Die Margen der Kunst. Michael Seemann ( @mspro ) kulturBdigital-Konferenz 2025

https://www.youtube.com/watch?v=f3od5GReMpg

Der Begriff "Ghost Artists" kommt in diesem Vortrag zwar vor, wird aber nicht so richtig erklärt. Die Suchmaschiene meines Vertrauens spuckt dazu diesen Wikipedia-Artikel aus:

https://en.wikipedia.org/wiki/Controversy_over_fake_artists_on_Spotify

Wenn ich das richtig verstehe sind "Ghost Artists" also Künstler, die nicht als tatsächliche Person wirklich existieren, sondern von Platformbetreibern kreiert werden um kosten zu reduzieren. Die Musik wird zwar von echten Menschen Produziert, diese werden jedoch nur für die einzelnen Aufnahmen bezahlt, die Rechte für das Werk hat aber die Platfrorm selbst. Die tatsächlich Kunstschaffenden müssen dann nicht an den Gewinnen aus dem Vertrieb beteiligt werden und so entsteht für die Platformbetreiber eine größere Marge.

Ein weiterführender Gedanke dazu: Angenommen die Thesse von David Greaber, das ein großteil aller Arbeitnehmenden faktisch "Bullshit Jobs" ausüben stimmt.

https://en.wikipedia.org/wiki/Bullshit_Jobs

Wenn es bei diesen Bullshit-Jobs im wesentlichen darum geht Texte zu produzieren die auf sich selbst referenzieren ohne dabei irgendeinen mehrwert zu schaffen dann bedeutet das, dass LLM's - die mit noch viel geringeren Kosten genau so effektiv selbst-referenzielle Bullshit-Texte produzieren können - die Austauschbarkeit der Menschen in Bullshit-Jobs massiv erhöhen. Das wiederum bedeutet nicht unbedingt, dass diese Menschen ihre Jobs verlieren, aber durchaus, dass ihre Verhandlungsmacht gegenüber ihren Arbeitgebern in diesen Jobs massiv abnimmt.

#BullshitJobs #Austauschbarkeit #Verhandlungsmacht #Spotify #Music #LLM #DavidGreaber #MichaelSeemann #ghostArtists #interdependenz

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