserfass voll. Freitagsentschleunigung. #RemoteView