Tobias Streck – Joachim Schroeder – „Kill Me Today, Tomorrow I’m Sick!“ (2018)

Mehr Tragik als Komik ist das hier – aber aufregend und ganz anders als was sie vielleicht vermuten: Sie kennen die OSZE? Das ist sozusagen die Vereinigung des globalen Nordens, die hier aber – in Umkehrung des Mephistopheles – stets „das Gute will und das Böse schafft“. Seit dem Jahr 1999 war so auch diese Organisation beteiligt, den Kosovo zu „befrieden“. So ganz geklappt hat das mit der Sicherheit & Zusammenarbeit allerdings (bis heute) nicht. (ARD, Wh.)

Tobias Streck, Joachim Schroeder - "Kill Me Today, Tomorrow I’m Sick!" (2018)

Mehr Tragik als Komik ist das hier - aber aufregend und ganz anders als was sie vielleicht vermuten: Sie kennen die OSZE? Das ist sozusagen die Vereinigung des globalen Nordens, die hier aber - in Umkehrung des Mephistopheles - stets "das Gute will und das Böse schafft". Seit dem Jahr 1999 war so auch diese Organisation beteiligt, den Kosovo zu "befrieden". So ganz geklappt hat das mit der Sicherheit & Zusammenarbeit allerdings (bis heute) nicht. (ARD, Wh.)

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Dominik Graf – „Gesicht der Erinnerung“ (2022)

Wir könnten auch annehmen, Dominik Graf hätte zwei Karrieren. Die eine kennen wir gut: den Graf der Krimis, Ermittlungen, großer und ganz kleiner krimineller Organisationen. Die sich immer an Schicksalen abarbeiten. Tatort, Polizeiruf. Milieus, präzise gebaut und scharf beobachtet. Aber dann ist da noch der ganz andere Graf. Der leise, fast scheue Filmemacher, der von einer anderen Welt erzählt: von der Welt der Gefühle. Von einer verirrten, verzweigten, verzweifelten Liebe, so wie hier. (ARD, Wh)

Dominik Graf - "Gesicht der Erinnerung" (2022)

Wir könnten auch annehmen, Dominik Graf hätte zwei Karrieren. Die eine kennen wir gut: den Graf der Krimis, Ermittlungen, großer und ganz kleiner krimineller Organisationen. Die sich immer an Schicksalen abarbeiten. Tatort, Polizeiruf. Milieus, präzise gebaut und scharf beobachtet. Aber dann ist da noch der ganz andere Graf. Der leise, fast scheue Filmemacher, der von einer anderen Welt erzählt: v

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Dominik Graf, Verena Altenberger – „Gesicht der Erinnerung“ (2022)

Wir könnten glauben, Dominik Graf hätte zwei Karrieren. Die eine kennen wird gut: den Graf der Krimis, Ermittlungen, Gesetze, die sich an Schicksalen abarbeiten. Tatort, Polizeiruf, durchdrungene Milieus. Präzise gebaut, scharf beobachtet. Aber dann ist da noch der andere Graf. Der leise, fast scheue Filmemacher, der von einer anderen Welt erzählt: von der Welt der Gefühle, einer verirrten, verzweigten, verzweifelten Liebe.

[…]

Mediathekperlen | Dominik Graf, Verena Altenberger - „Gesicht der Erinnerung“ (2022)

Wir könnten glauben, Dominik Graf hätte zwei Karrieren. Die eine kennen wird gut: den Graf der Krimis, Ermittlungen, Gesetze, die sich an Schicksalen abarbeiten. Tatort, Polizeiruf…

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Woanders is’ auch sch…..

Berlin, Marl, Bonn

Bonn ist wieder ans Bahnnetz angeschlossen. Freuen Sie sich nicht zu früh. Bricht jetzt mit dem “digitalen Stellwerk Köln”, das rheinische Bahnparadies an? Keineswegs. Der WDR meldet: “Ende 2025 kommt auf Pendler allerdings die nächste Belastungsprobe zu. Denn dann soll das neue Stellwerk für den Kölner Hauptbahnhof in Betrieb gehen – auch dafür ist bereits eine längere Sperrung eingeplant.” 2025 – das ist noch dieses Jahr. Sie müssen sich also gar nicht erst umgewöhnen.

Seien Sie trotzdem froh, dass Sie kein*e Berliner*in sind. Ich glaube nicht, dass es an den Journalist*inn*en liegt, wenn ich mit meinen 68 Jahren durch solche Texte nicht mehr durchsteige. Meine These: es ist die Deutsche Bahn AG, die Überblick und Kontrolle längst verloren hat.

Marl

Wo hat sich der Sonneborn und seine “Partei” versteckt? Das dachte ich bei dieser Meldung aus Marl. Sie wissen nicht, wo das liegt, weil Sie sich noch nie für den Grimmepreis interessiert haben? Ich weiss von seiner Existenz, seit ich 8 Jahre alt bin. Borussia Mönchengladbach erkämpfte sich im Aufstiegskampf der Regionalliga West ein glanzvolles 5:1 gegen einen gewissen TSV Marl-Hüls. Damals erführ ich zum ersten Mal von seiner Existenz.

Das beste Denkmal für Marl setzte Filmregisseur Dominik Graf mit seinem Dokumentarfilm “Es werde Stadt” von 2014. In zugänglichen Mediatheken existiert er nicht. Es gibt eine YouTube-Fassung, in der wir einem Freak dabei zugucken, wie er diesen Film guckt. Wers mag …

Filmproduzent*inn*en sollten sich mehr Gedanken machen, wie sie ihr Verschwinden aus dem Gedächtnis der Menschheit vermeiden wollen.

Bonn und sein Winterhoff

Zu diesem anstrengenden Skandalthema melde ich ein Auftauchen aus einer Paywall.

Johannes Franzen/uebermedien: Aufstieg und Fall großer Experten – Der Kinderpsychiater Michael Winterhoff galt einmal als ‘Erziehungsberater der Nation’, obwohl seine Thesen in der Fachwelt hochumstritten sind. Jetzt wird ihm vor Gericht gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Welche Rolle spielen in dieser Geschichte die Medien, die Winterhoff jahrelang geradezu hofierten?”

Lesen Sie dort auch die Leser*inne*kommentare unter dem Text. Ich stimme vollständig zu. Es geht nicht um das Verurteilen eines Einzeltäters. Wenn ers verdient hat, soll es so sein. Aber das real existierende System der Medien-Aufmerksamkeitsökonomie ist die Krankheit.

Weil mann auch das Positive sehen muss. Die aufklärerische TV-Doku machte Nicole Rosenbach. Verantwortliche Redakteur*inn*e*n sind Jessica Briegmann (WDR) und Claus Hanischdörfer (SWR). Danke für die gute Arbeit.

Wo ist es besser als in Beuel?

Woanders is’ auch sch….. – Beueler-Extradienst

In der zweiten Staffel von „Silo“ sucht eine wissenshungrige Ingenieurin nach der Wahrheit, Amazon Prime zeigt alle Harry Potter-Teile und in „Die geliebten Schwestern“ geht’s um eine historische Ménage-à-trois.

#DieGeliebtenSchwestern #DominikGraf #HarryPotter #Silo #WasLäuftHeute

https://detektor.fm/kultur/was-laeuft-heute-silo-harry-potter-die-geliebten-schwestern?utm_campaign=share_on_mastodon&utm_medium=mastodon&utm_source=mastodon

Silo, Harry Potter, Die geliebten Schwestern

In der zweiten Staffel von "Silo" begleiten wir eine wissenshungrige Ingenieurin auf der Suche nach der Wahrheit.

detektor.fm

Maxim Biller: Kein König in Israel

SWR Kultur, Sa, 06.10.2024, 0.05 bis 1.26 Uhr

Der Romancier und Kolumnist Maxim Biller hat sein erstes Hörspiel geschrieben. Hat er wirklich? Und Regisseur Dominik Graf habe „seit langem keinen so guten Film gemacht wie dieses Hörspiel“, meint Biller. Ist das so?

Josef Chaim Brenner, 1881 im russischen Kaiserreich geboren, Schriftsteller und Übersetzer, Gewerkschafter und Zionist, ging im Februar 1909 nach Palästina. Zwölf Jahre später wird er während antijüdischer Pogrome von arabischen Nationalisten grausam ermordet werden. Der Romancier und Kolumnist Maxim Biller schildert das widersprüchliche Leben der realen Figur Brenner in seinem für das Hörspiel verfassten Text „Kein König in Israel“. Südwestrundfunk-Dramaturg Manfred Hess konnte den Film- und Fernsehregisseur Dominik Graf gewinnen, der damit sein erstes Hörspiel inszenierte. Zur Seite standen ihm die hörspielerfahrenen Komponisten und Musiker Florian Van Volxem und Sven Rossenbach, die auch sonst Grafs Filme vertonen.

„Hörspiel ist wie Stummfilm – nur umgekehrt“, lautet ein Bonmot des Schriftstellers und Hörspielautors Urs Widmer. Als Karl-Sczuka- und Kriegsblinden-Preisträger wusste Widmer, wovon er redete. Maxim Biller erklärt in einem Interview mit dem SWR „nett gemeint und voller Bewunderung“, sein Regisseur Dominik Graf habe „seit langem keinen so guten Film gemacht wie dieses Hörspiel“, und fährt fort: Das sei ein großer Film geworden und das sei ja gar kein Hörspiel mehr.

Pure Literatur

Da ahnt man schon, dass Biller eher so gar keine Ahnung davon hat, was im Hörspiel in den letzten fünfzig Jahren so passiert ist, geschweige denn, was darin möglich ist. So ist zum Beispiel wörtliche Rede im Film, Theater und selbst im Hörspiel nicht ganz unüblich. Wenn aber diese mit „Das sagte Jossl jetzt in Chayas Richtung“ erläutert werden muss oder eine Lautäußerung mit „dann schrie er laut und verzweifelt“, weiß man, dass man es mit einem Prosatext zu tun hat, der sich kein bisschen um medienadäquates Erzählen schert.

Auch die vielen beschreibenden Passagen sind so pure Literatur, dass man schon einige Anstrengungen hätte unternehmen müssen, sie in eine Hörspielform zu überführen. Hier ist Hörspiel wie Tonfilm mit zu ausführlicher Audiodeskription. Nach der Adaption seines Romans „Sechs Koffer“ (SWR 2021, Bearbeitung und Regie: Walter Adler) ist „Kein König in Israel“ erst die zweite Hörspielfassung eines Prosatextes von Biller.

Koketterie mit dem Unpolitischen

Es ist zu vermuten, dass Biller nicht mit den Konventionen seines Genres brechen wollte. Wie sollte er auch, dafür wäre die Kenntnis von dessen Regeln die Voraussetzung. Stattdessen ging es ihm darum „eine geile Geschichte zu erzählen“, wie er im oben bereits zitierten Interview sagte. Denn er habe nie etwa Politisches vor mit einem Text. Zieht man die Koketterie mit dem Unpolitischen ab, so funktioniert die Geschichte des Josef „Jossl“ Brenner durchaus. Erzählt wird episodenhaft von den frühen zionistischen Anfängen in Palästina, wo zu Brenners Zeiten die Herrschaft des Osmanischen Reiches durch die der Briten abgelöst wird. Araber und Juden stehen sich feindlich gegenüber. Billers Manuskript ist im Frühjahr 2023 fertiggestellt worden, also ein halbes Jahr vor dem Massaker, bei dem die Hamas am 7. Oktober in Israel 1200 Menschen getötet und mehr als 200 entführt hatte und dessen heillose Folgen bis heute andauern.

Vor diesem Hintergrund hört man den Text des Juden Brenner, der im Fieber davon träumt, den „großen palästinensischen Roman“ schreiben zu wollen, „auf dessen letzten Seiten es ein Blutbad geben würde, wie noch nie in der neuen jüdischen Literatur.“

Hörspiel-Debüt mit 72

Brenner heiratet und wird geschieden. Seine Frau Chaya (Deleila Piasko) nimmt seinen Sohn Uri mit nach Deutschland, weil sie sich vor dem übermächtigen Einfluss des Vaters auf den Sohn fürchtet. Jossl schreibt dunkle und wirre Briefe an seinen Sohn, die er nie abschickt. Ein Rückblick in Brenners Londoner Zeit, in der er zeitweise in einem schwulen Nachtclub – die Schwulenfeindlichkeit vieler Araber wird später einen Freund das Leben kosten – verkehrte, ergänzt das Porträt Brenners.

Rekonstruiert wird Brenners Leben, das im Hörspiel mit seiner Ermordung beginnt und endet, von gleich zwei Erzählerfiguren, gespielt von Samuel Finzi und Adriana Altaras, die den Großteil des Hörspiels tragen. Für die atmosphärische Verdichtung sorgt der Soundtrack von Florian Van Volxem und Sven Rossenbach. Das Hörspiel neu erfunden, wie Biller meint, hat Dominik Graf zwar nicht. Aber für ein Debüt ist es auch mit 72 Jahren nicht zu spät. Friederike Mayröcker hat schließlich mit 90 Jahren ihre erste Oper geschrieben.

Jochen Meißner – KNA Mediendienst, 10.10.2024

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https://hoerspielkritik.de/tonfilm-mit-audiodeskription/

#DominikGraf #KeinKönigInIsrael #MaximBiller #SWR

Maxim Biller: Kein König in Israel | Hörspiel

Maxim Billers Doku-Fiktion über jüdische Identität und den Schriftsteller Josef Chaim Brenner, der 1921 in Palästina während der antijüdischen Pogrome ermordet wurde.

swr.online
5 Films to Watch From Oldenburg Honoree Dominik Graf, “Germany’s John Carpenter”

The Oldenburg Film Festival's 2024 retrospective is devoted to the best German genre director you've never heard of.

The Hollywood Reporter

Dominik Graf, Anne Ratte-Polle – „Mein Falke“ (2023)

Hier zeigt sich, was möglich ist, wenn Geschichtenerzählerin Beate Langmaack und Regisseur Graf eine gemeinsame Idee für einen Film, seine Figuren und seine, ja, Botschaft entwickeln können, ohne dass sie durch formatierte Sendeplätze oder Fließbandproduktionsbedingungen Kompromisse machen müssen. (ARD)

Mediathekperlen | Dominik Graf, Anne Ratte-Polle - „Mein Falke“ (2023)

Hier zeigt sich, was möglich ist, wenn Geschichtenerzählerin Beate Langmaack und Regisseur Graf eine gemeinsame Idee für einen Film, seine Figuren und seine, ja, Botschaft entwickeln können…

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Mafia, Moretti, Mateschitz – Im Netz der Camorra (2021/2022)

Hätte ich die Spiegel-Kritik von Christian Buß damals nicht gelesen, hätte ich mich wahrscheinlich von dieser deutsch-österreichischen Produktion eher ferngehalten. Schon aus dem Grund, dass der Heimatsender des österreichischen Rechtspopulismus aus dem Imperium des verstorbenen Dietrich Mateschitz hier koproduziert hat. Red-Bull stinkt nach Gummibärchen. Geld […]

Mafia, Moretti, Mateschitz - Im Netz der Camorra (2021/2022)

Hätte ich die Spiegel-Kritik von Christian Buß damals nicht gelesen, hätte ich mich wahrscheinlich von dieser deutsch-österreichischen Produktion eher ferngehalten. Schon aus dem Grund…

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Zu sehen in der arte-Mediathek: „Mein Falke“, ein neuer Film von #DominikGraf:

https://www.arte.tv/de/videos/109763-000-A/mein-falke/

Mein Falke - Film in voller Länge | ARTE

Ihre Arbeit ist ihr Leben. So sehr, dass Inga nicht mal bemerkt hatte, dass ihr Mann sich vor zwei Jahren trennen wollte. Seitdem lebt die Biologin allein im Haus ... - Regisseur Dominik Graf und Drehbuchautorin Beate Langmaack setzen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit in "Mein Falke" (2023) fort.

ARTE