Wieso vertraut der #Ärztetag dann nicht dem Konsens einer Leitlinienkommission, an der 27 Fachverbände beteiligt waren und die sieben Jahre diskutiert hat? Warum hört sie eher auf das Urteil von Leuten, die keine Betroffenen behandeln anstatt zum Beispiel auf unabhängige Expert*innen, die sich mit dem Thema der Leitlinie auskennen und diese ausdrücklich wegen ihrer Differenziertheit und Gründlichkeit loben? Mehr und bessere Studien fordert auch die Leitlinienkommission, aber sie weiß zudem, was derzeit den Betroffenen - sofern sie wirklich betroffen sind (und hier ist die eigentliche Herausforderung) - am meisten hilft. Und das ist sicher nicht die politische Instrumentalisierung ihres Leids.
Genauso ist es mit dem Selbstbestimmungsgesetz: Wie kann man das als Ärzt*innen derart öffentlich hinterfragen? Ich kenne Betroffene, und ich weiß, was für ein Schlag ins Gesicht (oder in die Magengrube, am ehesten wohl ins Stressregulationssystem) für diese Menschen ein solches Statement ist.
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