Naziwatch Chemnitz

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Hintergründe, Recherchen und Informationen über rechte Strukturen und Ereignisse in und um #Chemnitz
Websitehttps://chemnitz.noblogs.org
Twitterhttps://twitter.com/naziwatchemnitz
An der Chemnitzer Beteiligung am diesjährigen „Trauermarsch“ in Dresden zeigt sich erneut, wo die Schwächen und Stärken der Chemnitzer Neonaziszene derzeit liegen. Grund genug für eine kurze Analyse und einen Überblick über die Teilnehmenden aus der Region Chemnitz am Trauermarsch und dem zeitgleich stattfindenden „Ausbruch“-Marsch in Budapest:
https://chemnitz.noblogs.org/post/2026/03/12/chemnitzer-teilnahme-am-dresdner-trauermarsch-und-dem-ausbruch-in-ungarn/
Der Kulturhof Kosma macht unterdessen weiter wie zuvor. Es ist bekannt, dass das Compact-Magazin bereits 2016 Veranstaltungen in dem Gasthof hat, ohne dass sich je jemand daran gestört hätte https://thueringenrechtsaussen.wordpress.com/2016/02/23/hintergrund-das-altenburger-burgerforum-neonazi-kampfsportler-grafikdesigner-und-neue-rechte-setzen-kubitschek-projekt-einprozent-in-die-tat-um/
Seitdem gab es u.a. Auftritte von Stefanie Hertel, The Firebirds, Tom Pauls, Bernd Lutz Lange, Markus Maria Profitlich und Wladimir Kaminer, Schulen und Vereine halten hier ihre Feiern ab. Am häufigsten trat aber Uwe Steimle auf. Demnächst sind Ingo Appelt und Wladimir Kaminer zu Gast
Hintergrund: Das „Altenburger Bürgerforum“ – Neonazi-Kampfsportler, Grafikdesigner und Neue Rechte setzen Kubitschek-Projekt „EinProzent“ in die Tat um

Seit November 2015 macht in Ostthüringen ein „Altenburger Bürgerforum“ gegen Flüchtlinge mobil, im Januar 2016 folgte eine Vereinsgründung. Die Gruppe bemüht sich um ein unscheinbares Auftreten, ve…

thueringenrechtsaussen.wordpress.com
Hierzu zählen auch die "Hydra-Comics" aus Dresden und Bücher wie "Der kleine Fisch schwimmt gegen den Strom" von Claudia Maria Schlegl aus Passau, die widerlichste Propaganda bieten.
Florian Schurs Lara-Comic "Auf den Spuren des Feuersturms" trifft die Protagonistin Lara Holocaust-Leugner David Irving, der ihr gegenüber massiv übertriebene Opferzahlen der Angriffe auf Dresden 1945 angibt. Die Grundlage für die bis heute andauernden NS-Trauermärsche im Februar. Schurs Comics bedienen damit die Nische der Indoktrination von Kindern durch vermeintlich kindgerechte Propagandaschriften.
Dass sich Schur in extrem rechten Kreisen bewegt, ist nichts Neues: Im Juni 2024 besuchte er die Jubiläumsfeier der Identitären Bewegung in Bernsdorf (Landkreis Zwickau) - dankenswerterweise mit seinem Namen auf der Tasche seines Zeltes.
Florian Schur ist Vorsitzender des 2018 gegründeten "Westfälischen Geschichtsvereins Bochum", der sich vor allem durch die Forderung nach dem Wiederaufbau des Germania-Denkmals in Bochum-Langendreer hervortut. Weiterhin im Vorstand sind Patrick Wystrach und Michael Kobus, Sekretär beim Bund der Vertriebenen in Bochum und Vorsitzender beim "Förderverein Ostdeutsche Heimatstube e.V.", eng verknüpft mit der "Pommerschen Landsmannschaft".
Florian Schur, früher im Kreisvorstand der CDU Unna und AfD-Direktkandidat für die Stadtratswahl 2025 in Hamm, ist der Macher hinter den rassistischen und geschichtsrevisionistischen Comics mit dem Namen "Lara, die blonde Rebellin". Schur tritt in dieser Funktion unter den Pseudonym Markus Pruss und, im Rahmen des Netzwerktags, als Florian Frank auf. Für den Netzwerktag ließ er sich mit einem KI-generierten Bild ankündigen, das nur sehr entfernte Ähnlichkeit mit seinem tatsächlichen Aussehen hat
Am 15.11. fand im Kulturhof Kosma, einer bekannten Gaststätte in der Nähe von Altenburg der sog. Netzwerktag des Magazins "Aufgewacht Die Deutsche Stimme" statt. Die Podiumsdiskussionen wurden fast durchweg mit jahrzehntelang aktiven Neonazis gefüllt, darunter "Hammerskin" Philipp Neumann (Phil von Flak). Und dann war da noch Florian Schur aus Hamm. Ein Thread:
Und doch bleibt vieles bloße Inszenierung: Die Vorträge locken teils
nur eine einstellige Zahl an Personen an und ob Segelschuhe und
Wachsjacke in einem Jahr aus einen Neuling einen erfahrenen Aktivisten
machen, ist fraglich. Trotzdem ist das "Zentrum Chemnitz" ein Ort rechter Vernetzung und
Radikalisierung. Bleibt es weiterhin so unbeachtet, wird die IB den
Fokus ihrer Aktivitäten noch weiter in die Region verlagern und mehr
Menschen ansprechen können.
In kürzester Zeit nehmen sie an internationalen Treffen teil, arbeiten als Filmer für das "Filmkunstkollektiv". Aus ihren Reihen stammt mittlerweile auch der Bundesleiter der IB. Ohne das extrem rechte Netzwerk im Hintergrund wäre das nicht möglich. Die AfD, die Freien Sachsen, neurechte Verlage und Organisationen stecken Erwartungen und Ressourcen in die Chemnitzer Immobilie.