@fabianschaar Du meine Güte, schon wieder ein neues (altes/ähnliches) Layout hinter Deinem Blog! 😀 Aber ernsthaft: Sehr, sehr angenehm zu lesen. Guten Morgen!
Ein anderer interessanter Aspekt ist meiner Meinung nach auch, dass man sich für die eigenen Ziele oft viel eher Zeit nehmen muss.
Muss man das wirklich? Muss man überhaupt etwas? 😀 Nein, ich meine damit nicht, gleichgültig und leer am Leben vorbeizudösen. Das Gegenteil ist der Fall: Man sollte,finde ich, sich die Zeit nehmen herauszufinden, was einem selbst wichtig ist - und was man davon wirklich "muss". Muss man überhaupt irgendetwas? Oder muss man nur, vielleicht sogar ohne Unterlass, etwas tun, damit man nicht diese "unerträgliche Ruhe"/Stille und dadurch Zeit erfährt, sich mit sich selbst, dem eigenen Leben und dem, was man vielleicht noch an unverarbeiteten "Leichen im Keller" hat, zu beschäftigen? Das wäre häufig zwar angebracht und in vielen Fällen wohl auch dringend nötig, ist aber eine nicht immer bequeme und oft sogar schmerzhafte Arbeit/Erfahrung.
Stress besteht ja nicht nur aus von außen aufgezwungenen Ereignissen wie "ich muss", "ich soll" und so weiter. Bei vielen dürften noch andere Probleme (oder das, was zu solchen heranwächst) hinzukommen, die noch unaufgelöst irgendwo ganz hinten im "Oberstübchen" verstaut, vorsichhinwabern und noch zum "Alltagsbatzen" hinzukommen.
Also: Muss man überhaupt, oder kommt es einem manchmal nicht ganz ungelegen, dass man gerade nicht die Zeit für echtes Nichts hat? 😉
... so lange man mit sich selbst im Reinen bleiben kann, kann ich es nachvollziehen, Ansprüche an sich selbst zu stellen. Schwierig wird es an einem anderen Punkt: Genau dann, wenn man nicht mehr selbst merkt, was man eigentlich von sich abverlangt.
Damit wäre ich fast versucht, auf obigen Text zu verweisen, denn das Nichterkennen kann auch teilweise daherrühren (mein ich), aber ansonsten sehe ich das ähnlich. Mit dem "Ansprüche stellen" wäre ich vorsichtig, aber ein passende andere Antwort hätte ich im Moment auch nicht. 😀
Ich habe oft ein Problem, einfach einmal „nein“ zu sagen.
( ... )
Dann aber zu merken, in welche Situation man sich da eigentlich hineingeredet hat – das fällt mir zumindest oft viel zu spät auf.
Willkommen in meiner Welt! Ja, da habe ich auch noch viel Arbeit vor mir, aber ich gelobe: Das #HelferSyndrom will ich mir abgewöhnen. Nicht ganz, aber besser dosiert will ich es ausleben. 😉
Es ist mitunter auch nicht immer leicht zuerkennen, ob man einem da durch zuviel Eifer alles abzunehmen versucht oder ihm/ihr bei der Lösung eines Problems hilft. Letzteres erscheint mir wesentlich wichtiger.
Und - damit will ich mal schließen. ich könnte wohl zu jeder zweiten Zeile Deines Textes was sagen, weil mir Dein Gedankenspiel gefällt - "muss" ich aber doch gar nicht! 😀
Außer, ja außer vielleicht, dass es nichts mit Egoismus zu tun hat, wenn man es schafft, wirklich mal NEIN zu sagen. Oder vielleicht auch ein weiteres Mal. Es geht auch um die eigenen Ressourcen. Zum einen nützt es niemandem, wenn man irgendwann selbst platt ist, zum anderen nützt es auch dem Fragenden mehr, wenn man ein anderes Mal vielleicht "ja" sagt und dann wirklich voll bei der Sache ist.
So, ich lass das jetzt mal... wollte gerade schon einen nächsten Absatz starten.
Hab nen schönen Tag!
(Edit 09:57: Schlimmste Vertipper entwurschtelt 😀 )