„Les jeux (ne) sont (pas) faits“ – Prokofjews „Der Spieler“ bei den Salzburger Festspielen
Elena Deinhammer
[caption id="attachment_28953" align="alignleft" width="300"] Salzburger Festspiele/Der Spieler 2024: Ensemble/Foto: © SF/Ruth Walz[/caption]
Mit „Der Spieler“ von Sergej Prokofjew gelangt bei den diesjährigen Salzburger Festspielen neben Mieczysław Weinbergs „Der Idiot“ eine zweite auf einem Roman von Dostojewski basierende Oper zur Aufführung. Prokofjews erste große Oper ließe sich durchaus als „Schmerzenskind“ (vgl. Richard Strauss zur Entstehung von „Die Frau ohne Schatten“) bezeichnen: Bereits 1914 begonnen, scheiterte die geplante Uraufführung in Zusammenarbeit mit Wsewolod Meyerhold nicht zuletzt an der ausbrechenden Oktoberrevolution. Nach Überarbeitung der Partitur gelangte „Der Spieler“ schließlich erst 1929 in Brüssel zur Uraufführung, in Russland wurde das Werk wegen seiner Einstufung als dem Sozialistischen Realismus nicht entsprechend erst 1974 auf die Bühne gebracht. Bis heute gilt es in der Opernwelt, wenn auch öfter gespielt als Weinbergs „Der Idiot“, mehr als Rarität denn als Teil des Repertoires. (Rezension der Vorstellung vom 20. August 2024)
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