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Imi Kölner, Historiker, Buchautor, Wikipedianer
@harryLB Aber ja - die alte Oper am Rudolfplatz in #Köln war ein wirklich schönes Stück #Historismus von 1902 und man hätte das beschädigte Gebäude in den 50er Jahren besser wieder hergestellt als gesprengt. Aber meine Lehre daraus ist: lasst uns die Stadträume mit längerem Atem entwickeln. Alle 50 Jahre Abriss und Neubau bringt uns keine lebenswerten Ensembles. (Die Riphahn-Oper am Offenbach-Platz ist aktuell ziemlich genauso alt wie die Carl-Moritz-Oper zum Zeitpunkt ihres Abrisses war).
Die städtischen Bühnen am Offenbachplatz in #Köln sollen im März 2024 fertig werden. Geschlossen sind sie seit 2012, geplant waren ursprünglich 3 Jahre Sanierung. Aber wir dürfen uns auf das großzügige Ensemble der 50er Jahre Architektur in voller Pracht wirklich freuen. Es ist ein Meilenstein der Stadtentwicklung. Und verglichen mit der Bauverzögerung am #KölnerDom sind 12 Jahre ja geradezu irrelevant. Merke: Emblematische Stadtentwicklung will Zeit und Gelassenheit (und Geld).
@JaDi Wir könnten auch darüber nachdenken, ob die ständigen und aufwändigen Renovierungsarbeiten am #KölnerDom nicht viel zu teuer sind - vielleicht könnten wir auch seinen Standort „ganz neu“ denken und …   #Köln
@shawnwildermuth Als diese Bayernfenster 1848 im #KölnerDom eingebaut wurden, galten sie als brillantes Wandgemälde. Nach dem Zweiten Weltkrieg aber ließ Dombaumeister Willy Weyres vieler dieser Fenster im Depot, weil er ihre „brutale Farbigkeit“ nicht mochte und im Dom unpassend fand. Erst Arnold Wolff hat die Fenster der #Neogotik vollständig wieder herstellen lassen. Das also zum Thema „zeitloses Kunstwerk“. #Köln
@amoni Und dann hat O M Ungers für die Stadt #Köln auch noch die „Via Culturalis“ erfunden - und damit der gesamten Altstadt-Entwicklung einen Impuls geliefert, der über viele Jahrzehnte wirkt. Das kann man kaum hoch genug einschätzen…
Die Stadt #Köln hat das Weinhaus direkt neben dem Rathaus aufgekauft und lässt es nun leer stehen. Manches, schreibt Köln-Lotse Uli, kann man beim besten Willen nicht verstehen in Köln. https://www.koeln-lotse.de/2023/03/02/das-weinhaus-brungs-gefaehrdetes-baudenkmal-mitten-in-der-stadt/
Das Weinhaus Brungs – gefährdetes Baudenkmal mitten in der Stadt

Es ist sehr zentral und ist trotzdem irgendwie versteckt: Das Weinhaus Brungs, ein sehr geschichtsträchtiger Bau. Von außen durchaus beeindruckend, aber spät

Der Köln-Lotse
@pallaske Im Gegensatz zu Prag 1618 war in #Köln eben kein Misthaufen unter dem Fenster.  
@amoni Da gab es einen begabten Architekten, der diese realen Ausblicke in die Stadt bewusst der ganzen Malerei gegenüberstellen wollte. Es zeigt sich immer noch als brilliante Idee. Schönes Foto. Es gibt auch wirklich gelungene Sichtlinien über #Köln.
@wahlatlas Wir Kölner wissen ja schon seit dem Krieg, dass es in #Köln nur noch wenig Altbau gibt. Aber dass es sooo wenig ist - vor allem verglichen mit den anderen Großstädten - ist schon Augen öffnend. Allerdings sind öffentliche Bauten nicht mitgerechnet. Sonst hätte zumindest der #KölnerDom einen gelben Fleck. 1945 berichteten Allierte Journalisten: „In Köln nur ein Überlebender - die Kathedrale.“
@ak_text Ich finde es schon niedlich, dass dieser kleine Felsen-Zahn in der #Flora ganz offiziell als „Alpinum“ geführt wird. Tolles Foto! #Köln #kölnriehl