Gestern war Wandertag. Weil mir die Bahn den Plan, von Bremnerhaven weiter zum Rhein zu laufen, versaut hat, schließe ich eine Wanderlück zwischen der Ostsee zur Elbe. Gestern also: Von Ratzeburg nach Büchen. Allerdings, so erholsam der Weg auch war, für den #Klimascout war er nutzlos. Die einzig exotischen Gewäche waren Rhododendren ... das Furchterregendste: Ein riesiger Berg Kieselsteine in einem Vorgarten ... Ich hatte gehofft, die Fürstentümer wären innovativer. Nicht mal Wein an der Hauswand ... Trotzdem wars schön. Hier ein paar Impressionen:
Der #Klimascout ... gestern von Wremen nach Nordenham unterwegs, immer schön durch das endlose Hafengebiet unterwegs ... Erst in Nordenham wurde ich fündig. Eine vielleicht vier Meter hohe Hanfpalme ragte über eine hohe Hecke, dahinter noch drei kleinere. Es war aber nicht zu erkennen, ob sie dort ausgepflanzt waren, oder nur abgestellt. Allerdings gab mir der Zustand gerade der kleinen Palmen zu denken, sie könnten, so zerzaust und durchfroren sie waren, eigentlich nur draußen überwintert haben. Zu sehen sonst niemand, auch die Nachbarn waren ratlos. Man hätte es ja schon mal mit Wein versucht, aber der wäre eingegangen. Übrall sonst nur endlos Rhododendren und Kirschlorber, also, was vor 150 Jahren fürstliche Exotik war.
(1) Er ist wieder weg. Früh fand man ihn noch grinsend im Bett, nun ist er entlaufen. Jagt er den eigenen Versfuß? Nennt er sich wieder #Klimascout und nervt alle Kleingärtner mit seinen ewig dummen Fragen? Monty Python würde fragen: Was hat uns denn dies und das alles gebracht als nur den #Klimawandel? Und bitte, was soll der uns schon noch bringen, wo wir doch von solchen Neophyten wie der Kartoffel und der Bohne schon überschwemmt worden sind. Nun auch noch Erdnüsse und Soja? Ja wo kommen wir denn da hin? Nun gut. Heute erst mal von Hemmoor nach Otterndorf. Wenn das abgehakt ist, hab ich die Strecke zwischen dem Riesengebirge und der Nordsee komplett und kann mich dem Westen zu wenden. Da ist gärtnerisch-experimentell-klimatologisch hoffentlich mehr zu holen ...
Gestern irgendwo zwischen Hamburg und der Nordsee: Die Sehnsucht nach dem Mittelmeer ist da. Aber das Mistrauen bleibt: Gibt es den Klimawandel wirklich? Und wenn ja, was verträgt so eine Palme an norddeutschem Winter? Ein solches Exemplar hab ich gleich in der Harburger Nachbarschaft entdeckt. Sie hat den ganzen Winter über im Topf draußen gestanden. Minimum -14 Grad. Das geht ausgepflanzt natürlich besser. #Klimascout
Der #Klimascout wundert sich. An der #Küste wird heftig gebaut, und wenn man hier stolz ist, dann auf das Wunder der riesigen #Deiche. Manchmal findet sich eine Tafel mit dem Hinweis, wie hoch hier mal das Wasser stand. Nirgends ein Hinweis auf das Normalnull zur Kaiserzeit im Vergleich zu heute. Eine Markierung dort anzubringen, wo im Jahr 2100 der #Normalpegel zu finden sein wird, traut sich niemand. Wäre aber sehr zu raten. Das könnte so manchen Tourist nachdenklich stimmen. NN wird ja 37 m unter dem Normalhöhenpunkt von 1879 an der früheren Neuen Berliner Sternwarte definiert. Demzufolge dürfte ein eventueller Nullpegel nur bei Ebbe sichtbar werden.
Der #Klimascout erzählt vom Wandern: Nach den kältesten Nächten zwischen 1975 und 2005 gerechnet lag die Gegend um #Cuxhaven (der westlichste Teil der Elbemündung) in der #USDA-#Klimazone 7b. Seither hat sich einiges geändert. Nach neueren Rechnungen hat sich dort inzwischen die Zone 8a etabliert, mit Tendenz zur 9. Wein toleriert Winter zwischen den Zonen 5 und 10, Feigen haben es gerne wärmer, wuchsen aber auch vor 30 Jahren schon zwischen Basel und Mainz. In #Hamburg habe ich schon reife Feigen gesehen und Wein sehr häufig. Auf der Wanderung gestern zwischen Otterndorf unds #Cuxhaven war von beiden nichts zu sehen. Einziger Exot war dieser Bambusfleck. Immerhin. Dass im Kurpark nicht einmal winterharte Palmen zu finden sind, so nahe zu Holland, erstaunt dann doch sehr.
Der #Klimascout wird die weiten und allzufernen Wanderungen langsam einstellen, denn die Tage sind zu kurz dafür geworden. Seit ich in #Hamburg bin, schaue ich auch hier entlang der Wege in die Hausgärten und entdecke hier und da Erfreuliches. An einer Straße im Ortsteil Eißendorf steht dieser üppige #Feigenstrauch. Auch hier wunderbar reife #Feigen, auch hier warten sie auf Menschen, die sich dran bedienen wollen. Es ist schade drum. Aber wer eine Feige pflanzt sollte sich vor den Früchten doch nicht fürchten müssen. Oder ... hat da einer Angst vor Eselsohren??
Der #Klimascout geht um. Gestern von #Braunschweig nach #Peine. In einem Dorf auf halbem Weg, an einer Straßeneinmündung stand dieses blumenreiche Haus mit einem #Feigenstrauch an der Südfassade. Er ist üppig, das Laub färbt sich gelb in den Herbstnächten und mittendrin viele reife blaue #Feigen. Warum die da noch hängen, bleibt unklar, es war niemand zu Hause. Es ist aber auch der einzige Fund #mediterraner Gehölze über die gelaufenen 33 Kilometer. Obwohl die mögliche Artenvielfalt groß ist, obwohl der Erfolg auf dem Teller präsentiert wird. Entlang des Weges nur selten Begegnungen, sehr selten. Keine Wanderer, nur hastige Sportradler, verschlossene Limousinen. Wo steht noch der Nachbar am Gartenzaun, seine Pflanzen stolz präsentierend?
Der #Klimascout geht um. Diesmal gings von Niedersedlitz zur Edlen Krone. Oder anders, irgendwie vom #Lockwitzgrund nach #Tharandt. Wenn ich schon im lieblichen wärmeverwöhnten #Elbtal nicht viel gefunden hatte, so glaubte ich in den Tälern und Bergen schon an gar nichts mehr. Es fanden sich doch aber immer wieder Freunde des #Mediterranen, die sich durch liebevoll gefüllte Töpfe mit #Palmen verraten. Nur, ausgepflanzt fand ich nichts. Nur einmal und sogar an einem Hang auf über 300 Metern lugte ein Bündel #Bananenblätter über den Carport. Und ich vermute sogar, dass die Staude ausgepflanzt ist. So üppig wächst nichts im Blumentopf.

Meine #klimascout Erkenntnisse:

1. Bäume, die in Deutlschland und Katalonien wild wachsen: Speierlinge. Scheinbar der heimische Klimabaum schlechthin. Schön und wertvoll ist er auch, kann man gar nicht genug von pflanzen.

Kiefern gibt es auch hier wie dort wild.