Edin Hasanović – „Schuld sind immer die Anderen“ (2012)

Ein Film über die Unmöglichkeit, persönliche Schuld von struktureller Verantwortung zu trennen. Auch dreizehn Jahre nach seiner Erstausstrahlung wirkt das Debüt von Lars-Gunnar Lotz und Anna Maria Praßler noch immer wie eine schonungslose Studie über Strukturen, die Gewalt hervorrufen und gleichzeitig ihre Folgen „heilen“ wollen. Sie verzichten auf moralische Vereinfachungen und zeigen kein klassisches Sozialdrama, das etwa auf Erlösung aus ist, sondern einen Mikrokosmos, in dem Macht, Angst und Verantwortung untrennbar miteinander verwoben sind. (ARD, Wh.)

Zum Blog: https://nexxtpress.de/mediathekperlen/edin-hasanovic-schuld-sind-immer-die-anderen-2012/

Hab gerade was gefunden, vielleicht für die @mediathekperlen?
Schuld sind immer die Anderen von #LarsGunnarLotz ist gerade in der #ARDMediathek
Musik ist von #DanielBenjamin / #DanielBenyamin, der Sänger von damals #Noisetoys und #SeaAndAir. Vielleicht macht das auch dem @dickenhobelix Appetit? https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzIyMzE3NzI
Debüt im Dritten: Debüt-Klassiker: Schuld sind immer die anderen - hier anschauen

Ben bekommt im idyllisch gelegenen Waldhaus die einmalige Chance auf einen Neuanfang. Als einer von sieben jugendlichen Straftätern soll er in der familiären Gemeinschaft soziale Kompetenz erlernen und Geborgenheit erfahren. Ben beugt sich nur mühsam den Regeln, verharrt in Wut und Ablehnung. Doch dann kehrt Hausmutter Eva zurück ins Waldhaus und Ben ist geschockt: Sie ist eines seiner früheren Opfer. Sein brutaler Überfall auf sie wurde nie aufgeklärt. Nun versucht Ben alles, um in der Gruppe nicht aufzufallen. Doch in Eva wächst bald ein Verdacht. In der Konfrontation mit Eva empfindet Ben zum ersten Mal so etwas wie Schuld. Eva dagegen muss sich fragen, ob sie zu Vergebung tatsächlich fähig ist. Mit Edin Hasanović, Julia Brendler, Jan Ben Puch, Pit Bukowski, Natalia Rudziewicz Regie Lars-Gunnar Lotz