Der #Klimascout wird die weiten und allzufernen Wanderungen langsam einstellen, denn die Tage sind zu kurz dafür geworden. Seit ich in #Hamburg bin, schaue ich auch hier entlang der Wege in die Hausgärten und entdecke hier und da Erfreuliches. An einer Straße im Ortsteil Eißendorf steht dieser üppige #Feigenstrauch. Auch hier wunderbar reife #Feigen, auch hier warten sie auf Menschen, die sich dran bedienen wollen. Es ist schade drum. Aber wer eine Feige pflanzt sollte sich vor den Früchten doch nicht fürchten müssen. Oder ... hat da einer Angst vor Eselsohren??
Der #Klimascout geht um. Gestern von #Braunschweig nach #Peine. In einem Dorf auf halbem Weg, an einer Straßeneinmündung stand dieses blumenreiche Haus mit einem #Feigenstrauch an der Südfassade. Er ist üppig, das Laub färbt sich gelb in den Herbstnächten und mittendrin viele reife blaue #Feigen. Warum die da noch hängen, bleibt unklar, es war niemand zu Hause. Es ist aber auch der einzige Fund #mediterraner Gehölze über die gelaufenen 33 Kilometer. Obwohl die mögliche Artenvielfalt groß ist, obwohl der Erfolg auf dem Teller präsentiert wird. Entlang des Weges nur selten Begegnungen, sehr selten. Keine Wanderer, nur hastige Sportradler, verschlossene Limousinen. Wo steht noch der Nachbar am Gartenzaun, seine Pflanzen stolz präsentierend?
(3) Weder ein #Feigenstrauch, so klein er auch an einer Südwand bleiben möchte, noch eine #Banane, die bei dem #Klima schon an die fünf-Meter-Grenze stoßen, noch der gigantisch wuchernde #Bambus. Die Exotik deutscher Vorgärten scheint sich an Koniferen und Grobkiesel zu erschöpfen. Tatsächlich sah ich sogar einen Vorgarten aus Grobschotter vom ausgemusterten Bahndamm. Wenn der #Klimawandel aber nicht einmal über die potenziellen Chancen bei den Leuten angekommen ist, wie sollten sie sich dann mit Politikern anfreunden können, die tatsächlich harte Einschnitte einleiten könnten, um halbwegs vernünftig die #Klimakatastrophe moderieren wollen?