Thorsten Mense

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Soziologe, Journalist, Filmvorführer.
Gesellschaftskritik auf dem Papier und auf der Bühne. 
»Der Splitter in deinem Auge ist das beste Vergrößerungsglas« (twa)
Der Anti-Heimatabend (2019-2022)https://www.heimatfeindschaft.de
Über Europas Krieg gegen Geflüchtetehttps://www.konkret-magazin.de/aktuell/515-totschlag
Meine Dissertation über Nationalismus als Ideologiehttps://www.repo.uni-hannover.de/bitstream/handle/123456789/8792/863098967.pdf

Weil man ja so schnell vergisst: Erst vor einem Monat hatte der Thüringer CDU-Abgeordnete Martin Henkel eine »strikte Remigration« gefordert.

Die größte Gefahr geht nicht von der AfD aus, sondern von der selbsternannten demokratischen Mitte, die längst selbst rechtsradikale Positionen vertritt.

happy holidays

Wie die »Mitte« rechtsextreme Inhalte und Begriffe normalisiert:

Hier Martin Henkel, CDU-MdL in Thüringen, der sich nicht nur der rassistischen »Das Boot ist voll«-Rhetorik bedient, sondern mit der Forderung nach »Remigration« sogar einen Begriff der faschistischen Identitären Bewegung verwendet.

Wir alle wissen, sie feiern ihn nicht trotz, sondern gerade wegen der Vorwürfe gegen ihn.

Im Land der Täter gilt Antisemitismus vielen noch immer als feiner Charakterzug und Ausdruck echter Vaterlandsliebe.

Das Flugblatt, was laut SZ von #Aiwanger stammt, ist nicht nur antisemitisch, sondern es sind faschistische Vernichtungsfantasien. Es relativiert nicht den Holocaust, sondern verherrlicht ihn. Dass das als Witz verpackt ist, macht die darin enthaltene Drohung nicht geringer.

Man darf auf den Umgang anderer Konservativer hiermit und mit Aiwanger gespannt sein. Mal schauen, wie viel Faschismus ok ist oder wann er für sie verjährt.

Wenn von »unseren Werten« die Rede ist, geht es nie um die Werte, sondern immer nur um das »uns« - also darum, wer nicht dazugehört.

Es war ein vier Tage anhaltendes Pogrom, das keineswegs überraschend kam und der gesellschaftlichen Stimmung entsprach. Politik und Medien hatten monatelang Asyl und Migration als staatsgefährdende Bedrohung inszeniert und damit die rassistische Gewalt als Notwehr legitimiert.

Die aktuellen Diskussionen über Abschiebungen, Clan-Kriminalität, angebliche unkontrollierte Migration und Notstand bei der Unterbringung von Geflüchteten sprechen dieselbe Sprache, die damals im Pogrom mündete.

Heute Nacht vor 31 Jahren begannen die Pogrome in #RostockLichtenhagen. Ein rassistisches Volksfest mit Bratwurstbuden, Bierständen und bis zu 3.000 Bürger:innen, die den Neonazis und rechten Hooligans zujubelten, als die Steine und Molotow-Cocktails ins Sonnenblumenhaus flogen, wo Menschen um ihr Leben fürchteten. Die Polizei schaute tatenlos zu.
Explain #capitalism in one meme

Jens Spahn fordert zur Bekämpfung "irregulärer" Migration "einen Kompromiss der Mitte, der wie in den 90er-Jahren das Problem wirklich löst".

Der Kompromiss der Mitte der 90er-Jahre: