„Die Russen haben immer von ihren verletzten Sicherheitsinteressen gesprochen. Ihre Hauptsorge ist, dass ihnen die Nato immer stärker auf die Pelle rückt und dass Waffen stationiert werden, die Russland direkt erreichen können. Ich kann mir nicht vorstellen und mag mir auch nicht vorstellen, dass es da weitere, aggressive Planungen gibt.“ Zum heute in Bremen stattfindenden Ostermarsch des Bremer Friedensforums hat buten un binnen deren Sprecher, Ekkehard Lentz, interviewt. Der ehemals hauptamtliche Funktionär der DFU, einer ehemaligen Vorfeldorganisation der mit der DDR verbundenen DKP,K beweist hier, das er nicht nur fest geistig der außenpolitischen Doktrin der DKP der 80er Jahre verbunden ist. Auch die Menschen in der Ukraine sind für ihn scheinbar nicht mehr als die notwendigen Kosten verletzter russischer Sicherheitsinteressen. Das auch Russland mit mörderischer Gewalt einen besseren Platz zum eigenen Vorteil in der imperialistischen Staatenkonkurrenz sucht, das mag sich der Bremer „Friedensfreund“ nicht vorstellen. Das er sich im selben Interview durch den Aufruf von Peter Brandt „bestärkt“ fühlt, reiht sich konsequent in die letzten Aktivitäten des Bremer Friedensforums ein. Der ehemals „‚68er“ linke Historiker wurde vor allem seit den Nuller Jahren bekannt für seine nationalistischen Aufsätze in rechten Zeitschriften und Magazinen wie „Junge Freiheit“, „Wir selbst“ und „Compact“. Er ist Erstunterzeichner des von Wagenknecht und Schwarzer initiierten „Manifest für Frieden“ und Unterstützer der Gruppe „Aufstehen“. Letzteres teilt er sich mit Lentz vom Bremer Friedensforum. Wir meinen, anstatt einer rechtsoffenen „Friedensbewegung“ braucht es dagegen eine Antikriegsbewegung, die den Namen auch verdient. Gegen den Krieg in der Ukraine heißt: Für die Niederlage Russlands! Krieg dem Kriege!