CSD-Wochen und Demo München

Während der #Bundestag den 17.5. als #Flaggentag für den #Regenbogen festgelegt hat, der CSU-Bürgermeister in #Aschaffenburg die #Integration für so vollständig hält, dass so etwas nicht mehr nötig ist, #Dresden von den Vereinen die Kosten für kommerzielle Betreiber verlangt, feiert sich #München seit Tagen mit Fähnchen an Bus und Tram und bereitet zwei Wochen an Vorarbeiten vor: Die Ludwigstraße wird drei Tage mit Bühnen und Ständen die Forderungen bringen:

CSD-Muenchen.de hat das ganze Programm der PrideWeeks 11.-28. Juni ’26

§175 und seine Auswirkungen bis heute

In Bayern galt bis 1871, bis zum Beitritt des Königreich Bayern zum Deutschen Reich, französisches Recht, das keine Verfolgung der Homosexualität kannte.

Vor 150 Jahren hat uns König Ludwig II. mit dem Verkauf Bayerns an das neue Kaiserreich gegen eine Menge Geld aus Bismarcks „Reptilienfonds“ für den Bau seiner Schlösser, die nach seinem Willen nach seinem Tode in die Luft gesprengt werden sollten, statt dem bisher geltenden französischen Recht (ohne einen solchen Paragraphen) das preußische Kaisertum und sein Strafrecht mit den §§175 eingebrockt.

Aber in Täuschland schreiben wir unsere Geschichte immer schön, wie alle ReGierenden, machen aus Ludwig einen traurig verirrten gemordeten Märchenkönig und in München auch aus einer Siegesgöttin nach dem 1870er Krieg gegen Frankreich einen „Friedensengel“. „Kein Kuß mehr, Reinheit … Königtum!“

Queerer Aktionsplan auch für Bayern?

Stand 2024 bundesweit in allen anderen Bundesländern: Es gibt einen queeren Aktionsplan und Ausführungen gegen Diskriminierung in den verschiedenen Lebensbereichen

Die Situation der Aktionsgruppen in Bayern: Es hattte sich ein Organisationsnetz gebildet, der Bayrische Jugendring BJR und das JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis koordinierten die Vorarbeiten in den organisierten Szenen, viele Gruppen und der Lesben- und Schwulenverband, jetzt LSVD+ – Verband Queere Vielfalt / Bayern sammelte die Informationen bei 32 CSD-Veranstaltungen 2024 auch in mittleren Städten, an regionalen Stammtischen und in örtlichen Selbsthilfegruppen, wachsende Vielfalt der thematischen Gruppen, bi+, poly, Fetisch, Alter, Musik … und die Übergabe der Materialien an das Bayrische Sozialministerium zur Ausarbeitung.

Seitdem öffentlich: Stille. Interne Meldungen: Aiwanger ist dagegen. Läßt das Thema immer wieder streichen.

Lesben- und Schwulenverband plus* LSVD⁺ im Mai 2026

Die Rechte und die Sicherheit von LSBTIAQ* stehen weiterhin unter Druck

Die automatisierte Weitergabe von Geschlechtseinträgen und Vornamen (einschließlich früherer Daten) an Sicherheitsbehörden im Rahmen des Selbstbestimmungsgesetzes (SBGG) in Bayern stellt nicht nur ein Zwangsouting mit damit verbundenen Sicherheitsrisiken für Betroffene dar, sondern bedeutet auch einen Verstoß gegen den Zweck des Offenbarungsverbots und den Datenschutz.

Zudem bleibt die beschlossene Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) deutlich hinter den Versprechen der Bundesregierung zurück und verbessert den Schutz vor Diskriminierung lediglich punktuell. 

Zum 17. Mai machten wir deutlich: Deutschland und die Bundesregierung stehen in der historischen Verantwortung, sich auch innerhalb der internationalen Gemeinschaft klar gegen Queerfeindlichkeit einzusetzen.

Auch am 77. Geburtstag des Grundgesetzes bleiben LSBTIAQ* darin eine historische Leerstelle.

Radio Queeruferlos

Seit mehr als 30 Jahren, nun am 1.+3. Donnerstag des Monats 21-22h auf UKW 92,4 und auf DAB+ und im Internet, am 4. Juni und 18. Juni mit den wichtigsten aktuellen Ergänzungen:

mit dem DJ und Musiker Jens Poenitsch und dem Künstler und Verleger Martin Arz :
Eine Neue Band am CSD, die alte Formation und dazwischen viel als DJ –

und ein Buch munich sounds better with you zur Zeit mit Donna Summer:
Wir werden aus seinem aktuellen Leben und seiner Musik hören, und von der künstlerischen und verlegerischen Arbeit: Munich Sounds better with you – im Hirschkäfer-Verlag von Martin

Graf Rumford und Horst Middelhoff 18.-26.

RUMFORDSTRASSE 32 – Ein neuer Ort

Geboren Massachusetts, hat Graf Rumford in München Spuren hinterlassen, die bis heute sichtbar sind:

Als Erfinder der Rumford-Suppe und Initiator der Suppenküchen reformierte er die bayerische Armee und schuf den Englischen Garten.

ab 18. Juni – 27.06.2026 -Marching on – Queere Proteste von Horst Middelhoff

Die Ausstellung „Marching on“ präsentiert eine fotografische Retrospektive schwuler und queerer Protestbewegungen der Jahrtausendwende in München, Berlin und den USA.

Die Aufnahmen stammen aus dem Nachlass des 2025 verstorbenen Fotografen Horst Middelhoff, der sich leidenschaftlich für die schwule Szene Münchens engagierte und diese zeitlebens mit seiner Kamera dokumentierte.

Von farbenfrohen CSD-Paraden bis hin zu ACT-UP-Demonstrationen im Zuge der Aids-Krise spiegeln die Fotos eindrücklich die Vielfalt der queeren Community sowie ihre politische und programmatische Entwicklung im Wandel der Zeit.

Zugleich erzählen sie aus der persönlichen Perspektive Horst Middelhoffs von den Menschen, die die queere Szene Münchens maßgeblich prägten und sie bis heute lebendig gestalten.

Im Rahmen der Münchner Pride Weeks lädt die Ausstellung dazu ein, auf die Errungenschaften der LGBTIQ*-Community zurückzublicken, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich weiterhin solidarisch für queere Rechte einzusetzen.

Die Ausstellung möchte die öffentliche Sichtbarkeit von LGBTIQ* stärken und einen Raum schaffen, in dem ein generationenübergreifender Dialog entstehen kann, der das Engagement früherer Aktivist*innen würdigt, gleichzeitig aber auch den Blick auf gegenwärtige Herausforderungen sowie zukünftige Perspektiven der queeren Community richtet.

Die Ausstellung wird konzipiert und kuratiert von Lisa Hirdes, PLATFORM München und Albert Knoll,
Forum Queeres Archiv München e.V. Ausstellungseröffnung: 18.06.2026, 19 Uhr.
Die Ausstellung wird gefördert von der Münchner Regenbogen-Stiftung.

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Foto-Ausstellung Horst Middelhoff 18.-27.6.26

Eine Fotoausstellung mit einer Auswahl von Aufnahmen von Horst Middelhoff, die er dem Forum Queeres Archiv München überlassen hat.

Die Ausstellung mit dem Titel „Marching on – Queere Proteste fotografiert von Horst Middelhoff“ findet vom 18.06. bis zum 27.06.2026 in der Galerie des „Graf Rumford“ (Rumfordstraße 32) statt und zeigt schwerpunktmäßig Fotografien, die Horst in den 80er und 90er Jahren bei CSDs bzw. Pride-Paraden in München, Berlin und den USA aufgenommen hat. 

RUMFORDSTRASSE 32 – #MÜNCHEN

Graf Rumford, benannt nach dem bemerkenswerten Benjamin Thompson, besser bekannt als Graf Rumford.

Geboren Massachusetts, hat er in München Spuren hinterlassen, die bis heute sichtbar sind. Als Erfinder der Rumford-Suppe und Initiator der Suppenküchen reformierte er die bayerische Armee und schuf den Englischen Garten. Stoßen Sie mit uns auf einen Mann an, dessen Erfindungsreichtum und soziales Engagement München geprägt haben.

Die Ausstellung soll in reduzierter Form im August im sub in der Müllerstr. 14 aufgehängt werden …

#FotoausstellungCSD #GrafRumford #HorstMiddelhoff #München #subMüllerstrasse