Isabelle Bartram, Molekularbiologin in Netzpolitik: " Meine Befürchtung ist, dass man die sequenzierten Genome der Neugeborenen zusammenführt und speichert, um einen großen Datenschatz für die öffentliche und privatwirtschaftliche Forschung zu erhalten. Aber eine wichtige Eigenschaft von DNA ist, dass man 50 Prozent immer an die nächste Generation weitergibt und dadurch nah verwandte Menschen eine große genetische Übereinstimmung haben. Das ist für die Polizei natürlich wahnsinnig nützlich, wenn sie nach Personen sucht."
Nicht nur das: Bei bekannten sog. "Erbkrankheiten" könnte auch die nächste Generation von Diskriminierung betroffen sein. Das liegt halt am System des patriarchalen Kapitalismus, in dem der Mensch dazu verdonnert wurde, "Humankapital" zu sein.
Wenn wir dagegen in einer Gesellschaft leben würden, in der die Menschenrechte Realität sind, könnten sowohl diese Daten wie auch die Medizin gemäß den Prinzipien der WHO zum Wohl des menschlichen Individiuums wirken, d.h.: Gesundheit ohne jegliche Ausgrenzung gewährleisten.
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Genomische Daten von Neugeborenen: „Das würde ganz neue Begehrlichkeiten wecken“
Forschende und Mediziner:innen wollen das Erbgut von Neugeborenen analysieren. Die Molekularbiologin Isabelle Bartram warnt im Interview vor Diskriminierung durch Gen-Daten und dem Aufbau einer nationalen DNA-Datenbank.
