Der Einsatz des Fobizz-Tools zur automatischen Bewertung von Hausaufgaben ist laut einer Studie der Uni Osnabrück „unverantwortlich“.
Und: Verbesserungen dieser Tools sind wegen fundamentaler Einschränkungen der LLMs, auf denen sie basieren, nicht zu erwarten.
Studie: https://arxiv.org/pdf/2412.06651
Talk zum Paper: https://streaming.media.ccc.de/38c3/relive/548
Empirische Studien, die ernsthaft fragen, wie lange Jugendliche online sind, haben es nicht einmal verdient, ignoriert zu werden.
Online-Sein ist schon lange kein technisch-quantitatives Konzept mehr, sondern ein emotional-qualitatives.
Always-On als Default-Zustand ist vielleicht für Menschen, die noch hören konnten, wie sich ihr 32K Modem rasselnd und pfeifend mit dem Internet verbunden hat, ein schwierig zu begreifendes Konzept.
Oft gehört:
„Würde man SocialMedia für Kinder nicht verbieten, wäre das so, als würde man Drogen legalisieren.“
Doch das ist eine Petitio principii:
Wenn man alle Kinder mit Drogensüchtigen gleichsetzt, ist die strittige Frage entschieden, bevor sie differenziert diskutiert werden kann.
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Die Frage, wie man Prüfungen „immun“ gegen KI macht, ist Teil des Problems.
Weder Portfolios noch mündliche Prüfungen noch Metareflexion noch Prozessorientierung werden helfen.
Solange gute Noten wichtiger sind als „echte“ Kompetenzen, wird die KI-gestütze Kompetenz-Simulation bleiben.
Heute vor der Tagesschau:
Werbung für ein Mittel gegen Schulstress und Prüfungsangst.
Hübsche Kinder schlucken in einem Insta-Pastellfarben-Klassenraum ein leckeres Pulver, um die Klassenarbeit zu bestehen.
Pathologische Lern- und Prüfungskultur als Grundlage für einen Industriezweig.
Meine Güte.
Notwendige Neologismen (XXI)
Adultistische Empirie, die:
Sammelbezeichnung für empirische Forschung, die die Perspektive sowie Normen und Werte der Erwachsenen unreflektiert verabsolutiert und genuine Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen nicht wahrnimmt.