@TeamUpDem
Besonders anschaulich vielleicht mal ein Video, wie man Selenium nutzen kann, um mehrere Seiten gleichzeitig zu besuchen und zu scrapen. Hier eher für den anschaulichen Zweck, normalerweise braucht man die Videos natürlich nicht ablaufen lassen ;)
Ach ja: Obwohl es eines der reichweitestärksten Medien der verschwörungsideologischen und rechtstextremen Szene ist, wird AUF1 meines Wissens nach noch nicht durch den Verfassungsschutz beobachtet – auch wenn der BayLfV es zumindest kennt.
Das Ende von AUF1 ist also nicht vorprogrammiert – wo Magnet übrigens die Lizenz für die Ausstrahlung im Satellitenfernsehen beantragt hat, darüber möchte er nichts erzählen. Er weiß, dass ihm auch das zum Fallstrick werden könnte.
Insbesondere rechtsextreme Parteien können eine Rolle bei der Stabilisierung solcher "Alternativmedien" spielen: Die FPÖ hatte z. B. Magnet in ihrer Regierungszeit mit Aufträgen versorgt. Die AfD könnte ähnlich handeln, auch sie ist gerne Gast bei Magnet.
In dem Video wirkt Magnet fast überrascht, dass bei den Verfahren keinen Kostenersatz gäbe.
Das große Anwaltsteam, dass er im März aufgefahren hat, könnte ihm also zum Problem werden: Die ARD hat beispielweise eine Fristverlängerung bei ihrem Verfahren beantragt.
In einer Pressekonferenz im März 2023 kündigt Magnet an mit sechs Anwälten (im Bild sind fünf) gegen die ARD vorzugehen – und im Gegenzug sogar deren Logo markenrechtlich Löschen zu lassen.
Doch dieses Großaufgebot könnte ihm nun zum Verhängnis werden.
Nachdem es mit den Spenden nicht gut lief, veröffentlicht Magnet selbst seine Vermutung, dass sich etwa 50.000 Nutzer:innen von Telegram abgemeldet hätten – worauf diese Schätzung basiert, sagt er nicht. Aber er benennt eines der großen Probleme: "Corona ist vorbei".
In den vergangenen Monaten stagnierte jedoch die Reichweite des Kanals. Es kamen keine weiteren Abonnements hinzu – durchschnittlich erreichten die Nachrichten zwischen 80k und 90k Aufrufe. Im November 2021 erreichte der Kanal noch 200k Aufrufe.
In einem Video zug er vor kurzem ein erstes Resümee: Die Spenden blieben deutlich hinter den Erwartungen zurück, nur ein Bruchteil des Geldes sei bisher zusammengekommen. Man habe sich erst um die Verträge gekümmert, jetzt fehle nur noch das Geld.
Magnet gibt immer wieder an, dass AUF1 nur durch Spenden funktioniert – es gibt Zweifel daran, ob das stimmt.
Dennoch hat er in den vergangenen Wochen stark um Spenden geworben um im Herbst mit der Ausstrahlung im Satellitenfernsehen zu starten – wie viel er braucht sagte er nie.