Jahrhundertelang war es Hauptanliegen der Bibliothekare, Bücher vor allem nach sachlichen Gesichtspunkten aufzustellen. Der Gedanke, einen in sich geschlossenen Bestand zu erhalten - etwa den der Herzogin Anna Amalia oder den von Friedrich Schiller - spielte erst ab dem frühen 19. Jahrhundert eine Rolle.

Michael Knoche über Provenienz als bibliothekarisches Ordnungsprinzip 👇

https://biblio.hypotheses.org/9766

#Krekelborn #Bibliothek

Wann wurden Bücher erstmals nach Provenienz aufgestellt? Provenienzforschung in Bibliotheken (1/4)

Jahrhundertelang war es Hauptanliegen der Bibliothekare, Bücher vor allem nach sachlichen Gesichtspunkten aufzustellen. Zeichen für eine wohlgeordnete Bibliothek war die genaue Klassifizierung der Bücher nach Fächern. Inhaltlich Zusammengehöriges sollte nahe beieinanderstehen, um möglichst auf einen Blick erkennen zu lassen, welche Publikationen für ein Thema einschlägig sind. Der Ordo-Gedanke des Barock war noch immer bestimmend. Bei der Neuordnung der Jenaer Schlossbibliothek im Jahre 1817 hat Goethe...

Aus der Forschungs­bibliothek Krekelborn
"Unverhoffte Begegnung mit Antonio #Panizzi" - lesenswerter #Blogbeitrag in Aus der #Forschungsbibliothek #Krekelborn. https://biblio.hypotheses.org/8787
Unverhoffte Begegnung mit Antonio Panizzi

Brescello ist einer der berühmtesten Drehorte der Filmgeschichte. Zumindest den älteren Cineasten und Fernsehzuschauern ist die Topographie dieser Kleinstadt wohl vertraut: Man kennt die Piazza Mateotti mit der Kirche und dem Glockenturm auf der einen Seite und dem Rathaus schräg gegenüber. Der Platz ist die Bühne für das Nationalepos der italienischen Nachkriegszeit, der Geschichten um Don Camillo und Peppone, dem Pfarrer und dem Bürgermeister, die...

Aus der Forschungs­bibliothek Krekelborn

Spickgänse, Lotterielose, Tuch, Cognac und "beyfolgendes Paquet" befördern: Buchhändler des späten 18. Jahrhunderts wurden von Autoren mit allerlei fachfremden Diensten beauftragt - denn sie waren erfahren in allen Versand- und Überweisungsgeschäften.

So schickte auch Friedrich Schiller 1795 über den Buchhändler Gottlieb Leberecht Hartung ein Päckchen an Immanuel Kant:

https://biblio.hypotheses.org/8332

#Krekelborn #Bibliotheken

Schiller schickt Kant ein Päckchen – was Buchhändler um 1800 alles zu besorgen hatten

Im Frühjahr 1795 erhielt der Königsberger Buchhändler Gottlieb Leberecht Hartung einen Brief von Friedrich Schiller. Eigentlich war er an Immanuel Kant gerichtet. Jena den 2 März. 95. Montag. Entschuldigen Sie, hochgeehrtester Herr, daß ich, als ein Unbekannter, so unbescheiden bin, Sie mit einem Auftrage zu belästigen. Ich war in Verlegenheit beyfolgendes Paquet an H. Prof. Kant in deßelben Hände zu bringen, ohne ihm die Unkosten...

Aus der Forschungs­bibliothek Krekelborn

"Es bestand die Hoffnung, eine lebendige Bibliothek aufbauen zu können".

In der Reihe über die ostdeutschen wissenschaftlichen Bibliotheken nach dem Mauerfall sprach Michael Knoche mit Ulrike Joppich, Bibliothekarin an der Universitätsbibliothek Ilmenau:

https://biblio.hypotheses.org/7906

#TUIlmenau #Krekelborn

Wir wollten jemanden, der gerecht und kompetent ist – Gespräch mit Ulrike Joppich, Bibliothekarin an der Universitätsbibliothek Ilmenau, über die Zeit des Umbruchs 1989/90

Die ostdeutschen wissenschaftlichen Bibliotheken nach dem Mauerfall (6) Ulrike Joppich ist Diplombibliothekarin und arbeitet seit 1985 an der UB Ilmenau. Heute ist sie für Zeitschriften und Periodika zuständig. Von 1993 bis 2006 war sie Personalratsmitglied der Universität. Ich wollte von ihr erfahren, unter welchen Umständen es im Jahr 1990 zur Ablösung des Bibliotheksdirektors gekommen ist. Auch an der Universitätsbibliothek Ilmenau ist im Frühjahr 1990 der...

Aus der Forschungs­bibliothek Krekelborn

Ein neuer Geist im Buchhandel: Kurz vor Weihnachten 1760 etablierte Johann Jakob Kanter eine innovative Buchhandlung in Königsberg.

Michael Knoche in ➡ Aus der Forschungsbibliothek Krekelborn über Kanters Ort der Kommunikation für Gelehrte wie Studenten:

https://biblio.hypotheses.org/7384

#Krekelborn

Die Buchhandlung als Ort der Kommunikation – Johann Jakob Kanters Laden in Königsberg/Pr. im 18. Jahrhundert (1/2)

Mit dem Auftritt Johann Jakob Kanters zog ein neuer Geist in den Buchhandel ein. In den Jahren zwischen 1760 und 1780 lief er allen Konkurrenten den Rang ab. Der zweiundzwanzigjährige Buchhändler beantragte mitten im Siebenjährigen Krieg, als Ostpreußen russisch besetzt war, bei der Zarin Elisaveta Petrovna ein Buchhandelsprivileg für die Stadt Königsberg. Er erhielt es anstandslos, rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft 1760, und etablierte sich in der...

Aus der Forschungs­bibliothek Krekelborn

"In Frankreich war die Debatte eines Deutschlandthemas ohne ihn gar nicht vorstellbar, und in Deutschland betrachtete man ihn in jeder unübersichtlichen Situation gerne als Orakel für fran­zösische Befindlichkeiten"

Michael Knoche zum Tod von Alfred Grosser in ➡ Aus der Forschungsbibliothek Krekelborn:

https://biblio.hypotheses.org/7580

#Krekelborn

Die Beerdigung ist schon bezahlt – zum Tod von Alfred Grosser

Am 7. Februar 2024 ist der deutsch-französische Politologe und Publizist Alfred Grosser im Alter von 99 Jahren in Paris gestorben. Ich habe ihn bei einem Besuch in Weimar vor 28 Jahren als einen außerordentlich klugen, schlagfertigen und witzigen Menschen kennenengelernt. Seine Verdienste um die deutsch-französische Aussöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg sind nicht hoch genug einzuschätzen. Seine intellektuelle Biographie könnte man schreiben, indem man die Bibliographie...

Aus der Forschungs­bibliothek Krekelborn

Wieviel Personal haben die ostdeutschen wissenschaftlichen Bibliotheken nach der Wiedervereinigung verloren?

In Teil 3 der Reihe zu ostdeutschen wissenschaftlichen Bibliotheken nach dem Mauerfall vollzieht Michael Knoche in ➡ Aus der Forschungsbibliothek Krekelborn nach, wo wie viel Personal abgebaut wurde:

https://biblio.hypotheses.org/7278

#Krekelborn #DDRGeschichte #DDR #Bibliothek

Wieviel Personal haben die ostdeutschen wissenschaftlichen Bibliotheken nach der Wiedervereinigung verloren?

Die ostdeutschen wissenschaftlichen Bibliotheken nach dem Mauerfall (3) Im Prozess der Wiedervereinigung stellte sich heraus, dass der Öffentliche Dienst der DDR nach westlichen Maßstäben stark überbesetzt war. In der alten Bundesrepublik waren rund 7 %, in der ehemaligen DDR aber rund 12% aller Einwohner im öffentlichen bzw. Staatsdienst tätig.1 Daher gehörten auch umfangreiche Stellenkürzungen zum Aufgabenfeld der Unterhaltsträger der ostdeutschen wissenschaftlichen Bibliotheken. Der Einigungsvertrag vom...

Aus der Forschungs­bibliothek Krekelborn

Die Belegschaft wählt ihren Direktor ab:

Katrin Lehmann, Bibliothekarin an der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, erzählt wie die Stimmung in der Belegschaft in der letzten DDR-Zeit war und wie sich im Frühjahr 1990 die Ablösung des Bibliotheksdirektors Prof. Dr. Hans Henning vollzog 👇

https://biblio.hypotheses.org/7265

#Krekelborn #DDRGeschichte #Bibliotheken

Die Belegschaft wählt ihren Direktor ab – Gespräch mit der Katrin Lehmann, Bibliothekarin an der Herzogin Anna Amalia Bibliothek

Die ostdeutschen wissenschaftlichen Bibliotheken nach dem Mauerfall (2) Katrin Lehmann arbeitet seit 1984 in der Zentralbibliothek der deutschen Klassik Weimar, die 1991 in Herzogin Anna Amalia Bibliothek umbenannt wurde. Heute ist sie kommissarische Abteilungsleiterin „Wissensforum Bibliothek“ und Referatsleiterin Benutzung. Ich wollte von ihr erfahren, wie die Stimmung in der Belegschaft in der letzten DDR-Zeit war und wie sich im Frühjahr 1990 die Ablösung des Bibliotheksdirektors...

Aus der Forschungs­bibliothek Krekelborn

Die Regionalbibliothek in der historischen Hafenstadt #Cherson verfügt über bedeutende historische Buchbestände.

Am Morgen des 12. November 2023 wurde die Bibliothek durch ein Feuer in Folge eines russischen Raketenangriffes zerstört, so Oleksandr Prokudin, Leiter der regionalen Militärverwaltung von Cherson, auf Telegram.

Michael Knoche fasst Informationen über den Verbleib der Bestände in ➡ Aus der Forschungsbibliothek Krekelborn zusammen:

https://biblio.hypotheses.org/7136

#Krekelborn #Ukraine

Bibliothek in Cherson zerstört

Am Morgen des 12. November 2023 gegen 5 Uhr führte die russische Armee einen Raketenangriff auf Cherson durch. Ziel des Angriffs war die nach Oles Honchar benannte Regionalbibliothek. Dies berichtete Oleksandr Prokudin, Leiter der regionalen Militärverwaltung von Cherson, auf Telegram. Es brach ein Feuer aus, das erst nach über eineinhalb Stunden gelöscht werden konnte. Menschen seien nicht verletzt.1 Der Schaden sieht auf Videoaufnahmen verheerend aus.2...

Aus der Forschungs­bibliothek Krekelborn

Goethe zwischen Ginseng- und Reisfeldern:

Michael Knoche in ➡ Aus der Forschungsbibliothek Krekelborn über das Haus des jungen Goethe, das kürzlich neu in Yeoju, Korea, eröffnet wurde und ein Ort sein soll für junge Menschen, wo sie "jenseits des manchmal erbarmungslosen Leistungsdrucks der koreanischen Gesellschaft über ihr Leben nachdenken können."

https://biblio.hypotheses.org/7039

#Krekelborn #Goethe #literaturwissenschaft

📷 Michael Knoche

Goethe zwischen Ginseng- und Reisfeldern (2/2) – das „Haus des jungen Goethe“ in Yeoju/Korea

Der 28. Oktober war ein warmer, freundlicher Herbsttag in Yeoju. Schon am frühen Morgen, die Sonne kämpfte noch mit dem Nebel, trafen die ersten Besucher ein – aus Seoul, Daegu, Suwon, Gwangju oder wie auch immer die Städte in der Gegend heißen, sogar aus dem südlichen Zipfel Südkoreas waren einige gekommen. Die Autos wurden weit vor dem Dorf von freiwilligen Helfern zum Parken am Straßenrand...

Aus der Forschungs­bibliothek Krekelborn