„The Hurt Locker“ ist ein Kriegsfilm, der sich weigert, den Krieg nur als Kulisse einer Erzählung zu begreifen. Kathryn Bigelow interessiert sich nicht für Missionen, Siege oder politische Rechtfertigungen. Ihr Blick bleibt auf der Anspannung der Menschen, die in einem System funktionieren müssen, das zugleich auf ihren Verschleiß angelegt ist. Der Irakkrieg ist hier kein Hintergrund, sondern ein Zustand permanenter Unsicherheit. Kontrolle existiert nur als Idee und ist eine Lüge. Bigelow gewann mit diesem Film, als erste Frau überhaupt, einen Oscar für die beste Regie (und weiteren 5 Auszeichnungen, u.a. auch als bester Film). (3sat. Wh.)
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