Luhmann sieht Menschen als Systeme, durch deren Freiheit des Handelns überhaupt erst Komplexität in die Welt kommt. Daher gilt im zwischenmenschlichen Bereich die „Persönlichkeit“ als das strukturgebende Zentrum des jeweils anderen Handelnden. „Vertrauen ist dann die generalisierte Erwartung, das der andere seine Freiheit, das unheimliche Potential seiner Handlungsmöglichkeiten, im Sinne seiner Persönlichkeit handhaben wird.“ (vgl. #Luhmann1973:40) 2/2
#Lobo2023:310 weist darauf hin, dass in nicht-digitalen Organisationsstrukturen Vertrauen mit der Zeit durch Bewährung reift, ähnlich wie es #Luhmann1973 erläutert oder wie es spieltheoretisch durch das Prinzip des tit-for-tat erklärt wird. Onlinegruppen arbeiten hingegen mit Vertrauensvorschuss und suchen nach "Anhaltspunkten dafür, Vertrauen wieder zu entziehen.... #Lobo2023:310 5/x