Meine Mutter - starb am 13. August 2015 unfriedlich in ihrem Zimmer im Walnut Village Assisted Living in Anaheim in Kalifornien an Lungenfibrose. Das Zimmer war am 3. Juli 2012 geboren worden. Das Village war nicht eigentlich ein Dorf. Keine Walnußbäume. Nur Schnittblumen. Der Palliativpfleger ...

(ganzes Gedicht s. ALT-Text)

Victoria Chang (*1970): Obit, 2020, dt. von Ron Wikler in: Sinn und Form, 2026 #Prosagedicht #prosepoem #poetry #Lyrik
Foto: Titelseite "Sinn und Form"

Moin Feuerpferd

"Die Tissier hat gesagt, dieses Jahr wird alles besser". "Ist die nicht längst tot?"

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My Mother—died unpeacefully on August 3, 2015 in her room at Walnut Village Assisted Living in Anaheim, California of pulmonary fibrosis. The room was born on July 3, 2012. The Village wasn’t really a village. No walnut trees. Just cut flowers. The hospice nurse silently slid the stethoscope on top of my mother’s lung and waited for it to inflate...
(complete poem in ALT-text)

Victoria Chang (*1970): Obit (2020) #Prosagedicht #prosepoem #poetry #Lyrik
Photo: portrait on victoriachangpoet.com

Erinnerungen an den Hamburger Schneemann

So knackekalt war es lange nicht mehr. In Berlin, so berichten mir Freunde, machen sie sich lustig darüber, dass Hamburg keinen Schnee kann. Dafür konnte Hamburg Schneemänner. Dutzende säumten die Brücken an der Alster und um die Alster herum. Selbst Massaker Schneemann-hassender Männer (es sind immer Männer) konnten Hamburgs Liebe zu den putzigen Mitbewohnern nicht erschüttern. Sie rollten flugs neue. Schnee genug gab's ja. Seit Montag regnet es und die Schneemänner Hamburg […]

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Erinnerungen an den Hamburger Schneemann – Eriks Logbuch

Moin Moin 2026

Das Tief, das gestern — also letztes Jahr – so richtig Anlauf nahm, fällt heute über uns her. Kalte Schauer wehen über die Überreste der Knallerei. Als Kinder sind wir bei so einem Wetter immer rausgelaufen, unsere Eltern lagen noch in Sauer, und haben nicht detonierte Böller gesucht. Das rote Feuerzeug aus der Küchenschublade hatten wir dabei und schafften es tatsächlich, einige fast aufgeweichte zur Explosion zu bringen. (Ohne uns die Finger abzureißen). Hauptsache das […]

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Moin Moin 2026 – Eriks Logbuch

Zwischen den Jahren

Es ist einer der Tage nach Weihnachten (ich glaube der 2. aber sicher bin ich mir nicht). Ich bin angekommen zwischen den Jahren. Die verwaschene Jogginghose gehört zu mir wie das zerzauselte Haar auf dem Kopf. Frühstück mit den Lieben, die gleich noch einen Zug nach Süden erwischen müssen. Gestern gab's Reste zum Abendessen. Zum Frühstück um 12:00 auch — und das kleine Extra, das B. für einen schönen Anlass aufbewahren wollte und das jetzt weg muss, bevor es schlecht wird. Wir […]

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Es ist ein Ross entsprungen

Meine Omi hatte ein Lieblingsweihnachtslied (das sich übrigens schwer auf der Ukulele spielen lässt): "Es ist ein Ros` entsprungen". An beides musste ich gestern Abend, am Weihnachtsabend denken, als wir nach dem Essen und der Bescherung gemeinsam am Wohnzimmertisch meiner Schwiegermutter saßen und versuchten, dieses Lied, seinen Text und seine Melodie mit dem Strumming zweier Ukulelen überein zu bringen. Meine Schwiegermutter saß neben mir und sang fröhlich mit. Allerdings eine […]

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Es ist ein Ross entsprungen – Eriks Logbuch

Klar zur Wende – zur Wintersonnenwende

Wintersolistice,21. Dezember um drei Uhr drei Minuten. Seit gestern um kurz nach drei wird es wieder heller. Ich verabschiede die Momente des Jahres 2025 und beginne das, was die Azteken die "tote Zeit" nannten - die Zeit zwischen den Jahren, in der man irgendwann vergisst, welchen Wochentag wir haben. Den Glücklicheren von uns passiert das früher, die anderen haben noch Spaß mit DPD. Diese Tage zwischen den Jahren sind magisch, trotz Nebelschwaden nahe dem Gefrierpunkt und immer noch […]

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Kein Lego für Dick

Was passiert, wenn ihr den Namen Caractacus Potts hört? Vielleicht noch nix, aber was ist mit Tschitti Tschitti Bäng Bäng? Da rumpelt es im Gedächtnis und Erinnerungen springen ins Rampenlicht des Bewusstseins. Ein Auto, das Kinder befreit. Und mittendrin ein lächelnder Dick van Dyke. Die tanzende Zahnleiste aus Mary Poppins ist neulich 100 Jahre alt geworden. Und er soll immer noch lächeln und immer noch tanzen. Unbestätigte Gerüchte berichten davon, dass sich Dick darüber […]

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Kein Lego für Dick – Eriks Logbuch

Back to analog— back to Punk Writing

In der Beziehung zwischen Medien und Realität gibt's Wendepunkte. Beim Siegeszug des Ton- und Farbfilms beispielsweise, oder als man mit einem hüpfenden großen R markieren musste, dass die Zeitlupe einer Torszene läuft (war das 1978 das erste Mal, dass ich das bewusst sah?). Ich weiss noch, wie fasziniert ich davon war, dass die Katastrophe an den Zwillingstürmen am 11. September wie ein Echtzeit-Actionmovie aussah. Danach hab ich Filmexplosionen in einem anderen Licht gesehen. 2026 […]

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