Raphael Thelen

@RaphaelThelen
167 Followers
28 Following
21 Posts
Habe lange Zeit als Journalist über die Krisen der Welt geschrieben, über den Arabischen Frühling, aus Syrien und Afghanistan, über Menschen auf der Flucht im Balkan, und natürlich: über die Klimakrise, zu der auch das Buch "Zwei am Puls der Erde" entstanden ist. Mit meinem Romandebüt "WUT" habe ich mich dann selbst aus dem Journalismus raus und in die Klimagerechtigkeitsbewegung reingeschrieben.
Hör dir selbst zu

Ein Freund meinte kürzlich zu mir: In Zeiten wie diesen wird Idealismus zu Realismus. Oder anders gesagt: Nach den Sternen greifen, ist das einzige was uns bleibt. …

Steady
Was ich gerne verstehen würde: Die Wähler:innen in Ostdeutschland haben die AfD gewählt, weil sie Angst vor sozialem Abstieg haben. Warum überbieten sich dann alle anderen Parteien, auch die Grünen, in Abschiebegesetzen, obwohl sie damit das Frame der AfD stärken. Ich blick‘s nicht.
Der Aktivist und Buchautor Raphael Thelen zu seinem Buch "Wut"

Ein Roman aus dem Herzen der Generation Klima

Stell dir vor, nicht nur den obersten Schichten geht es jedes Jahr besser, sondern allen: jenen, die gerade nicht arbeiten, all den Berufstätigen und auch jenen, die schon in Rente sind.

Stell dir vor: all das ist möglich.

Warum?

Weil die Mehrheit der Menschen das will – und was man will, kann Wirklichkeit werden."

@RaphaelThelen, https://steadyhq.com/de/raphaelthelen/posts/f6851608-5dbd-4461-91ea-8d6147e22852

Stell dir vor

Stell dir vor, deine Arbeit tut dir gut und am Ende des Monats hast du trotzdem genug Geld übrig. Die Kitas in der Gegend sind modern ausgestattet, genau wie die…

Steady
*******
Der Text kommt aus meinem Newsletter. Ich will mal wieder raus aus meiner komfortablen Blase, mehr Diskussionen führen, nachdem ich jetzt ein paar Jahre ziemlich abstinent von Social Media war.
*******
Ich glaube, das muss jetzt langsam vorbei sein. Ich glaube, wir sollten anfangen die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Ich glaube, es ist Zeit, dass wir erwachsen werden.

Ich hatte richtig viel Zeit über den Sommer und mir ist noch mal bewusst geworden, ich will nichts davon.

Dann heißt es aber auch: Nicht nur reden, sondern auch tun, sich emanzipieren, sich befreien. Wie die Kinder haben wir vor der Politik gestanden, haben mit unseren bunten Schildern gewunken, haben Bagger besetzt, um ihre Aufmerksamkeit zu bekommen, unsere Wünsche in die Kameras gerufen.

40 Stunden-Woche, um einen Lohn zu verdienen – wollen wir das?

Täglich aufs neue mitschuldig sein an der Zerstörung – wollen wir das?

Den ganzen Tag gestresst sein, uns mit anderen vergleichen, Ellenbogen ausfahren, Karriere machen, im Burn-Out landen – wollen wir das?

Wir könnten traurig sein, enttäuscht. Aber Enttäuschung ist ja auch immer das Ende einer Täuschung. Es ist Zeit, dass wir begreifen, dass in diesem System niemand kommen wird, um uns zu retten – der Appell ist gescheitert, wir müssen das selbst machen.

Das heißt zuerst einmal: Wir müssen uns klar werden, was wir eigentlich wollen.

Oder wie Marco Bülow, der 20 Jahre für die SPD im Bundestag saß, mir im Gespräch gesagt hat: “Die Bevölkerung spielt bei der Entscheidungsfindung der Regierung keine Rolle.”

Und nu? Was bedeutet das für uns, für die Klimagerechtigkeitsbewegung?