#seenlive: Varsovie – Raskolnikov – Tvashtar (LOGO, Hamburg, 28.03.2026)

Das LOGO ist seit 1974 eine der Institutionen in der Hamburger Clubszene, trotzdem habe ich es erst gestern geschafft, dort ein Konzert zu besuchen. Auslöser war die von mir sehr geschätzte schweizerisch-spanisch-französische Post-Punk-Band Raskolnikov, die zusammen mit Varsovie aus Frankreich und dem lokalen Support Tvashtar auftrat. Ich hatte mich im Vorfeld über die Bands informiert und diese für gut befunden. Somit stand einem Konzertbesuch mit @astrodon-space-author-2ndstar nichts im Wege.

Das LOGO ist ein relativ kleiner Club, 450 Besucher:innen sollen dort Platz finden, gestern waren es vielleicht 200. Die Bühne ist ausreichend groß, leicht erhöht und mit einem Pfeiler in der Mitte des vorderen Bühnenrandes versehen. Alle Bands bestehen jeweils aus drei Musikern, Gitarre, Bass und Schlagzeug, so dass noch ordentlich Platz auf der Bühne war.

Musikalisch sind alle Bands ähnlich unterwegs, wer einen abwechselungsreichen Abend erwartete, könnte enttäuscht worden sein. Allerdings wurden alle Bands mit „Post-Punk“ angekündigt und der wurde eindrucksvoll geboten. Den Anfang machten Tvashtar mit Sängerin und Bassistin Sabine Höpfner, die mit ihrem dunklen Timbre auffällt und an die jüngst leider verstorbene Bettina Köster (Malaria!) oder auch Simona Ferrucci von Winter Severity Index erinnert. An der Gitarre war Vaat Dafuq von der britischen Band Tantrum Zentrum. Er konnte mit einer minimalistischen Wave-Gitarre überzeugen, aber auch in die Saiten hauen. Am Schlagzeug hat Martin Engelbach mit sichtlicher Spielfreude und treibenden Beats den Takt angegeben.

Tvashtar haben noch eine sehr kleine Discographie, es existiert eine limitierte Kassette aus dem Jahr 2021 mit fünf Songs sowie eine 7-Inch-Single mit zwei Titeln von 2023. Heute ist eine weitere Kassette erschienen mit fünf Songs, die beim Auftritt am 25.11.2025 im Kir (Hamburg) aufgenommen wurden. Diese Kassette wurde gestern schon im LOGO verkauft, was ich gern in Anspruch genommen habe. Bei Bandcamp sind dazu auch noch drei Einzelstücke erhältlich.

Ich hatte mich dazu entschlossen, mit meinem Bauhaus-Shirt „Bela Lugosi’s Dead“ zum Konzert zu fahren und war überrascht und erfreut, dass Tvashtar zum Abschluss ihres Sets eben dieses Lied gespielt haben. Das war eine sehr gute Coverversion.

Tvashtar, LOGO, 28.03.2026

Hatten mich Tvashtar sehr positiv überrascht, wusste ich, was ich von Raskolnikov zu erwarten hatte. Und ich wurde nicht enttäuscht. Raskolnikov wurde 2015 gegründet und kann bereits vier Studio-Alben und ein Live-Album vorweisen. Zuletzt erschien am 16.02.2026 die neue Single I vow to thee my fury. Auch hier sind die Zutaten ein wummernder Bass, treibende Drums und Gitarren, die von Wave bis Shoegaze reichen. Der Gesang wird mit dunkler Stimme vorgetragen und passt perfekt zum düsteren, atmosphärischen Sound der Band. Noch sind Jérôme Blum (Schlagzeug), Jaime Fernandez Da Costa (Gitarre) und Mathieu Pawelski-Szpiechowycz (Bass, Gesang) trotz ihrer – auch Live-Qualität eher Underdogs, dabei hätten sie weit mehr Aufmerksamkeit verdient.


Raskolnikov, LOGO, 28.03.2026

Der dritte Act des Abends war die Band Varsovie aus Grenoble, Frankreich. Sie besteht bereits seit 2005 und liefert ebenfalls düsteren Post-Punk auf mittlerweile fünf Alben und zwei EPs. Das letzte Album Pression À Froid datiert bereits von 2023, ein Neues ist in Arbeit. Varsovie singen auf Französisch, was eine Art Alleinstellungsmerkmal darstellt, nicht nur an dem Konzertabend. Im Grunde handelt es sich um ein Duo, Arnault Destal (Schlagzeug) und Grégory Cathérina (Gesang, Gitarre) sind die Köpfe von Varsovie, den Namen des Bassisten habe ich leider nicht recherchieren können.

Varsovie, LOGO, 28.03.2026

Es war insgesamt ein sehr schöner Konzertabend, sowohl von der Location als auch von den Bands her. Ich hoffe, dass sie alle drei noch mehr Bekanntheit erlangen, das haben sie absolut verdient.

#GothDiscoInfernoOnTour #DarkWave #GothRock #Hamburg #LOGO #PostPunk #Raskolnikov #Tvashtar #Varsovie

Post-Punk Quartet Raskolnikov Celebrates Ten Years of the Band with “Stockholm” LP

https://fed.brid.gy/r/https://post-punk.com/post-punk-quartet-raskolnikov-celebrate-ten-years-of-the-band-with-stockholm-lp/

Raskolnikov’s third album is out now: ‘Gorgon’Zola’

The third Raskolnikov album is out on 21th February on Manic Depression Records and Icy Cold Records. The Franco-Hispanic-Swiss trio present eight new tracks.

SIDE-LINE - Industrial, electro, EBM, post-punk, darkwave news magazine
It occurred to me today that #Raskolnikov was an effective altruist. This felt like a really original realization, but of course a quick Google search shows that many people had this inspiration before me. :)
Raskolnikov lands all new single 'L'Irréparable' - Out now

The Franco-Hispanic-Swiss post-punk trio Raskolnikov has unveiled a new single ahead of their third album's release in autumn 2024.

SIDE-LINE - Industrial electro post-punk music magazine

Die nach einem Protagonisten von Dostojewski (Schuld und Sühne) benannte Band Raskolnikov präsentiert uns mit Masterfreak eine packende Mischung aus Shoegaze und Post-Punk mit leichten Boa-Vibes.

Raskolnikov wurde Ende 2015 von Mathieu Pawełski-Szpiechowycz (Bass/Gesang) gegründet, der zwischen Genf, Paris und Konstanz pendelte. Pablo Garrido (Gitarre) und Jérôme Blum (Schlagzeug) schlossen sich dem Projekt Anfang 2017 an.

Quentin Allamand stieß im Herbst 2019 als Gitarrist und Keyboarder zu Raskolnikov. Heute ist die Gruppe hauptsächlich in Konstanz/Kreuzlingen und Biel ansässig.

Die neue Single ist der Vorbote einer neuen EP im Frühjahr und des dritten Albums, welches für den Herbst geplant ist.

https://www.nicorola.de/raskolnikov-masterfreak/

#Raskolnikov

Raskolnikov - Masterfreak | NICOROLA

Die nach einem Protagonisten von Dostojewski (Schuld und Sühne) benannte Band Raskolnikov präsentiert uns mit Masterfreak eine packende Mischung aus Shoegaze und Post-Punk mit leichten Boa-Vibes.

NICOROLA
Giving these back to the people: some lovely photographs of Peter Lorre as Roderick Raskolnikov in the 1935 adaptation of Crime and Punishment directed by Josef von Sternberg
#peterlorre #JosefvonSternberg #cinema #crimeandpunishment #raskolnikov #dostoevsky #classichollywood #film #filmhistory