Claudia Haupt

33 Followers
28 Following
203 Posts
Fragestellung: Gibt es Kulturen mit Geschlechtsvarianten, die nicht durch Dysphorie gekennzeichnet sind? Literaturliste (7)

Meine Literaturliste. Ich habe sie als ris-Datei abgespeichert, kriegt man mit dem Tool Zotero auf und importiert.
@PhoebeEule @scatty_hannah @[email protected] @michaela @lilischote @[email protected] @trans_me_de
DER ANDERE STAAT, DER GERECHTE STAAT
Um noch einmal auf meinen langen Post von heute Morgen zurückzukommen.

Die neue alternative Staatskonzeption, die einen gerechten, gütigen, barmherzigen und geschwisterlichen Staat fokussiert, einen wahrhaft menschlichen
#sozialen Staat, benötigt eine grundlegende #Gemeinwohlorientierung. Etwa im Sinne des Schweizer Wirtschaftsethikers Peter Ulrich. DAS gibt doch ein strahlendes Bild ab, moralische Panik à la AfD oder Trump Hass bzw. Putins Antisozialität verblassen dagegen. Und diese Antworten sind bitter notwendig wenn Europa politisch Überleben will.
GÜTE IN DÜSTEREN ZEITEN
(HSU-GRADE-Arbeitsgruppe NEWS 2)
Warum alles in der Welt sollten wir im heutigen Ego-Zeitalter bedingungslos gütig sein?

In den 1970er Jahren begann ein besonderer Abstieg. Wie immer zeigten als erstes die Philosophen das kommende Erdbeben an. Die Poststrukturalisten begannen ihre Nietzsche Renaissance zu feiern, allem voran Michel Foucault.

In den 1980er Jahren begann sich ein hemmungsloser Egokult durchzusetzen: "ICH gewinne, also bin ICH!!" Die stalinistischen Gesellschaftssysteme implodierten, die Milliardärs-Oligarchenkaste begann global die Regie zu übernehmen.

Inzwischen stehen in Europa faschistische Machtergreifungen auf der Tagesordnung. In Teilen europäischer Gesellschaften wird Auschwitz wieder denkbar.
Die Rechte beginnt ihr Vernichtungsprojekt auch gegenüber trans Personen zu realisieren. Wie historisch üblich beginnt derlei mit der Ausgrenzung. In Polen sind erste trans freie Städte und Gemeinden definiert worden.

In diesen düsteren Zeiten beginnen, auch vermittelt durch die Ethik und die sozialen Neurowissenschaften, Altruismus und Güte zum wesentlichen Thema des trans Diskurses zu werden. Dabei können sich Aktivist:innen auf den Philosophen Emmanuel Lévinas stützen, der lange vor den Neurowissenschaften die Güte als existentielle Grundausstattung des Menschen erkannte. Und Güte als das Konstruktive im Menschen identifizierte. Güte ist, so Lévinas, kein Gebot, keine Pflicht, sondern das eigentlich Menschliche, das sich automatisch ergibt, wenn man es zulässt. Lieblingsbeispiel der Levinasianer sind Mutter und ihr Baby. Fürsorge pur, einfach so rund um die Uhr.

Inzwischen hat auch die US amerikanische Transgender Forschung aufgeholt und altruism/social behavior zu DEM trans Gesundheitsthema entfaltet.

Unsere Arbeitsgruppe an der Helmut Schmidt Universität Hamburg hat diese Diskurse aufgenommen und bereits im Oktober 2024 bei unserem 1. Symposium diskutiert.
Hier scheinen sich zukunftsträchtige, hoffnungsvolle Entwicklungen der trans Gesundheitsversorgung abzuzeichnen.

@[email protected] @scatty_hannah