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Heavybook Reader. Asker of Questions. Seeker of Secrets. Explorer of Adventures. Freelance Gingerbreadist & Labyrinthist. Passionate Listener & Learner.

Derzeit eher als @canzonett bei fnordon.de unterwegs, aber mit einem Fuß gern auch hier daheim.

Heute kein Regen. Die Pfützen veraltet.
Nur Himmel zerknüllt wie ein Wildhaufen Wäsche.
Das Suchen, das mir die Gedanken zerfaltet,
wünscht heimlich herbei, dass sich etwas ergösse,
um die Pfade mit Perlen frisch zu befädeln
und versunken in ihrem Tanzen zu trödeln.
Trödelzeit, ganz frei geschenkt,
die das staunende Blicken ins Regenweit lenkt,
durch das Schirme wie bunte Blasen sprudeln.
Trödelzeit, um frei zu handeln
und Regenzeit in Raum zu verwandeln,
in dem die Gedanken kullern und kugeln.
Draußen tanzt die Luft.
Ich lausche ihren Schritten
auf den Spreiten der Dächer
in den Spalten der Straßen dazwischen
wie beim Versinken in die Tiefe eines Ölgemäldes,
wenn der Schorf der aufgetürmten Pinselspuren gletscherrissig um mich aufzuragen strebt.
Jeden Tritt der Luft versuch ich zu erlauschen in den Raum hinein an seinen Ort:
Ankerketten einzulauschen in die Luft, die alles aneinander binden durch mein Hören,
ohne jedoch dabei all das Tanzen aufzuhalten und zu stören.
Beispielsweise
Beispielswiese
voll Beispielsblumen
so wie diese.
Statt beispielsweise
stehen wir stumm
nur beispielsdumm in der Gegend herum.
Viel zu ernst
statt beizuspielen.
Square by square the morning sun
sticks its post-it notes on my wall;
each a task to play
an errand to run
an adventure to plunge in,
splash about and have fun
a story emerging
a thread to be spun:
all the joy of a waiting day.
My call.
Hushing rain
rushing rain
gushing and flushing rain
shushing whispering silence into the air
as the meadow, prying,
keeps burbling, replying
with earth's crumb gabbling
with grass dribbling and babbling
upward trickles, snowdroplets
everywhere.
Die erste Abendamsel dieses Jahr
unter dem weiten Himmel, der noch flüsternd schimmert,
gegenüber auf dem Dach:
der erste Faden Amsellied
strömt zuversichtlich wie ein neugeborner Bach
umflutet purzelnd klar die Häuser, schwillt und quillt,
bis er den Hinterhof und alle Lauschenden ringsum erfüllt,
in seinem unermüdlichen bewegten Fließen
vollkommen von sich selbst beglückt und hingerissen.
Verstreut über ganz München schaukeln Kirchturmspitzen
als Bojen auf dem Dächermeer im Windgebraus.
Weithin siehst du die Wettergockel auf den Spitzen blitzen,
so dass du deine Boje findest.
Und dank ihr den rechten Weg: nach Haus.
Und mitten zwischen Himmel und Kanal:
das Schloss
wie eingehängt dort schwebend zwischen Welten.
Die Luft so weit und voller Sterne,
dass Knäuel kleiner Galaxien sich in der blauen Wolle meiner Fäustlinge verfangen.
Der Raum verschmilzt vertraute Nähe und geheime Ferne,
damit im Schwebeschnee die Wünsche aus der Tiefe an ein Ziel gelangen.