Analogistan

tl;dr: Ich bin über einen Podcast ins Thema Altglas gerutscht, habe mir Minolta-Objektive besorgt und dazu eine X700, weil ich nostalgische Erinnerungen an meine Schulzeit im Fotolabor habe. Nach ersten Filmenrollen und dem Versuch der Digitalisierung habe ich einen VHS-Kurs besucht und wieder analog entwickelt – schön, aber zu aufwendig für zu Hause. Am Ende habe ich mich für den hybriden Weg entschieden: analoge Linsen an meiner Fuji X-Pro3. Scanner und Makro-Linse verkaufe ich wieder – war mal wieder eine typische GAS-Episode.

Jetzt die ganze Geschichte – und es hat wie immer ganz entspannt und einfach angefangen… 

Eric hat in (s)em Podcast was über Altglas an der Fuji erzählt und ich bin neugierig geworden. Nach etwas Rücksprache habe ich mich dann für ein Minolta Rokoko 50mm entschieden und gleich noch ein 28er dazu bestellt. Ich wollte ein wenig mit Altglas an der X-Pro3 rumspielen. Schauen, ob das was am Look der Bilder macht.

Jetzt ist es so, dass ich eine kleine Minoltahistorie habe. In der Realschule hatten wir damals ein sehr tolles kleines Fotolabor. Und in diesem Fotolabor habe ich quasi das Fotografieren gelernt. Damals auf eine X500 und eben auch auf einer X700. Die X700 war immer meine Lieblingskamera. Die war schon „digital“, also die Anzeige der Belichtungszeit und so. 

Es lag dann also irgendwie nahe, dass ich passend zu den beiden analogen Linsen mir auch noch eine analoge Kamera besorge. Und nach etwas Suchen wurde ich fündig! Eine X700 in sehr gutem Zustand über einen Händler, der die Kameras auch vorher auf Funktion prüft – also kein Risiko wegen falscher Belichtungszeiten oder Light Leaks. 

Und wenn man schon eine analoge Kamera im Haus hat, dann muss man diese auch irgendwann mal probieren. Also Film rein, ab in die Sonne und später den Film zur Drogerie bringen. Das Ergebnis grundsätzlich war jetzt nicht schlecht, aber die Drogerie konnte mir damals keine digitalen Scans der Abzüge liefern. 

Also beschäftigte ich mich mit dem Thema Digitalisierung der Abzüge bzw. Negative. Hier habe ich schnell festgestellt, dass die Digitalisierung vom Abzug suboptimal ist, und alle Versuche mit einfachen Mitteln, einen Film abzu fotografieren, irgendwie am Ende kein brauchbares Ergebnis herbeigebracht haben. Wieder ein bisschen Recherche und stundenlange YouTube-Videos anschauen hat mich dann zu Valoy gebracht. Jetzt hatte ich eine Kamera mit tollen Objektiven, eine Möglichkeit, einen Film zu digitalisieren, ohne über den Print zu gehen, und neu die Angst, dass die nächsten Filme, die ich in die Drogerie bringe, mir dort mit einer schlechten Entwicklung verhunzt werden. Also schnell mal in das Programmheft der Volkshochschule geschaut und festgestellt:  Einer meiner Lieblingstrainer bietet einen Laborkurs an. Ist ja easy – kann ich ja!

 Zurück im Labor hatte ich sofort nostalgische Gefühle. Der Geruch der Chemie, das Handling der Filmspulen, das Wässer…. alles irgendwie bekannt und vertraut. Trotzdem musste ich meine Erinnerungen deutlich auffrischen. Irgendwie hatte ich vergessen, wie viel Wasser bei der Entwicklung des Films benötigt wird, wie viel chemischer „Abfall“ entsteht und auch die Erstellung eines Kontaktabzugs hatte ich deutlich einfacher in Erinnerung! (Vielleicht hat der Trainer es aber auch komplizierter gemacht als wir früher)

Am Ende habe ich einen ordentlichen entwickelten Film mit einem Kontaktabzug nach Hause genommen und die Erfahrung gemacht, dass es grundsätzlich nicht so schwierig ist, einen Film selbst zu entwickeln. 

Allerdings habe ich noch im Kurs für mich beschlossen, dass die Einrichtung eines analogen Labors im Keller meines Hauses für mich nicht in Frage kommt. Die Aussicht, das gesamte Haus mit chemischen Dämpfen belasten zu können und unendlich viel Wasser zu verbrauchen, klingt für mich nicht attraktiv. 

Die VHS bietet einmal im Monat einen offenen Abend im Labor an. Das wäre eine grundlegende Option.

Ich kann jetzt überlegen, ob ich weiter fotografieren möchte und einmal im Monat dann zur Entwicklung zur Schule gehen, die Filme doch lieber im Fachlabor abgebe oder den ursprünglichen Weg doch beibehalten und die wunderbaren charmanten analogen Linsen vor die digitale X-Pro3 schraube und einen hybriden Weg aus analoger Linse, Fuji, JPEG, Rezepten und digitalen Sensor gehe.

Die Entscheidung ist nach Kallmünz gefallen, wo ich genau diesen hybriden Weg gegangen bin und ich von dem Prozess und den Ergebnissen durchaus begeistert und auch überzeugt bin. 

Zitronensonne

Also werde ich den Scanner und die Makro-Linse wieder verkaufen – es war mal wieder eine Schnapsidee (vielen Dank an mein chronisches GAS…). 

Wartend

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Sportplatzerinnerungen

Die Tage hatte mein Junior Leichtathletik Wettkampf – also verbrachten wir bei allerbestem Sonnenscheinwetter einen Nachmittag auf unserem Sportplatz. Und schwitzten!

Wie ich schon Mal zu meinen Kindheitserinnerungen geschrieben habe, kannte ich so einige Sportplätze in Baden-Württemberg dank der sportlichen Ausflüge recht gut. 

Also habe ich hier mal wieder einen kleinen Flashback erlebt – es war eben nicht das erste Mal, dass ich schwitzend auf einem Sportplatz war. 

Sportplatz, das steht für Warten, Sport, Steakweckle und Limo.

Die Perspektive war anders – früher habe ich als Kind oder Jugendlicher entweder aktiv was getan (Feldhockey gespielt) oder bin mit Kumpels irgendwo umgestiegen und haben quatsch angestellt.

Diesmal standen wir in der sengenden Sonne auf dem Platz und haben den Kids beim rennen/springen/werfen bzw. am Ende eben bei der Siegerehrung zugeschaut. 

Ein Großteil der Bilder ist mit der X-Pro3 und einem Minolta Rokkor 50mm/F1.7 gemacht worden. Zwei Bilder mit einem 27mm TTartisan.

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