Kyren Wilson wurde Masters Champion, die Junioren- und Frauenwettbewerbe der WSF Championship laufen sowie mehrere Q-Tour-Events und die Championship League und außerdem steht das German Masters vor der Tür.

Natürlich dazwischen noch ein paar Maximumbreaks. Und da wir dabei schlicht den Überblick verloren haben und auch nicht wussten, wo wir anfangen sollten, haben wir gar nichts geschrieben. Außer den schönen Shoot-Out-Bericht von Kollegin Hjördis.

Masters Titel ist zweiter Schritt zur Triple Crown für Wilson

Aber heute hat mich dann doch das schlechte Gewissen geplagt, Kyren Wilsons ersten Masters-Titel einfach übersprungen zu haben und jetzt sitze ich doch hier und schreibe darüber. Denn seltsamerweise wird Kyren Wilson irgendwie nicht so geschätzt und gefeiert wie manche anderen. Deshalb kommt hier der offizielle Glückwunsch für seinen Sieg im Finale gegen John Higgins. Damit fehlt ihm zur Triple Crown nur noch die UK Championship.

Das Masters war insgesamt irgendwie seltsam. Und das Finale war keine Ausnahme. Um es diplomatisch auszudrücken: Wir haben in unserem Leben schon bessere Spiele gesehen. Es wäre für Higgins sicher schön gewesen, nach mehreren Jahrzehnten (oder wie lange auch immer) mal wieder einen Triple Crown Titel zu gewinnen. Aber dann darf er halt nicht so spielen wie am letzten Sonntag. Alle Spielergebnisse im Überblick findet ihr wie immer auf unserer Turnierseite.

Maximumbreaks: Ein diskutierter Rekord

In der 6. Gruppe der Championship League bescherten uns gestern Xiao Guodong und Wu Yize die Maximumbreaks Nr. 19 und 20 der Saison. Damit ist der vorherige Rekord von 15 aus der letzten Saison schon jetzt pulverisiert. Und während ich an diesem Artikel schreibe, macht Zhao Xintong das 21. Maximum.

Manche Leute finden das gar nicht gut. Zum Beispiel Kollege David Caulfield, der sich schon ein bisschen langweilt und eine 147 nicht mehr besonders aufregend findet. Und Neil Robertson meint, wir müssten die Maximumbreaks in verschiedene Katgeorien unterteilen: in perfekte Breaks und in perfekte Breaks, die im Fernsehen zu sehen waren. Sind die Taschen zu groß oder die Spieler zu gut? Sind die Rasson-Tische schuld, die eben keine Star-Tische sind?

Sechs der Maximumbreaks in dieser Saison wurden in der Championship League gespielt, ohne Kameras auf Rasson-Tischen. Aber selbst, wenn wir dieses Viertel rausrechnen und nicht zählen, wie Neil Robertson vorschlägt, bleiben immer noch 15 übrig. So oder so werden wir uns wohl daran gewöhnen müssen, dass die Jahrhundertrekorde im Snooker nun quasi wöchentlich eingestellt werden. Vielleicht könnte der Goldene Ball hier Abhilfe schaffen und uns wieder die ultimative Begeisterung bringen? Damit wir uns wieder bei jedem perfekt perfekten Maximumbreak eine Knüller-Überschrift aus dem Finger saugen?

Nein, war nur Spaß …

Championship League – Einladungsversion

Seit Beginn des Jahres spielen sie nun schon wieder in Gruppen in der gemütlichen Liga, in der jedes Spiel irgendwie egal scheint, bis dann am Ende doch jemand einen Pokal in die Höhe reckt. Und vor allem ein schönes Preisgeld gewinnt. Momentan sind wir bei der 6. Gruppe, morgen beginnt die 7. und am 10./11. Februar gibt es die Gewinnergruppe.

Bisher haben sich dafür Mark Selby, Matthew Selt, Tom Ford, Elliot Slessor und Si Jiahui qualifiziert. Und gerade ergattert sich Wu Yize gegen Zhao Xintong den vorletzten Platz in der Winner’s Group.

Amateure in Action

Bei der World Snooker Federation Championship waren zuerst die Junior*innen und die Frauen am Start. Bei letzteren steht nur noch das Finale zwischen Ng On Yee und Bai Yulu aus. Es beginnt morgen um 14 Uhr und wird auf YouTube zu sehen sein.

Bei den Juniors stehen mit Prin Ratmukda–Mykhailo Larkov und Wang Xinbo–Daniel Boyes die Halbfinals fest. Sie beginnen morgen um 9 Uhr, das Finale folgt um 14 Uhr.

Der Hauptwettbewerb startet am Sonntag.

Was? Wer? Gegen wen?

Die aktuelle Championship League könnt ihr hier verfolgen. Die Wettbewerbe der WSF findet ihr hier: Frauen und Junior*innen.

Die Middle East Q Tour 3 geht morgen zu Ende, die Middle East Q Tour 4 fängt am Samstag an. Die Asia Pacific Q Tour 5: Queensland Open beginnt morgen.

https://snookerpro.de/artikel/war-was-ach-ja-masters-finale-und-so/

#147 #Amateure

Ringe interesse for forbindelse mellem Threads’ netværk og Fediverset

Connected Places skriver i sin 147. udgave, at i januar 2025 havde knapt 25.000 Threadsprofiler aktiveret forbindelsen til Fediverset. Fra Mastodon-brugernes side, har interessen for Threads endda været endnu lavere: Her havde knapt 800 Mastodon.social-brugere valgt at følge en Threads-profil, skriver Connected Places videre.

Threads har derfor valgt at putte Fedivers-integrationen i […]

https://fediverset.dk/ringe-interesse-for-threads/
Ringe interesse for forbindelse mellem Threads’ netværk og Fediverset – Fediverset.dk

Die Judgement Days sind wie immer der Endspurt auf die 16 Plätze in der Endrunde der UK Championship. Zhou Yuelong, Stephen Maguire, Lyu Hotian, David Gilbert, Ben Woollaston, Scott Donaldson, Michael Holt und Elliot Slessor haben es schon geschafft.

Bis in die frühen Morgenstunden dauerte der Decider zwischen Ben Woollaston und Joe O’Connor. 4–1 hatte O’Connor schon geführt, bevor Woollaston einen Lauf bekam. Unter anderem mit Hilfe einer 135 glich dieser aus. Auch wenn Joe noch einmal in Führung ging, hatte Ben den Atem, einen Decider zu erzwingen. Der war dann so lang, dass ich ihn nicht mehr gesehen habe. Mit einem Break von 72 zog Woollaston am Ende in die Endrunde ein.

Elliot Slessor hatte nach anfänglich ausgeglichenem Spiel gegen Zak Surety leider einen ziemlich guten Endspurt und darf sich auf eine Fortsetzung in York freuen.

Ein unerwartetes Kommzurück mit Tränen am Ende

Auch bei Stuart Bingham gegen Scott Donaldson schien das Spiel bei 5–0 längst entschieden. Donaldson hatte am Ende selber keine Ahnung, wie er sich Frame um Frame wieder ins Spiel gebracht hatte. Im achten Frame spielte er sein 100. Karrierecentury und holte die letzen drei Frames mit weiteren Breaks. Unglauben und Erleichterung sowie die Trauer über seinen kürzlich verstorbenen Vater vermischen sich im anschließenden Interview zu einem herzzerreißenden Anblick, dass wir es sogar hätten verzeihen können, wenn Rob Walker ihn in den Arm genommen hätte. Hat er überraschenderweise aber nicht.

Zwei Leute gucken dasselbe Spiel?

Während Målin bei der Partie Zhou Yuelong gegen Jamie Clarke nur die verschossenen Bälle sah, bot sich mir ein schöner, langer Ball nach dem nächsten. Ich vermute, dass sich unsere Gefühle (bei mir: Seelenruhe, bei ihr: naja, keine Seelenruhe) auf die Wahrnehmung auswirken. Ende vom Lied war jedenfalls, dass Yuelong das Ding mit 6–2 und zwei Centuries souverän/zitternd trotz vieler Fehler nach Hause brachte.

Ein Decider am Nachmittag

Stephen Maguire hatte bei seinem Sieg gegen Ian Burns keine Schwierigkeiten. Auch Michael Holt setzte sich ungefährdet gegen Yuan Sijun durch. David Gilbert musste sich eines Mini-Kommzurücks von Daniel Wells erwehren, bevor er mit zwei Frames Vorsprung die Quali schaffte. Nach der 3–1-Führung von Lyu Haotian arbeiteten sich Mitchell Mann und er in Päckchen von zwei Frames zum Decider. Den entschied Lyu am Ende für sich.

Der zweite der Judgement Days

Heute stehen die letzten acht Partien an. Artemijs Žižins gegen David Lilley, Pang Junxu gegen Noppon Saengkham, Ryan Day gegen Hossein Vafaei und Long Zehuang gegen Louis Heathcote spielen um 14 Uhr.

Zugegeben schlägt mein Herz heute für den jungen Letten, nicht für den älteren Tourneuling (ja, ich weiß, er ist schon sechs Jahre auf der Tour, aber immerhin erst mit Mitte 40 Profi geworden). Und bei Pang Junxu gegen Noppon Saengkham sitze ich buchstäblich ‚auf dem Zaun‘ oder besser zwischen den Stühlen.

Um 20 Uhr folgen Zhang Anda gegen Thepchaiya Un-Nooh, Tom Ford gegen Xu Si, Jimmy Robertson gegen Lei Peifan und He Guoqiang gegen Julien Leclercq. Auch hier mag ich gar keine Favoriten benennen.

Schon zwei schöne Maximumbreaks gespielt

In dieser Saison werden wir wirklich sehr verwöhnt mit den perfekten Breaks. Und die Qualifikation hatte in Sachen 147er richtig was zu bieten – nämlich die Nummer 15 und 16 der Saison. Damit ist der bisherige Rekord von 15 jetzt schon gebrochen und wird bis zum Ende der Saison pulverisiert sein. Sowohl Liam Pullen als auch Chang Bingyu freuten sich übrigens sehr sichtbar über ihre ersten Karrieremaximumbreaks.

Liam dachte sich wohl, dass das Bild zu einfach sei und baute sich selbst zusätzliche Herausforderungen ein. Nachdem er die vergurkte Stellung auf die viertletzte Rote schön reapariert hatte, verstellte er sich auf die letzte Rote noch einmal sensationell. Doch er löste das schön mit einem Double in die rechte untere Ecke.

Alle Partien findet ihr hier im Überblick.

Das Hauptturnier beginnt am Samstag. Die anstehenden Partien stehen wie immer auf unserer Turnierseite. Sie werden im Verlaufe des Judgement Days ausgelost. Verfolgen könnt ihr das Turnier auf Eurosport.

Der Kollege hat auch geguckt

Leider trudelte der folgende Beitrag von Kollege Sascha mit etwas Verspätung ein, sonst hätte ich ihn etwas liebevoller in den Artikel eingebunden.

Judgemement Day für die UK-Championships

Nach Tagen voller interessanter Matches, Maximums und zum Teil auch sehr zähen Partien also jetzt die Tage der Entscheidung. Ich persönlich bin da etwas emotionslos, meine persönlichen Favoriten sind alle schon draußen. (Namentlich Florian Nüssle und Iulian Boiko). Ich erinnere mich an einige Partien, die ich auch schon wieder vergessen habe, weil es zum Teil recht zäh lief (da hatten andere aus dem Team ein besseres Händchen bei der Wahl der Partie).

Zwischenzeitlich der große Schock™, dass Ali Carter und Jack Lisowski in der Vorschlussrunde ausgeschieden sind.

Wen schockt das? 🤔
#Snooker

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— Lula Witzescher (@lulawitzescher.bsky.social) 26. November 2025 um 11:56

Also ihr könnt ja mal in die Kommentare schreiben, wen das wirklich SCHOCKT. Hier im Team findet sich da niemand. Eher bin ich noch persönlich geschocknervt, da ich wegen Internetproblemen gestern abend nicht schauen konnte. Und bei diesem Zwischenstand habe ich irgendwie auch nicht erwartet, was noch kommen würde.

Elliot Slessor 3-4 Zak Surety
Joe O’Connor 4-1 Ben Woollaston
Jamie Clarke 1-3 Zhou Yuelong
Scott Donaldson 1-5 Stuart Bingham
#Snooker #147sf #WeLoveSnooker

— Lula Witzescher (@lulawitzescher.bsky.social) 26. November 2025 um 22:32

Kurzgefasst: Von denen, die bei diesem Zwischenstand vorne lagen, hat nur Zhou Yuelong seine Partie auch gewonnen. Das größte Comeback dürfte wohl Scott Donaldson gefeiert haben, der 5 Frames hinten lag und den Ex-Weltmeister Bingham am Ende doch noch nach Hause schickte. Chapeau für diese Leistung und Standing Ovations. Das hätte ich gerne gesehen.

Heute konzentriere ich mich zunächst einmal auf den Carter-Bezwinger Artemjis Žižins (und ich mache keinen Hehl daraus, dass ich ihm beide Daumen und großen Zehen drücke). Um 16 Uhr (also mitten während der laufenden Matches) werden dann die Paarungen für den Turnierstart ausgelost. Schauen wir mal wer dann geschockt ist …

https://snookerpro.de/artikel/judgement-days-und-zwei-maximumbreaks/

#147

Wu Yize holt seinen ersten Titel! Wie von mir vorausgesagt gewinnt er in Nanjing die International Championship 2025. Im Finale besiegt er John Higgins und nimmt neben der entzückenden Vase auch £175.000 Preisgeld mit nach Hause. Und erspielt sich einen Platz in den Top 16.

Nach seiner absolut glänzenden Leistung unter der Woche kommt dieser Titelgewinn nicht wirklich überraschend. Mit seinen Siegen gegen Weltmeister Zhao Xintong, dem Whitewash gegen Barry Hawkins und seinem Mega-Kommzurück gegen die Welt-Nr. 1 Judd Trump hatte er sich in dieses Finale gespielt. Seine langen Bälle waren dabei eine solide Grundlage, aber auch seine Geduld, wenn die Chancen nicht auf dem Servierteller daherkamen.

John Higgins hatte sich mit einem Durchmarsch im Halbfinale gegen Stephen Maguire und einer exzellenten Leistung im Viertelfinale gegen Shaun Murphy ins Finale gespielt.

Higgins macht es für Wu knapper als nötig

Bei seinen beiden letzten Finalspiele hatte Wu seine Leistung nicht oder viel zu spät an den Tisch bekommen. Das wollte er dieses Mal besser machen, was ihm zuerst nicht 100%ig gelang. Die Nachmittagssession endete mit einem 5–4 für Wu Yize. Das sah auf dem Papier gut aus. Aber er hatte die letzten beiden Frames der Session verloren. Und zwar hatte er jeweils vorne liegend irgendwas unnütz verschossen und dem John Higgins damit die Chancen hingelegt. Eigentlich hätte es 7–2 stehen sollen.

Wu Yize mit unerschütterlichem Selbstbewusstsein

Doch weit gefehlt, wenn ich dachte, dass hätte seinem Selbstbewusstsein etwas anhaben können! Wu Yize holte sich die ersten drei Frames der Abendsession in beeindruckender Weise. Eine 87 sicherte ihm Frame zehn. Den elften Frame hatte John Higgins schon fast in der Tasche, doch verschoss er mit 59 Punkten in Führung Braun. Was Wu Yize veranstaltete, um diesen Frame auf Schwarz noch zu stehlen, ist wirklich sehenswert. Besonders die letzte Grüne an der Bande entlang war der Knaller.

Wu Yize sagt’s selbst: Die reine Freude.

Und im zwölften Frame versuchte er dann mal eben ein Maximumbreak. Leider verstellte er sich auf die elfte Rote, doch den Frame hatte er mit 80 Punkten zum 8–4 glücklicherweise schon in der Tasche. Danach machte Higgins wieder so Higgins-Dinge und verkürzte auf 8–5 und dann auf 9–6.

Mit einer sauberen 108, seinem vierten Century des Matches, brachte Wu Yize das Ding über die Ziellinie und durfte sich über eine herzliche Umarmung von John Higgins freuen. Bei der Siegerehrung wirkte er ein bisschen verloren. Aber das wird er in Zukunft hoffentlich noch ganz oft üben können!

Endlich wieder ein Maximum!

Wir haben uns ja schon Sorgen gemacht, dass der Maximum-Rekord für diese Saison in Gefahr gerät, denn wir hatten ja seit Ewigkeiten keins mehr. Aber Zak Surety beendete die vierwöchige Durststrecke und machte eine schöne 147 in seiner Partie gegen Aaron Hill. Ihr könnt es auf YouTube angucken. Es war das 231 offizielle Maximum, sein zweites und das 14. in dieser Saison.

Alle Ergebnisse in der Übersicht findet ihr auf unserer Turnierseite.

Auch John Higgins durfte ein paar schöne Sachen mitnehmen.

https://snookerpro.de/artikel/wu-yize-mit-erstem-titel/

#147

21 Bugs in Minecraft 1.4.7

PeerTube

Wie immer während der WM hat Barry Hearn auch in diesem Jahr eine Pressekonferenz gegeben und unter anderem Änderungen bei der WM-Qualifikation verkündet.

Änderung bei der WM-Qualifikation zurück zum Setzlisten-System

Die nicht automatisch für die Endrunde im Crucible Theatre qualifizierten Spieler_innen steigen jetzt abhängig vom Ranglistenplatz in die Qualifikation ein:

Platz 81–128 plus 16 Amateure in Runde eins
Platz 49–80 in Runde zwei
Platz 17–48 in Runde drei
In Runde vier spielen die Gewinner_innen aus Runde drei die 16 Teilnehmer_innen an der WM-Endrunde aus.

Am Anfang der Qualifikation wird es also etwas ausgeglichenere Matches geben. Während die besser Platzierten nur noch zwei statt drei Runden spielen müssen, wird der Weg für Amateure und alle vom hinteren Ende der Rangliste um zehn Frames länger.

16 Tourkarten durch die Q-School

Die Anzahl der über die Q-School verteilten Tourkarten steigt auf 16. Wer in einem der drei Events das Halbfinale erreicht, erhält eine Zwei-Jahres-Tourkarte. Die restlichen vier Karten gehen an die vier höchstplatzierten Personen in der Q-School-Rangliste.

Am 6. Mai verkündete Hearn eine asiatische Q-School, die am Ende der Saison 2019/2020 parallel zur traditionellen Q-School ausgetragen werden soll. Weitere Informationen, zum Beispiel über Tourkarten, die dort verteilt werden, liegen nicht vor.

Statt einer weiteren Aufstockung der Q-School-Karten hätten unserer Meinung nach lieber welche zusätzlich in die Challenge Tour fließen können.

Millionentopf für Maximum-Breaks

Bisher wurden bei jedem Turnier 5.000 £ in einen Topf gezahlt, der dann bei einem Maximumbreak ausgeschüttet wurde. Zukünftig gibt es einen Topf mit einer Million £ pro Saison. Diese wird aber nur an die Spieler ausgezahlt, wenn insgesamt mindestens zwanzig 147 gespielt wurden.

Das hört sich danach an, als sollte es kein Preisgeld zusätzlich zum Preis für das höchste Turnierbreak für Maximumbreaks mehr geben. Denn wie wahrscheinlich ist es wohl, dass wir statt des bisherigen Rekords von 13 pro Saison die geforderten 20 sehen werden? Wir würden sagen: genauso wahrscheinlich wie der Gewinn der Home Nations Serie durch einen Spieler. Wahrscheinlich ist es deshalb auch ein und dieselbe Million, die hier für den mehr als unwahrscheinlichen Fall „bereitgehalten“ wird. Aber das haben wir ja lange auch über die Vier-Schanzen-Tournee gesagt und jetzt passiert das dauernd …

Weitere Ankündigungen

Jimmy White bekommt für weitere zwei Jahre eine Ehren-Tourkarte, Betfred bleibt bis 2021 Sponsor der WM und das Preisgeld für die WM 2020 erhöht sich auf 2,4 Millionen £ inklusive einer halben Million für den Sieger.

World Cup

Der World Cup wird für die nächsten zehn Jahre zweijährlich in Wuxi, China ausgetragen. In diesem Jahr wird das vom 24. bis 30. Juni sein. 24 Zwei-Mann-Teams aus 23 Nationen (als veranstaltende Nation geht China mit zwei Teams an den Start). Es gibt ein Preisgeld von $800 000. Die Teams werden nach der Q-School bekanntgegeben.

Coral Cup und Home Nations Turniere

Wer in allen drei Coral-Turnieren das meiste Preisgeld und damit den Coral Cup gewinnt, erhält zusätzlich eine Prämie von 100 000 £. Dafür fällt die Prämie für den Gewinn aller drei Turniere weg. Diese Neuerung ist definitiv eine Verbesserung, da auf jeden Fall ein Spieler die Prämie erhält.

Künftig erhalten auch die Verlierer der ersten Runde der Coral Serie ein Preisgeld, welches allerdings nicht zur Rangliste hinzugezählt wird. Auch das ist eine begrüßenswerte Neuerung.

Bei den Home-Nations-Turnieren gibt es statt 16 zukünftig 32 gesetzte Spieler, die anderen werden nach Zufallsprinzip zugelost.

High Break Preis

Zukünftig wird kein Unterschied mehr zwischen den in der Qualifikation und in der Hauptrunde gespielten Breaks mehr gemacht. Für das höchste Break gibt es ein höheres Preisgeld.

Langsames Spiel und Toilettenpausen

Wenn langsames Spiel und strategische Toilettenpausen dazu dienen, das Spiel des Gegners zu stören, dann ist das natürlich nicht die feine englische Art. Deshalb stehen diese Themen immer wieder zur Diskussion. Beides steht jetzt weiter unter Beobachtung. Die durchschnittlichen Stoßzeiten gelten als Grundlage dafür, um durch das Schiedspersonal dafür zu sorgen, dass auch die Spieler am Ende der Liste schneller werden. (Eigentlich unlogisch, denn wenn ein Spieler generell mehr als 30 Sekunden braucht, ist es wohl eher kein taktisches Mittel, sondern Stil/Gewohnheit/mangelnde Fähigkeiten.) Für die Toilettenpausen erarbeitet die Spieler*innenkommision ein Regelwerk.

Quellen: World Snooker und More Announcements from Barry Hearn.

https://snookerpro.de/meldungen/aenderungen-bei-der-wm-qualifikation-mehr-tourkarten-millionenbonus-fuer-147/

#147 #QSchool

Bei den Australian Open der Frauen setzte sich die nächste Generation durch: Ploy Laokiatphong gewann den Titel im Finale gegen Narucha ‚Jel‘ Phoemphul, die ihrerseits das U21-Turnier gewann.

Zweiter Ranglisten-Titel für Ploy

Seit 2018 spielt sie auf der Women’s Tour und hat dort serienweise U21-Titel abgeräumt. Damit galt sie als große Hoffnung, den ‚alten‘ Frauen wie Ng On Yee, Mink Nutcharut und Baipat Siripaporn den Rang abzulaufen. Doch im Hauptfeld war der jetzt 23-Jährigen seit den Asia-Pacific-Championship 2023 kein Titel mehr vergönnt gewesen.

Nachdem sie beinahe makellos ins Halbfinale gekommen war – lediglich ihre Partie gegen Jessica Woods hatte sie verloren und sonst keinen Frame abgegeben – lieferte sie sich gegen Mink Nutcharut ein enges Duell bis zur letzten Pinken im Decider. Jel Narucha hatte im Halbfinale mit 4–0 gegen Joey Thome gewonnen.

Im Finale hatte sie den besseren Start, musste den ersten Frame aber noch auf Schwarz an Ploy abgeben. Die baute ihre Führung auf 3–0 aus, bevor Jel sich den ihren ersten Frame sichern konnte. Doch mit einer 39 besiegelte Ploy ihren 4–1-Sieg.

Jel hatte sich am Sonntag schon den U21-Titel gesichert, den vierten in dieser Saison. Dabei schlug sie die nächste vielversprechende Teenagerin Phakwalan Kongkaew mit 3–2. Auf diese beiden Spielerinnen werden wir zukünftig ein Auge haben, denn sie haben in den letzten Monaten schon einige beeindruckende Leistungen gezeigt.

Grand Prix in Xi’an

Seit Dienstagmorgen läuft die Endrunde des Grand Prix in China. Gleich im ersten Spiel machte Judd Trump gegen Ng On Yee eine 147. Nur einige Stunden später tat Aaron Hill es ihm nach und spielte das zweite Maximum seiner Karriere. Insgesamt stehen nun 230 offizielle Maximum-Breaks auf der Liste, bei der wir kaum hinterherkommen, sie aktuell zu halten. Es war das 13. Maximum in dieser Saison. Es gab mal eine Zeit, als wir den Millionenbonus für 20 Maximum-Breaks in einer Saison für absurd gehalten haben.

Ansonsten gab es nicht viel zu berichten. Die meisten Favoriten gewannen ihr Auftaktmatch, unter ihnen Neil Robertson, Judd Trump, Zhao Xintong, Mark Williams und Ronnie O’Sullivan. Der einzige Top-16-Spieler, der sich nicht weiterkam, war Chris Wakelin. Der musste sich mit Zhang Hao einem Amateur geschlagen geben.

Um 4 Uhr geht’s weiter. Alle Spiele findet ihr hier in der Übersicht. Die Eurosport-Sendezeiten stehen hier.

Snooker 900 auf Pluto TV

Nicht ganz so brandneu, wie die penetrante Werbung uns glauben machen möchte, ist das Snooker 900 auf Pluto TV. Angeblich jetzt mit großer Unterstützung des größten Snookerspielers aller Zeiten läuft die Turnierserie dort, um jungen Spieler*innen Matchpraxis und Sichtbarkeit zu verschaffen. Gerade habe ich mal reingeschaltet und gucke jetzt die Youngster Tony Knowles und Tony Drago, zusammen gefühlt über 150 Jahre alt. Aber lustig ist es trotzdem.

900 Sekunden, also 15 Minuten pro Frame maximal, wer am Ende der 15 Minuten die meisten Punkte hat, gewinnt den Frame. 20 Sekunden Shot-Clock und bei jedem Stoß muss ein Ball die Bande berühren. Es sei denn, es wird ein Ball gelocht. Wenn ihr Lust auf sowas habt, guckt einfach mal rein.

https://snookerpro.de/artikel/titel-fuer-ploy-laokiatphong-maxi-alarm-in-xian/

#147 #Frauensnooker

Xiao Guodong verteidigt seinen Titel in Wuhan! Auf den Nebentischen spielte er sich abseits vom Rampenlicht erneut ins Finale und gewann dies gegen Gary Wilson im Entscheidungsframe. Er zieht damit zum ersten Mal in die Top 8 der Rangliste ein.

Xiao Guodong ist nach Ray Reardon, John Parrott, Mark Allen und seinem Finalgegner Gary Wilson erst der fünfte Spieler, der seinen ersten und zweiten Ranglistentitel bei dem selben Turnier gewinnt.

Vorab hatte Wilson sich auf ein „fantastisches Finale“ gefreut. Und ehrlich gesagt: Ich auch. Xiao war mit einer 147 in der ersten Partie auf Titelverteidigungskurs gegangen und war unterwegs nicht einmal ins Straucheln gekommen. Sogar Ding-Fluch-Brecher Stan Moody konnte ihn nicht stoppen. Leider haben viele das verpasst, denn nachdem Xiao sein nachgeholtes Qualifikationsmatch am TV-Tisch spielen durfte, musste er danach auf Tisch 7 und 8 spielen. Etwas unwürdig für den Titelverteidiger.

Gary Wilson war als Favoritenmörder ins Finale gekommen. Mark Allen, John Higgins, Judd Trump und Shaun Murphy blieben durch ihn auf der Strecke.

Spannendes Finale in Wuhan

Am Anfang sah das Finale leider gar nicht fantastisch aus. Viele unerwartete Fehler machten das Spiel nicht gerade zum Hingucker. Die erste Session endete 5–4 für Xiao und es war kein Favorit auszumachen. Erst am Abend kamen wir richtig auf unsere Kosten. Die Breaks kamen, das Pendel schwang Richtung Wilson, dann zurück zu Xiao, dann wieder zu Wilson und dann … war plötzlich 9–9.

Im vorletzten Frame hatte Xiao einen beherzten Split gespielt, war aber nicht mit einer Stellung auf eine Farbe belohnt worden. Statt Matchgewinn musste er dabei zusehen, wie Wilson den Entscheidungsframe erzwang. Der hatte zwar mitten in demselben unverschämtes Glück durch einen Fluke, doch am Ende erarbeitete sich Xiao den Frame- und Matchgewinn. Mich freut es für ihn, dass er hier vor Heimpublikum seinen Titel verteidigen konnte. Am Ende wirkte zwar der MC in der Arena begeisterter als Xiao selbst, aber er gilt ja auch als bescheidener Typ. Meinetwegen hätte er ruhig ein bisschen mehr feiern dürfen.

Xiao Guodongs Titel ist £140.000 wert, Gary Wilson bekommt £63.000. Auch er verbessert sich dadurch in der Rangliste und zieht wieder in die Top 16 ein. Xiao musste sich den Preis für das höchste Turnierbreak mit Thepchaiya Un-Nooh teilen, denn auch der hatte in Wuhan ein Maximumbreak gespielt.

UK Championship der Frauen

Parallel zum Spaß in Wuhan spielen die Frauen in England die UK Championship. In acht Gruppen wurden heute die Teilnehmerinnen des abendlichen Achtelfinales ausgespielt. Momentan sieht es für alle Favoritinnen gut aus. Titelverteidigerin Bai Yulu hat ihre Gruppe gewonnen, ebenso wie Ng On Yee, Baipat Siripaporn, Mink Nutcharut (machte gleich im ersten Frame eine 102) und Rebecca Kenna.

Eine kleine Überraschung ist Anna Prisjažņuka. Sie spielt nach 10 Jahren das erste Mal ein Ranglistenturnier und hat sich in ihrer Gruppe souverän durchgesetzt. Reanne Evans verlor überraschend 0–2 gegen Narucha Phoemphul und musste ihr den Spitzenplatz überlassen.

Die Achtelfinale werden gerade ausgelost und werden demnächst starten. Den Überblick über das Turnier findet ihr hier. Ab morgen werden Spiele auf Huya gestreamt. Wie ihr da rankommt, erkläre ich hier.

https://snookerpro.de/artikel/xiao-guodong-verteidigt-titel-in-wuhan/

#147

Wir wollten es eigentlich ignorieren. Doch ich konnte leider nicht. In Jeddah läuft zur Zeit das Saudi Arabia Masters, seines Zeichens das „Furz Major“-Turnier. Aus Sportswashing-Gründen ins Land geholt, einen großen Kübel Geld ausgeschüttet und doch krepierte es nun schon zum wiederholten Mal im Rohr.

Kein Publikum, über Strecken kein funktionierendes Livescoring, Session abgebrochen und verlegt (wegen technischer Probleme) … wer immer noch versucht, uns das als Fourth Major Tournament zu verkaufen, hat den Schuss nicht gehört. Aber von all dem, was wir problematisch finden, haben wir hier und hier schon gesprochen. Und die Kolleginnen von Total Clearance haben es aktuell auch wieder zusammengefasst. Ja, es ist immer noch problematisch und jede Aufmerksamkeit trägt zur Normalisierung von Sportswashing bei. Die Menschenrechte werden immer noch mit Füßen getreten und die angebliche Öffnung des Landes ist lediglich Augenwischerei oder ein Theater, das für Touris abgezogen wird.

Und doch …

Saudi Arabien: Kein Interesse an viel Abwechslung am Tisch

Auch bei der letzten Ausgabe, die ich natürlich nur heimlich geguckt habe, ließ das Sportliche nicht zu wünschen übrig. Und auch dieses Mal gibt es viel Unterhaltsames am Tisch zu sehen.

Ich muss zugeben, dass ich den Modus des Turniers genieße. Häppchenweise kommen in jeder Runde neue Aktive hinzu und es gibt nicht viele 4–0-Klatschen wie sonst in den ersten Runden. Interessante Paarungen, Überraschungssiege, Kommzurücks und nervenaufreibende Entscheidungsframes – alles, was ich gerade brauche. Außerdem spielt Steven Hallworth. Und das ganz erfolgreich! Aber dazu später.

Zuerst muss ich einen Eimer Tränen vergießen, dass Mark Davis gleich in seiner ersten Runde (Runde zwei) einen Whitewash gegen Sam Craigie kassierte. (Wer sprach da gerade von den fehlenden 0–4-Klatschen?) Keine Ahnung, was da los war. Ich habe eigentlich nur Sam am Tisch gesehen und kann deshalb nicht einmal sagen, was Mark Davis falsch gemacht hat. Vielleicht einfach keine Bälle gelocht? Sams Breaks von 93, 104, 122 haben ihm einfach nicht viele Chancen gelassen.

Jungspower aus dem Jugendlager

Die Teenies legten hier in Saudi-Arabien ordentlich los. Artemijs Žižins kämpft nach Siege über Ken Doherty zur Zeit gegen David Gilbert. Dort steht es 3-2 für Gilbert. Michał Szubarczyk schlug Ryan Davies und Révész Bulcsú, bevor er an Stuart Bingham scheiterte.

Und Stan Moody hat erst Liam Highfield und dann Ryan Day rausgekegelt. Sein nächster Gegner ist morgen Yuan Sijun.

Frauenpower aus dem Altenheim

Während die schon totgesagte Reanne Evans den Saisonstart ihres Lebens hinlegt (jedes Qualimatch gewonnen, hier in Saudi-Arabien mit Siegen über Kreishh Gurbaxani und Liam Davies in Runde drei eingezogen, wo gegen Lisowski Schluss war), haben Ng On Yee und Mink Nutcharut eher lasch geliefert.

Mink legte gegen Umut Dikme wirklich ein komplett vergurktes Spiel hin. Nicht drei Bälle bekam sie hintereinander gelocht und auch wenn Umut hier kein Überfliegersnooker spielte, reichte es für einen 4–1-Sieg.

Ng On Yee hatte sich gegen Hatem Yassen immerhin ein 3–4 erarbeitet, überzeugte aber auch nicht.

Steven Hallworth mit Eiern aus Stahl

Ich hatte mir ja vorgenommen, mich emotional nicht mehr so reinziehen zu lassen. Und während ich das schlechte Abschneiden mancher ehemaligen Favorit*innen auch wirklich recht gelassen nehme, gelingt es mir bei Steven nicht. Er ist mir zu sehr ans Herz gewachsen und ich weiß zu gut, was es ihm bedeutet, die Rangliste hochzuklettern und seinen Tourplatz zu sichern.

Seine Auftritte in den Qualis zu den British und Wuhan Open sowie bei der Championship League verliefen komplett sieglos. Was mich nicht gerade optimistisch stimmte. Das erste Spiel gegen den saudi-arabischen Amateur Omar Alajlani war vom Ergebnis her zwar makellos, aber Stevens Spiel war es nicht. Die Fehler abzustellen hatte er sich für die nächste Partie gegen Michael Holt groß auf die Fahnen geschrieben.

Am Anfang sah es leider gar nicht danach aus. Steven kam überhaupt nicht ins Spiel und Michael lag fix 2–0 vorne. Danach drehte sich das Ganze, die Fehler schlichen sich auf der anderen Seite ein und Steven erarbeitete sich eine Führung zum 3–2. Doch zum Aufatmen kam ich leider nicht. Michael glich wieder aus. Der Decider war dann Hochspannung pur! Das Einzige, was mich vom totalen Herzkasper rettete, war meine langjährige Erfahrung mit Michael Holt: Wenn es jemand auf den letzten Metern vergeigen konnte, dann er.

Entschieden auf die letzte Schwarze

Doch letztlich musste Steven natürlich selber die letzten Bälle bis zur entscheidenden Schwarzen versenken. Das Kommzurück und seine Haltung im Decider waren schon absolute Spitzenklasse im Nervenbehalten.

Sein Spiel gegen Jimmy Robertson folgte einem ähnlichen Drehbuch. 0–2-Rückstand, dann schönes Century. Doch Jimmy verhinderte zu dem Zeitpunkt noch den Ausgleich. Oder Steven schenkte ihn her, indem er seinen Punktevorsprung beim Spiel auf die Farben noch verdaddelte. Wie auch immer: Steven schloss mit erneutem Century und einem erkämpften Frame zum 3–3 auf und wieder bekamen wir einen Entscheidungsframe mit allen Schikanen.

Dieser Decider folgte dann der berühmten Snooker-Weisheit „Alles, was du in einem Decider willst, sind mindestens fünf Chancen und einen unverschämten Fluke.“ Steven bekam das alles und kam doch nicht an Jimmys Vorsprung heran. Es sah schon alles verloren aus. Und ich habe keine Ahnung mehr, wieso er dann doch noch an den Tisch kam. Jedenfalls räumte er den Tisch ab und steht mal wieder auf den allerletzten Drücker in der nächsten Runde. Dort bekommt er es mit dem Sieger aus der Partie Zhou Yuelong gegen Duane Jones zu tun.

Und für Kollegin Målin gab es auch bei Oliver Lines gegen Matt Selt einen Drama-Decider mit dem Sieg auf der richtigen Seite. Auch wenn sie ihn nicht gesehen hat, sie kann’s ja hier nachgucken.

Auch Un-Nooh versenkt die letzte Schwarze

Zwar ging es bei Un-Nooh gegen Jordan Brown nicht um einen Entscheidungsframe. Aber dass Thepchaiya die letzte Schwarze auf dem Weg zum Maximum-Break versenkt, passiert ja auch nicht alle Tage. Deshalb dürft ihr euch das schöne vollendete Break hier angucken. Beachtet den frenetischen Applaus am Ende!

Er gewann die Partie außerdem mit 4–1, was nicht allen vergönnt ist, die ein perfektes Break spielen. Mindestens £50.000 bekommt er übrigens dafür.

Målin ergänzt: Chang gegen Wells, das Match des Turniers

Wenn man ein Turnier nicht privat, aber öffentlich boykottiert, muss man manchmal einige richtige Perlen verschweigen. Daher nutze ich Lulas Artikel mal, um über mein Match-Highlight des heutigen Tages zu berichten: Chang Bingyu gegen Daniel Wells.

Ich habe nur eingeschaltet, um nebenbei reinzuschauen, wenn’s bei Iulian Boiko nicht so läuft wie gewünscht. Ich hatte Chang Bingyu bei WSTs „Fantasy Five“ Wettbewerb ausgesucht und wollte mal im Auge behalten, was er so macht. Er war dabei sich in recht souveräner Manier zum Whitewash durchzuarbeiten, konnte das Match dann aber nicht ganz sicher machen. Daniel Wells lag 0–3 und 0–64 hinten und holte von irgendwo aus dem Nirgendwo eine bärenstarke 73er Clearance her. War doch noch ein Kommzurück möglich?

Und das schien es. Im Anschluss gewann Wells einen sehr zerfahrenen Frame, in dem die beiden Roten sowie Farben schnell Richtung Bande murmelten. Danach ging’s dank eines 131er Centuries im Eilschritt Richtung Decider. Und Wells nutzte sein Momentum, nach Fehler von Chang ging er im Decider schnell mit 63–0 in Führung, musste dann jedoch mit einer Safety aussteigen. Die Bälle lagen auch nicht gut für ein Kommzurück. Doch plötzlich: Fehler Wells und fast alle Bälle lagen wieder gut lochbar und ein leichter Einsteiger für Chang ebenso. Chang verpasste die Clearance, da er Braun verschoss, aber Wells tat es ihm gleich. Nach ein paar alles andere als trivialen Bällen hatte Chang den Decider am Ende noch auf Schwarz gedreht. Kein Wunder, dass er da erstmal richtig jubeln musste. Ein enges Match auf gutem Niveau mit abwechslungsreichen Frames und der vollen Portion Drama. Für mich das Match des Turniers bisher.

Alle Partien im Überblick stehen auf unserer Turnierseite. Gucken könnt ihr wie immer bei Eurosport/Discovery+ oder mit Trick 17.

https://snookerpro.de/artikel/saudi-masters-alles-was-du-dir-im-entscheidungsframe-wuenschst/

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Nach dem ruhigen Auftakt beim Shanghai Masters am Montag war gestern und heute ein bisschen mehr los. Zhang Anda macht ein Maximum und Mark Selby wischt mit Murphy den Boden auf.

Erstklassige Weißwäsche von Selby

Wer wissen wollte, wie Mark Selby so drauf ist, bekam eine glänzende Antwort: Mit zwei Centuries und vier 50+Breaks fertigte er Shaun Murphy ab. Der machte seinerseits in vier Frames insgesamt einen Punkt, in den anderen 10 und 41. Selby darf morgen früh um 8 Uhr gegen Trump ran, der seinerseits ein deutliches 6–2 gegen Neil Robertson erzielte.

Kyren Wilson vereitelt eigenen Rekord

Kyren Wilson gewann sein Spiel im Entscheidungsframe. Erst hatten sich Si Jiahui und er wechselseitig die Centuries (insgesamt sechs, eine Einstellung des Rekords in einem Best of 11) um die Ohren gehauen, doch am Ende spielten sie dann doch die ein oder andere Safety.

Schalte ein, das erste, was ich höre ist: “Thats a good safety shot.” 😂 #Snooker #147sf #WeLoveSnooker

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— Lula Witzescher (@lulawitzescher.bsky.social) 29. Juli 2025 um 11:00

Die letzte von Si war leider so schlecht, dass er noch ein paar Albträume davon haben wird. Wilson schlug diese Einladung nicht aus, verschoss mit einem misslungenen Trickshot auf Schwarz aber die Chance auf den Century-Rekord. Er spielt morgen mittag gegen den Sieger der Partie Barry Hawkins/Ronnie O’Sullivan. Dieser gibt sich in dieser Saison zum ersten Mal die Ehre.

Maximal verloren

Zhang Anda lag gegen Ding Junhui schon 1–4 zurück, als er seinen Rückstand ganz elegant mit einem Maximum verkürzte. Sehenswert ist das Break allemal, besonders weil er sich zwischendurch grausam verstellte.

Anschließend zog Ding nach und machte dabei sein 700. Karriere-Century. Doch Zhang kämpfte sich mit wunderschönen Breaks heran und erzwang den Entscheidungsframe. Nur um hier all die schöne Arbeit doch nicht in einen Sieg zu verwandeln. Ding Junhui darf morgen um 13:30 Uhr gegen Chris Wakelin ran. Vorausgesetzt, der vermasselt Zhao Xintong nachher sein Weltmeister-Debüt.

Willo verdaddelt 5–2-Führung

Tja, und mehr will ich dazu auch gar nicht sagen.

Munter hin und her ging es mit dem Spielstand bei John Higgins gegen Xiao Guodong. Bis zum 4–4 war es eine umkämpfte und ausgeglichene Partie. Dann brachte eine 113 Xiao die Führung. Im zehnten Frame legte Higgins vor und es sah aus, als könne er erneut ausgleichen, als er Xiao erneut an den Tisch ließ. Der machte mit einer 80er Clearance den Sack zu und darf gleich morgen früh gegen Carter ran.

Den Überblick über alle Partien findet ihr auf unserer Turnierseite. Die Eurosport-Sendezeiten stehen wie immer hier.

https://snookerpro.de/artikel/decider-und-big-breaks-beim-shanghai-masters/

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