Der Fluch der Rache: „Elektra“ in der Kölner Oper
Ursula Hartlapp-Lindemeyer
[caption id="attachment_29145" align="alignleft" width="300"] Oper Köln/ELEKTRA/Ensemble/Foto © Matthias Jung[/caption]
Man erlebt die Erfüllung einer Obsession, die in Vernichtung endet. Elektra und ihre Mutter Klytämnestra sind die weiblichen Protagonistinnen einer durch und durch dysfunktionalen Familie. Den Gatten- und Königsmord Klytämnestras an Agamemnon, dem siegreichen Feldherrn des trojanischen Krieges, will seine Tochter Elektra unbedingt gerächt wissen. Wie eine Rachegöttin ist sie nur auf Vergeltung fixiert, denn ihr Vater Agamemnon, in der Musik durch ein Fanfarenmotiv allgegenwärtig, ist der Mann ihres Lebens. Regisseur Roland Schwab lässt die Sängerinnen und Sänger in einer düsteren Vorhalle des Königspalasts in Mykonos mit zahlreichen quadratischen Säulen, die an ein Parkhaus erinnern, spielen und ermöglicht durch seine kluge Personenführung, dass alle an der Rampe singen können. Wie in seinem Bayreuther „Tristan“ entstehen großartige Effekte durch Licht. (Rezensierte Vorstellung: Premiere am 3. Oktober 2024) […]
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