Ich darf für Die Linke nochmal auf die Garmischer Kreistagsliste. Auch wenn ich diesmal nur als Lückenfüller dabei bin, sind die Themen genauso wichtig, wie vor fünf Jahren.
Digitalisierung: Der Freistaat will in den nächsten Jahren all seinen Kommunen proprietäre MS-Software aufbinden. Wenn das so kommt, sind die Kommunalparlamente die letzte Grenze vor der totalen Abhängigkeit der Verwaltung.
Öffis: Das Tarifchaos ist zwar durch den MVV-Beitritt zurückgegangen, aber gewesen, kann es das noch nicht sein.
Im Kreis gibt es eine Tendenz hin zu Tourismusverkehren, die aus den normalen Tarifstrukturen ausgeklammert werden. Wer für ein Deutschland- oder MVV-Ticket zahlt, muss auch alle Öffis fahren dürfen. Sonst sind die Öffis keine echte Alternative zum Autobesitz. Die gesamte Zugspitzbahn-Talstrecke bis zum Eibsee muss in den MVV aufgenommen werden. Die Zugspitzbahn ist die einzige Lösung für das Eibsee-Verkehrschaos.
Die MVV Ringzonen passen nicht mehr zu einem Tarifverbund, der beinahe ganz Oberbayern überspannt. Es braucht eine Tarifreform. Abstraktionen wie MVV Swipe, die der veralteten Struktur übergestülpt werden, sind keine Lösung. Es braucht eine kilometerbasierte GPS Lösung, wie in NRW und Wabenzonen wie in Tirol oder im VBB. Langfristig fordert die Linke natürlich einen kostenlosen ÖPNV, aber das ist mit der aktuellen Geldpolitik in Bund und Freistaat nicht zu machen.
Die Zusammenarbeit mit Tirol funktioniert für den Tourismus gut, für Grenzpendler muss insbesondere bei grenzüberschreitenden öffentlichen Verkehren mehr möglich sein.
Die Spielräume in den klammen Kommunen sind gering, aber wir können einen Unterschied machen.
Zu unseren Hauptthemen wie Mieten und liest man bei den vorderen Listenplätzen mehr.
Ich freue mich über jedes Kreuz bei mir und umso mehr über jedes Kreuz auf unserer Liste!
