Der Leipziger Maler Michael Triegel auf der Kinoleinwand

„Da musst du bockig sein!“, hat einer seiner Lehrer, Ulrich Hachulla (*1943), mal zu Michael Triegels figürlichen Malstil gesagt. Das war in den frühen 90er-Jahren an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, der HGB Leipzig. Nun untersucht der in Sachen „Kunst“ routinierte Dokumentarfilmer Paul Smaczny („Die Thomaner“, 2011) das Zusammentreffen von Michael Triegels Kunst im 21. mit der figürlichen Kunst von Lucas Cranach dem Älteren im 16. Jahrhundert. Gegenstand ist die […]

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Mother‘s Baby – ein Kinofilm, der lange nachwirkt (Katholischer Kinotipp)

Eine erfolgreiche Dirigentin und ihr Partner wünschen sich ein Kind. Eine Privatklinik für Fruchtbarkeitsbehandlungen lässt diesen Wunsch mit einem neuen, experimentellen Verfahren endlich wahrwerden. Bei der Geburt des Kindes kommt es aber zu Komplikationen. Das Neugeborene muss wegen Sauerstoffmangel in die Neonatologie. Als es schließlich gesund in den Arm der Mutter zurückkehrt, spürt die eine unerklärliche Distanz zum Kind. Der zwischen Drama und Horrorfilm changierende Film macht […]

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Ein einfacher Unfall – Gesellschaftskritik aus dem Iran, unter schwierigsten Umständen gefilmt – Katholischer Kinotipp

Ein iranischer Automechaniker glaubt in einem Mann mit einer Beinprothese einen brutalen Wächter aus dem Gefängnis wiederzuerkennen und will ihn aus Rache lebendig begraben. Um sicherzugehen, dass es auch wirklich sein Peiniger ist, entführt er den Mann und klappert mit ihm andere ehemalige Mitgefangene ab. Auf der Fahrt kreuz und quer durch Teheran entspinnen sich erbitterte moralische Auseinandersetzungen über Gewalt, Vergeltung und Gerechtigkeit, die durch brenzlige Situationen, […]

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DER TOD IST EIN ARSCHLOCH – ein Dokumentarfilm über ein alternatives Bestattungsunternehmen – Katholischer Kino-Tipp

Filme zum Thema Sterben, Beerdigung und überhaupt zum Thema „Tod“ gibt’s genügend. Nun gibt es allerdings einen recht originellen und beachtungswürdigen Dokumentarfilm über ein alternatives Bestattungsunternehmen - Das „Wrede-Institut“ in Berlin-Kreuzberg. Eindrücklich dabei beispielsweise die Geschichte der Gabi Kohn – sie ist Mitarbeiterin im Institut und im Film bespricht sie mit dem „Chef“ ihre eigene Beerdigung. Das kommt zunächst fast nebenbei „ins Bild“. […]

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Ida – ein religiöses Meisterwerk – Medientipp

(bis 7. Dezember 2025 in der ARD-Mediathek) Anfang der 1960er-Jahre macht sich eine junge Novizin auf eine Reise in die eigene Vergangenheit: Eine Tante informiert sie über ihre jüdische Herkunft und die Ermordung der Eltern im Holocaust. Der dialogarme Film erzählt mit strengen schwarz-weißen Bildern und einem vielschichtigen Soundtrack aus Bach, Mozart und modernem Jazz von den Narben, die die Verbrechen des 20. Jahrhunderts hinterlassen haben. Ein überzeugend gespieltes Drama, das […]

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SORDA – Klang der Welt, ein Therapie-Film für Hörende

Eine gehörlose Frau bekommt mit ihrem hörenden Partner ein Kind. Doch während ihre Beziehung zu zweit harmonisch war, bringt die Erziehung des Babys Konflikte mit sich. Selbst in ihrer Familie stößt die Frau als Mutter auf Barrieren, die sie längst überwunden glaubte. Zudem fühlt sie sich auch im Umgang mit dem Baby überfordert. Das Drama zeigt anschaulich und in sehr konkreten Situationen, wie die hörende Welt Gehörlose marginalisiert und wie ihre Ansprüche und Hoffnungen immer […]

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Ab morgen bin ich mutig – ein stiller Kinder-Film über eine ungewöhnliche „junge“ Liebe

Ein schüchterner Zwölfjähriger verliebt sich in eine Mitschülerin, die deutlich größer ist als er, und traut sich anfangs kaum, seine Gefühle durchblicken zu lassen. Mit Hilfe seines Bruders, seines Talents als Fotograf sowie eines Klassenprojekts, bei dem ein Dokumentarfilm über das Verliebtsein gedreht wird, fasst er sich jedoch ein Herz. Ein Kinderfilm, der die Perspektiven seiner Figuren stets ernstnimmt und sensibel von der ersten Liebe erzählt. – Sehenswert ab 10.

Bild: Ab morgen bin ich mutig – Plakat – Fotonachweis ©: Bernd Sahling, Zeitgeist Filmproduktion

AB MORGEN BIN ICH MUTIG
PRODUKTION: DEUTSCHLAND 2025
R: BERND SAHLING
MIT: JONATHAN KÖHN
GENRE: FAMILIENFILM, KINDERFILM
KINOSTART: 23. OKTOBER 2025
EMPFEHLUNG: KATHOLISCHER KINOTIPP

 

Stimmen aus der Kinotipp-Jury:

„..ein schöner Kinder-/Jugendfilm, der überraschend unaufgeregt daherkommt. Das macht ihn für die Zielgruppe vielleicht auf den ersten Blick weniger spannend und attraktiv, harmoniert aber mit dem Thema des Films, schließlich geht es nicht um die erste große Liebe, sondern um die erste unerfüllte Liebe, das Zögern und die Unsicherheit, sich zu offenbaren…“

„Bernd Sahling gelingt mit Ab morgen bin ich mutig ein stilles, aber bemerkenswert intensives Stück Kinderkino.“

„Ein ruhiger, bewusst undramatischer Film zum Thema “Erste Liebe”. Gefallen hat mir das “natürliche Spiel” der Protagonisten, insbesondere der Hauptfigur Karl.“

 

Bild: Ab morgen bin ich mutig – Kinotipp – Fotonachweis ©: Bernd Sahling, Zeitgeist Filmproduktion

#KatholischerKinotipp #Kino

Karla – sexueller Missbrauch in der Familie, immer wieder (Katholischer Kinotipp)

Der Spielfilm „Karla“ spielt in den frühen 60-igern der alten Bundesrepublik Deutschland.

Das Spielfilmdebüt der Regisseurin Christina Tournatzés bedient eine sehr langsame – nicht langatmige – Filmsprache: mit Bildern, die das Unsagbare mitteilen.

Bild: Filmbild „Karla“, Fotonachweis ©: Achtung Panda! Florian Emmerich, eksystent distribution

Als Zuschauender bin ich gebannt vom Zusammenspiel der 12-jährigen Karla, dem Richter und seiner Sekretärin. Auch die biografischen Hinweise zu diesen Erwachsenen sind wichtig und lassen ihr Handeln und Empathie gegenüber Karla verstehen. Dieses „Trio“ macht Mut und überzeugt, dass in so einer schwierigen Zeit couragiertes Handeln wichtig und möglich ist. Beeindruckend auch, dass der Film auf musikalische Untermalung verzichtet, wobei die Originalmusik eine wichtige Rolle spielt.

Schauspielerisch ist „Karla“ top, besonders was das „Trio“ betrifft – auch die Neben-Rolle des Staatsanwaltes hat mich sehr überzeugt und beeindruckt.

Und zuletzt: Die Filmsets und Kostüme sind sehr genau recherchiert und „gebaut“ ..interessant auch der Hut der Sekretärin..das ist Mode der 30-iger Jahre, vermutlich versteht sich das als ein Hinweis auf eine Liebesgeschichte in ihren jungen Jahren.

Also: ins Kino gehen!

Thomas Bohne

 

PRODUKTION: Deutschland 2025
REGIE: Christina Tournatzés
MIT: Elise Krieps (Karla) · Rainer Bock (Richter Lamy) · Imogen Kogge (Frau Steinberg)
LÄNGE: 104 Minuten
KINOSTART: 02.10.2025
EMPFEHLUNG: Katholischer Kinotipp

Bild: Katholischer Kinotipp „Karla“, Fotonachweis ©: Achtung Panda! Florian Emmerich, eksystent distribution

 

#Film #Karla #KatholischerKinotipp

Karla - sexueller Missbrauch in der Familie, immer wieder (Katholischer Kinotipp)

Der Spielfilm „Karla“ spielt in den frühen 60-igern der alten Bundesrepublik Deutschland.

Das Spielfilmdebüt der Regisseurin Christina Tournatzés bedient eine sehr langsame - nicht langatmige - Filmsprache: mit Bildern, die das Unsagbare mitteilen.

Bild: Filmbild „Karla“, Fotonachweis ©: Achtung Panda! Florian Emmerich, eksystent...

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#Film #Karla #KatholischerKinotipp

Was uns verbindet – Stilles Drama, aber tief (Katholischer Kino-Tipp)

Als das Ehepaar aus der Nachbarwohnung zur Entbindung ins Krankenhaus muss, erklärt sich eine alleinstehende Buchhändlerin Mitte 50 bereit, auf deren kleinen Sohn aufzupassen. Doch als die Mutter bei der Geburt stirbt, entwickelt die Nachbarin zu dem Jungen, dem verwitweten Vater und dem Neugeborenen eine tiefe Bindung. Ein warmherziges Porträt einer Frau, die in eine Familie hineinwächst, ohne die klassische Mutterrolle übernehmen zu wollen. – Sehenswert ab 14 FILMDIENST

Empfehlung: KATHOLISCHER KINOTIPP

Bild: Filmbild „Was uns verbindet“, Fotonachweis ©: Alamode Film

Stimmen aus der Kinotipp-Jury:

„In L’attachement verzichtet Regisseurin Camille Morin auf große Gesten und melodramatische Zuspitzung – und trifft damit genau den Ton, der das französische Kino seit jeher auszeichnet: leise, präzise, emotional aufgeladen durch Andeutungen statt Ausrufezeichen.“

„Ein gelungener Film über schwere Lebensfragen. Getragen von einem guten Ensemble und mit einem Drehbuch, das viele (vielleicht zu viele) Themen bringt, die naturgemäß nicht alle bis ins Letzte durchgespielt werden können. Ich sehe darin aber auch eine Qualität des Films.“

„Habe einen fesselnden Film erlebt mit herausragenden Darsteller:innen. Eine ganz schlichte Story, die noch dazu jenseits aller Familien und Ehe-Konventionen stattfindet, entwickelt im ruhigen Erzählmodus eine starke emotionale Dynamik.“

„Wunderbares französisches Kino, dem es gelingt, eine Geschichte, die in großen Teilen durchaus konventionell ist, so zu erzählen, dass man, auch dank ausgezeichneter Schauspieler:innen, gebannt und berührt von Anfang bis Ende dabei ist.“

 

TITEL: WAS UNS VERBINDET
ORIGINALTITEL: L’ ATTACHEMENT
PRODUKTION: Frankreich/Belgien 2024
REGIE: Carine Tardieu
MIT: Pio Marmaï (Alex) · Valeria Bruni Tedeschi (Sandra) · Vimala Pons (Emillia Demetriu) · Raphaël Quenard (David) · César Botti (Elliott)
LÄNGE: 106 Minuten
KINOSTART: 07.08.2025

Bild: Was uns verbindet-Plakat, Fotonachweis ©: Alamode Film

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