Gleichzeitig geben die Frauen hier an, dass es sehr darauf ankommt, wann und wie sie über ihre Erfahrungen sprechen wollen. Es ist kompliziert. Aber vielleicht kann man, wenn dieses Thema allgemein aufkommt, mal nachfragen, ob es gewünscht ist, über Erfahrungen und Erlebnisse zu sprechen. Und dann abwarten, welche Unterhaltung sich daraus entwickelt.
Ich habe diese Unsicherheit oft auch einfach als Desinteresse der Männer interpretiert, dass sie es halt nicht genau wissen wollen und den Luxus haben, es ignorieren zu können. Einfach, weil man halt auch über das Darüber-Sprechen nicht spricht. Und noch was: Den Müttern, Frauen, Freundinnen und Schwestern passiert es in aller Regel halt nicht, wenn sie dabei sind! Das macht es noch leichter, das Ganze abstrakt zu betrachten.
Sehr interessante Antworten, danke an alle, die hier kommentiert und abgestimmt haben! Viele Männer sind unsicher, wie sie das Thema ansprechen sollen und ob sie ggf. traumatische Dinge hochholen. So gut ich das nachvollziehen kann und auch die darin mitschwingende Vorsicht und Empathie schätze (!!): Diese Haltung lässt uns Frauen halt auch ungewollt ganz schön alleine damit. Wir *müssen* damit umgehen, ihr könnt euch aktiv entscheiden, ob und in welcher Form ihr euch damit auseinandersetzt.
Liebe Frauen: Würdet ihr euch wünschen, Männer würden euch häufiger von sich aus auf eure Erfahrungen mit Sexismus/übergriffigen anderen Männern/sexueller Belästigung ansprechen?
Liebe Frauen, wie oft haben euch Männer von sich aus (!) mal gefragt, welche Erfahrungen ihr mit Sexismus/übergriffigen Männern/sexueller Belästigung gemacht habt?
@AngelaCarstensen Wenn ich die Kommentare zum Ursprungspost so lese, nennen enorm viele Männer als ihr Engagement, Artikel online zu teilen. Wieso schreibt kaum jemand, dass er mal die Frauen in seinem Umfeld nach ihren Erlebnissen fragen möchte? Und dann einfach mal zuhören, nicht urteilen, "einordnen" oder sonstwas? Ist das zu nahe, zu persönlich? Will man es dann doch nicht zu genau wissen? Vielleicht täte das aber allen Beteiligten grade gut, über diese Dinge zu sprechen?
Ganz normale Unterhaltung von Eltern von Kindergartenkindern, Mitte der 2020er Jahre: "Ich hoffe einfach mal, dass Putin innerhalb der nächsten 15 Jahre abkratzt." "Zumindest werden sich unsere [binationalen Kinder] aussuchen können, wo sie ihren Wehrdienst machen. Naja, ich werde denen trotzdem Deutschland empfehlen." #FediEltern#Zeitenwende